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Veröffentlicht am 6. April 2010 von lyrikzeitung
(Woche der türkischen Poesie)
Die Plattform lyrikline entält bislang je 10 Gedichte von 10 türkischen Lyrikern auf Türkisch, Deutsch und teilweise anderen Sprachen (Englisch, Französisch u.a.), jeweils mit Text und Audiofile. Weitere Übersetzungen von Manfred Peter Hein, Uwe Kolbe und Ulrike Almut Sandig sind in Vorbereitung. Bisher:
Deutsche Sammlungen moderner Weltlyrik enthalten bisher nur sehr vereinzelt türkische Autoren. Enzensbergers „Museum der modernen Poesie“ (1960) bringt Nazım Hikmet (in Übersetzungen aus der DDR). Der „Atlas der neuen Poesie“ von Joachim Sartorius (1995) hat Fazıl Hüsnü Dağlarca, ebenso Harald Hartungs Sammlung „Luftfracht“ von 1991.
Die natürlich unvollständige Liste zeigt erst recht, was wir an Projekten wie lyrikline haben. Ebenso, daß wir von der Anwesenheit von 2 Millionen türkischen Mitbewohnern noch nicht soviel profitiert haben, was die Lyrik betrifft. Das Internet bringt noch dies und das, aber auch nicht immer rundum zufriedenstellend. Kleine Probe:
Sie weiß wirklich nicht, etwas über türkische Poesie, wenn Sie haben Nazim Hikmet nicht gehört, der noch. (hier)
Die Deutschen standen wirklich schon mal besser da:
Kategorie: Deutschland, TürkeiSchlagworte: Adnan Özer, Anthologien, Can Yücel, Fazıl Hüsnü Dağlarca, Gülten Akin, Gonca Özmen, Hans Bethge, Hans Magnus Enzensberger, Harald Hartung, Haydar Ergülen, Joseph von Hammer-Purgstall, lyrikline, Manfred Peter Hein, Metin Celâl, Nazım Hikmet, Oktay Rifat, Oktay Taftali, Refik Durbaş, Tugrul Tanyol, Ulrike Almut Sandig, Uwe Kolbe
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In diesem Zusammenhang noch ein eigennütziger Hinweis: beim poesiefestival berlin (4. – 12.6.) gibt es einen Abend mit Dichtern aus Istanbul, u.a. Kücük Iskender – was in der Folge auch heißt: es wird nicht bei zehn türkischen Dichtern auf lyrikline.org bleiben.
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küçük iskender: seine auftritte sind legendär… und mal zum übertragen für lyrikline empfohlen: die (istanbuler) dichterin lale müldür…
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In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis auf die Anthologie „Der große Conrady – Das Buch deutscher Gedichte“, in der mit Zafer Senocak und Zehra Cirak zwei türkischstämmige Autoren vertreten sind.
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da haben Sie recht. Aber die rechnen wir (was auch immer Erdoğan oder die türkischen Militärbehörden meinen mögen) natürlich zur deutschen Literatur. Überhaupt muß man konstatieren, daß die deutsche Literatur und namentlich auch die Lyrik vom Zufluß türkisch-, persisch- oder zB polnischstämmiger Autoren sehr profitiert. Es lebe der Zufluß!
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