15. Lyrik, Festival und Preis

Mit dem [Basler Lyrik-]Festival soll das Gedicht thematisiert und ins Gespräch gebracht werden. Aber es geht auch darum, dass die Lyriker mit diesem Zugriff auf die Texte der Autorenkollegen und dem Austausch über deren Entstehung und Hintergrund untereinander ins Gespräch kommen, sagt Eckert. Die Auswahl der Autoren obliegt Basler Lyrikgruppe, die aus den Dichtern Urs Allemann, Rudolf Bussmann, Ingeborg Kaiser, Peter Gisi und Wolfram Malte Fues besteht. „Das ist das Besondere an unserem Festival“, sagt Katrin Eckert, dass hier nicht eine Organisation, sondern Lyriker andere Lyriker einladen. Die Autoren der Gruppe sind es auch, die den Träger des Lyrikpreises auswählen. …

Der Sonntag startet mit der Verleihung des Basler Lyrikpreises an Werner Lutz. Der 1930 geborene Lutz gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Lyriker der Gegenwart. Er ist ein Meister der sprachlichen Reduktion und Präzision – und es sei längst überfällig, ihm diesen Preis zu verleihen, so Eckert. In der Reihe „Begegnungen“ treffen dann jeweils für eine Dreiviertelstunde zwei Lyriker aufeinander, tragen Gedichte vor und diskutieren darüber. So liest der 1979 im Saarland geborene Konstantin Ames seinen 39-teiligen Text „zuss, der wimpernknecht“ und trifft mit dem Schweizer Urs Allemann auf einen anderen, älteren Kreuzworträtsler; gemeinsam wollen sie die Frage klären: Wozu ist „zuss“ da? / Claudia Gabler, Badische Zeitung

8. Internationales Lyrikfestival Basel, 4. und 5. September, Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3. Weitere Informationen: http://www.literaturhaus-basel.ch

4 Comments on “15. Lyrik, Festival und Preis

  1. Mein Lieber, so stehts doch im Programnm: — Konstantin Ames liest und ist im Gespräch mit Urs Allemann. Konstantin Ames will mehr sein als „Kreuzworträtsler und Verfahrenstechniker“, kann auch, traut sich, findet das dionysische Ventil. —
    Wobei unklar ist, von wem das zitierte Zitat stammt, abgesehen davon, dass man nicht unbedingt wissen will, wie so ein dionysisches Ventil beschaffen ist und wo es sitzt.
    Die eigentlich interessante Frage ist doch aber: Wie hast du’s so schnell von Dresden nach Basel geschaffet? Mit dem ZUSS?
    Infamie, a propos, waltet einem in obiger Annonce nicht entgegen, sei beruhigt.
    Und deine Entfesselung sollte eher hierauf niedergehen: http://matthiaskehle.blogspot.com/2010/09/politische-lyrik.html
    Gern schließ ich mich an.

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    • Lieber Michael, lieber Ron, die Passage „Kreuzworträtsler und Verfahrenstechniker“ stammt aus meinem Essaychen (XIII. zuß) in ZdZ 31. Es ist als Tatsache nicht zutreffend, dass ich Rätsel aufgebe, die zu knacken sind. Es böte sich einem Blick einer kompetenten Betrachterin auf „zuß, der wimpernknecht“ etwas anderes als Kreuzworträtselei. Der Artikel ist auch kein subjektiver Bericht über den Vortrag und das Gespräch zwischen Urs Allemann und mir DANACH, sondern eine schlichte Vorankündigung: da hat Meinung nix zu suchen, weil sie zwei Tage vor der Veranstaltung noch garnicht gebildet sein kann (außer durch Hellseherei, aber damit kenn ich mich nicht aus). Der Einwand, die Falschmeldung sei durch die „Meinungsfreiheit“ gedeckt, überzeugt mich nicht. Oberflächliches Zitieren/evtl. Dreckwerfen ist für den Betroffenen/Beworfenen genauso unerprießlich wie die Vorurteile von etwelchen Resignierten (danke Ron für den Hinweis, den Herrn kenne ich schon!), die keinen Funken Wohlwollen mehr aufbringen können und überall nur noch Opportunismus wittern, wenn es um politische Äußerungen in poetischen Zusammenhängen geht. Fehlt nur noch das Totschlagargument: Dir fehlt es doch an Lebenserfahrung!

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  2. Schön, dass jemand eine Vorankündigung dazu schrieb. Aber: weder Urs (noch ich) sind „Kreuzworträtsler“. Richtig Gucken beim Zitieren aus der Pressemeldung des Literaturhauses Basel und sorgfältiger arbeiten! Oder, je nachdem, vielleicht sogar: weniger Infamie, und wenn man die Leute nicht mag, weil man deren Arbeit gegenüber nicht aufgeschlossen ist: einfach nix dazu schreiben, statt nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen publik zu machen!

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    • wobei du selbst einen Beitrag leisten könntest, wenn du genau sagst, worin die falsche Tatsachenbehauptung besteht. Daß Urs und du Kreuzworträtsler sind? (Das hielte ich durch die Meinungsfreiheit für gedeckt. Wohlgemerkt nicht meine Meinung, sondern die der Badischen Zeitung.) Gruß, Michael

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