23. Best british poetry

Für seine Fans ist das Erscheinen eines neuen Bandes des Dichters, der fast durchweg als größter lebender Dichter in englischer Sprache beschrieben wird, ein Ereignis. Zudem tritt es immer häufiger auf, da Geoffrey Hill, der in diesem Jahr 80 wurde, seinen Produktionsausstoß steigert. Ode Barbare (Clutag Press) ist Band 2 in einer auf 5 Bände geplanten Serie Daybooks des Oxford-Professors für Lyrik. Exzentrischerweise ist das der dritte Band nach den schon erschienenen Nummern drei und vier.

Für Neulinge in seinem Werk vielleicht nicht der einfachste Einstieg. An diesen 52 gleichgebauten bardischen Stücken (jeweils in streng sechsstrophig-sapphischer Versform) ist nichts Barbarisches. Ihre Bezüge reichen vom italienischen 19.-Jahrhundert-Dichter Giosuè Carducci (von dem Hill den Titel entlehnt) bis zu jüdischer Theologie, britischen imperialen Mißgriffen, Luftkrieg, klassischem Vers, politischen Theorien und Poetik…

Hills Entschlossenheit, die Sprache zu biegen um sie den Zwängen seiner Form anzupassen verleiht diesen Gedichten außergewöhnliche Beschwörungskraft.

Wenn Hill der große alte Mann der englischen Lyrik ist, dann ist Paul Muldoon vielleicht ihr Hofnarr. / Adam Newey, The Guardian 30.11.

Newey teilt seine Weihnachtsempfehlungen der besten Gedichtbände des Jahres in feste Gruppen ein, beginnend mit einer Spitzengruppe:

  • Geoffrey Hill, Odi Barbare (Clutag Press)
  • Paul Muldoon, Songs and Sonnets (Enitharmon)
  • Gillian Clarke, Ice (Carcanet)
  • Christopher Reid, Nonsense (Faber)
  • Dennis O’Driscoll, Dear Life (Anvil)

Folgen Debütbände:

  • William Letford, Bevel (Carcanet)
  • Sarah Jackson, Pelt (Bloodaxe)
  • Oli Hazzard, Between Two Windows (Carcanet)
  • Sean Borodale, Bee Journal (Cape)

Dichter in der Mitte ihrer Laufbahn:

  • James Lasdun, Water Sessions (Cape)
  • Selima Hill, People Who Like Meatballs (Bloodaxe)
  • Kathleen Jamie, The Overhaul (Picador)

Tote Dichter:

  • FT Prince, Collected Poems 1935-92 (Fyfield Books)
  • Poet to Poet, edited by Judy Kendall (Seren), Edward Thomas’s letters to his friend Walter de la Mare
  • Josephine Hart, Life Saving: Why We Need Poetry (Virago)

Schließlich:

  • Two other volumes deserve mention. If you don’t want to make the investment of time and money in the work of a single poet, the Forward Book of Poetry 2013 provides a one-volume snapshot of the current state of the art (it also contains pieces from several of the above collections). And Rachel Rooney’s The Language of Cat (Frances Lincoln Children’s Books), winner of the CLPE poetry award, is something rare – a poetry book for children that doesn’t patronise its intended audience with bum jokes or lower its linguistic ambitions. One poem, „Recycling“, could stand by itself as a miniature manifesto for poetry: „A word is used often, over time. / Used, a word is often over. / Time is a used word. / Over used, a word / is a word / often used / wastefully.“

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