Poetisches Kapital: das poesiefestival berlin endete mit einem Besucherrekord 

Lyrik als Publikumsmagnet: Mit einem großen Lyrikmarkt, an dem über 45 Lyrikverlage teilnahmen, ging am 27. Juni das 16. poesiefestival berlin erfolgreich zu Ende. Insgesamt kamen an die 13500 Besucher zu den 50 überwiegend ausverkauften Veranstaltungen in die Akademie der Künste am Hanseatenweg und an viele Orte Berlins, um internationale Gegenwartslyrik in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben.

Über 140 Künstlerinnen und Künstler aus 32 Ländern waren zu Gast, u.a. Anneke Brassinga (Niederlande), Kwame Dawes (Ghana/Jamaika/USA), Zang Di (China), LaTasha N. Nevada Diggs (USA), Jochen Distelmeyer (Deutschland), Elena Fanailova (Russland), Steven J. Fowler (UK), Kenneth Goldsmith (USA), Reiner Kunze (Deutschland), Márió Z. Nemes (Ungarn), Christian Prigent (Frankreich), Lisa Robertson (Kanada), Warsan Shire (Somalia/UK), Jan Wagner (Deutschland) und Liao Yiwu (China/Deutschland).

In Lesungen, Performances, Diskussionen und Konzerten widmete sich das poesiefestival berlin dem Kapital der Poesie; ihren Traditionen, ihren Ressourcen und ihren Investitionen in die Zukunft.
„Weltklang- Nacht der Poesie“ eröffnete das Festival mit einem hochkarätigen und abwechslungsreichen Konzert aus Stimmen und Sprachen. Afrikanische Sprachkünstler brachten einen „Eilbrief an Europa“ mit, um zu zeigen, dass es neuer Perspektiven und Impulse bedarf, um dem schwierigen und komplexen Verhältnis von Afrika und Europa eine neue Richtung zu geben. Im Fokus des Festivals stand die „Chinesische Dichtung im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne“. Das poesiefestival diskutierte zudem in einem Kolloquium die „Zukünfte der Dichtung“, und entdeckte neue Wege der Lyrikvermittlung. Die große Ausstellung „Aufs Maul geschaut – Mit Luther in die Welt der Wörter“ illustrierte acht Redewendungen von Martin Luther, die heute Teil des täglichen Sprachgebrauchs sind. Bei „Tora Bibel Koran“ traten in einer theatralen Inszenierung die großen spirituellen Texte des Judentums, des Christentums und des Islam in einen poetischen Dialog. Bei „e.poesie“ traf elektronische Musik trifft auf Lyrik, beim Übersetzungsworkshop „VERSschmuggel“ trafen sich deutschsprachige und niederländischsprachige Dichter zum Verse schmuggeln. Ein umfangreiches Programm für Kinder, Jugendliche und Lehrer vervollständigte das Programm.

Das 16. poesiefestival berlin fand statt vom 19. – 27.6.2015 in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin. Weitere Informationen unter www.poesiefestival.org

Das poesiefestival berlin ist ein Projekt der Literaturwerkstatt Berlin in Kooperation mit der Akademie der Künste und wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Hauptstadtkulturfonds.

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