59. Literatur aus der viersprachigen Schweiz

Di 22.01. 20:00

In Lesung und Gespräch: Arno Camenisch (Autor, Biel), Andreas Neeser (Autor, Suhr), Noëlle Revaz (Autorin, Biel), Antonio Rossi (Autor, Arzo)

Moderation: Martin Zingg (Kritiker, Basel)

Die Namen Max Frisch oder Peter Bichsel sind dem deutschen Lesepublikum vertraut. Die italienische, rätoromanische oder französischsprachige Literatur der Schweiz ist hingegen weitgehend unbekannt. Auch so bedeutende Schriftsteller wie Blaise Cendrars, Catherine Colomb oder Ágota Kristóf konnten daran in der Vergangenheit nicht grundsätzlich etwas ändern. Diese Veranstaltung soll zeigen, dass in der viersprachigen Schweiz für den deutschen Leser Schätze zu heben sind: Vier Schweizer Autor/innen aus den verschiedenen Sprachregionen geben einen Einblick in Unbekanntes und Neues.
Die »klangmächtigen Wörtersymphonien« (FAZ) von Arno Camenisch (*1978 Danis-Tavanasa) sind in der Schweiz seit langem umjubelt. Mittlerweile legendär sind die »trinkfesten Fabulierer« aus seiner Bündner Trilogie (erschienen bei Urs Engeler Editor). In Deutschland sind die Bücher des auf Deutsch und Rätoromanisch schreibenden Autors bislang ein Geheimtipp.
Andreas Neesers (*1964 Schlossrued) Sprache besticht durch ihre »Feinnervigkeit« (NZZ). Sein neuer, deutschsprachiger Roman »Fliegen, bis es schneit« (Haymon Verlag, 2012) ist »packend, lebendig und hochpoetisch« (Katja Lange-Müller). Von der Kritik werden Neesers Texte für ihre Vielschichtigkeit und ihre berückende Sinnlichkeit gerühmt.
»Von wegen den Tieren« (Urs Engeler Editor), der französischsprachige Erstling von Noëlle Revaz (*1968 Vernayaz), löste bei seinem Erscheinen 2002 einen ästhetischen Schock aus. Die Autorin leiht darin einem ungebildeten Bauern ihre Stimme. Geschrieben ist das Buch in einem Soziolekt emotionaler Verrohung, künstlich und vital zugleich. Die NZZ verlieh Revaz den Beinamen »Mademoiselle Berserker«.
Antonio Rossi (*1952 Maroggia) ist ein auf Italienisch schreibender Lyriker. Auf knappstem Raum verbindet er ganz und gar gegensätzliche Dinge und erweitert dadurch den Blick auf eine Wirklichkeit, die so nur in seinen Gedichten zu erfahren ist.

Mit freundlicher Unterstützung durch Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung.

Literaturwerkstatt Berlin
Knaackstr. 97/Kulturbrauerei
10435 Berlin

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