30. Michael Krüger fragt

Michael Krüger, Chef des Hanser Verlags, fragt: „Warum traut man jeder noch so langweiligen Prosa mehr zu als einem Gedicht, das oft in zehn kurzen Zeilen für eine Sekunde den Himmel aufreißt?“
Er fragt: „Ist unsere Welt so prosaisch geworden, so auf die Aussage fixiert, dass der hohe Ton, auf den die Poesie gestimmt ist, wie eine Zumutung wirkt?“
Krüger ist Mitherausgeber einer Bibliothek für die Ohren, in der Lyrik mehr denn je die Stimme ihrer Dichter hat: 122 Autorinnen und Autoren aus 100 Jahren lesen eigene (insgesamt 420) Gedichte vor.

Über die Dichterstimmen:

Unauffällig liest Bernhard. Paul Celan singt fast. Karl Kraus singt wirklich („Das Lied von der Presse“). Ingeborg Bachmann haucht. Hermann Hesse vibriert. Anton Wildgans bebt. Franz Werfel nimmt sich wichtiger als Kurt Schwitters. Benn ist sehr berlinerisch, Friederike Mayröcker und Elfriede Gerstl haben Wien im Zungenschlag. / Kurier 8.11.

One Comment on “30. Michael Krüger fragt

  1. lieber michael, du solltest wenigstens HEUTE einmal pasue machen, du wahnsinninger :-)) aber es ehrt dich daß du auch sonntags so tolle meldungen raushaust! yeah!!! und ICH MACHE heute pause, hahaha. brunchen in meiner geliebten CROISSANTERIE und TAIJI im grünen. LITERATUR??? GIBTS ÜBERHAUPT NICHT!!! :-)))))) grußß vOM tOM

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