CLOUDPOESIE – Dichtung für die vernetzte Gesellschaft 

Was passiert, wenn das Gedicht seine gedruckte Form verliert? Wenn es sich vom einsamen Schreibtisch aufmacht ins Mediale, Dialogische, zu anderen Künsten? Wie widerständig kann fluider Text sein?

CLOUDPOESIE – Dichtung für die vernetzte Gesellschaft fragt nach den Möglichkeiten des digitalen Schreibens und Publizierens von Gedichten. Wie ist Poesie neu denkbar im permanenten Flow der Zeichen, was kann sie fassen, was nicht? Wie können eBooks für Gedichte aussehen und wie Gedichte für eBooks?

Andreas Bülhoff, Martina Hefter, Georg Leß, Katharina Schultens, Andreas Töpfer und Charlotte Warsen treffen sich in der Lettretage, um in Workshops diesen Fragen nachzugehen, Wege kollaborativen Schreibens auszuprobieren und mögliche Zukunftsformen von Lyrik zu entwickeln.  

Die Ergebnisse der Workshops werden am 22.11. im Theaterdiscounter in einer literarischen Jam-Session präsentiert. Gemeinsam mit dem Publikum werden die Texte weitergeschrieben, live geremixt und kollektiv performt.  Anschließend erscheinen Versionen der so entstandenen Texte als eBook bei mikrotext und als Beilage zur digitalen Ausgabe des S T I L L Magazins.

Andreas Bülhoff ist Dichter und Textredakteur der Zeitschrift „Der Greif“. In seinen Gedichten experimentiert er an den Grenzen von Klang und Form, sampelt Eigenes und Fremdes. Im Herbst 2015 erschien „Voxel Poem“ bei Spacecraft Press. Martina Hefter ist Dichterin und Performancekünstlerin. Sie forscht in ihren Arbeiten u.a. an den Übersetzungsmöglichkeiten und Interferenzen von Bewegung und Text. Zuletzt veröffentlichte sie “Tanzen” (Verlagshaus Berlin, 2014) und den Gedichtband “Vom Gehen und Stehen” (kookbooks, 2013).  Katharina Schultens ist Dichterin und Geschäftsführerin der School of Analytical Sciences Adlershof der Humboldt Universität Berlin. Sie forscht zu den untergründigen Verbindungen von analytischem Denken und Dichtung als Erkenntnisinstrument, sowie zu den Bedingungen der Lyrik im Kapitalismus. Zuletzt veröffentlichte sie „gorgos portfolio“ (kookbooks, 2014) und den Essay „Geld“ (Verlagshaus Berlin, Oktober 2015). Andreas Töpfer ist Grafiker, Designer, Visual Essayist, Live-Zeichner und Art Director, unter anderem bei kookbooks. Er untersucht und entwickelt visuelle Sprachen zu Dichtung und Philosophie. Zuletzt veröffentlichte er gemeinsam mit Armen Avanessian „Speculative Drawing: 2011–2014“ (Sternberg Press, 2014). Charlotte Warsen ist Dichterin, Malerin und promovierte Philosophin. Sie untersucht in ihrem Werk unter anderem Verbindungen zwischen den beiden Kulturtechniken Wort und Farbe. Ihr Debütband „Vom Speerwurf zu Pferde“ erschien 2014 bei Luxbooks.

Sonntag, 22.11.2015, 18:00 Uhr
CLOUDPOESIE – Dichtung für die vernetzte Gesellschaft 
Eine Workshop-Performance 
mit Andreas Bülhoff, Martina Hefter, Georg Leß, Katharina Schultens, Andreas Töpfer und Charlotte Warsen
Theaterdiscounter Berlin

Klosterstraße 44
U2 Klosterstraße
Eintritt: 6,- €
Ein Projekt des KOOK e.V. in Kooperation mit Léttretage, S T I L L und mikrotext. Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten des Berliner Senats. Gefördert aus Mitteln der Stiftung Preußische Seehandlung.

*) Siehe Kommentar

2 Comments on “CLOUDPOESIE – Dichtung für die vernetzte Gesellschaft 

  1. es ist nett, dass ich hier als choreografin bezeichnet werde, aber das bin ich definitv nicht. ich bin dichterin und performancekünstlerin.

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