Lyrikzeitung & Poetry News

18. Mai 2012

54. Verstehen, eine schlechte Praxis

Von Bertram Reinecke

Technische Anmerkung: Reineckes Aufsatz hat 50 Anmerkungen, die fast noch ein zweiter Aufsatz sind. Leider zickt wordpress bei den Sprungmarken. Ich suche nach einer Lösung (vielleicht hat jemand einen Tip?). Bitte behelfen Sie sich einstweilen mit Hoch- und Runterscrollen: es lohnt sich!

Merkwürdig: Immer wenn Stolterfoht sich poetologisch äußert, scheint in den Debatten darum alsbald ein Nebel heraufzuziehen. Der eine sieht dies, der andere das, aber über das, was da vor einem liegt, wird man sich nicht einig. Dies war bei seinen kurzen Bemerkungen im Jahrbuch der Lyrik der Fall. Dies war einige Zeit vorher auch bei seinem Beitrag für die Bella Triste so gewesen obwohl Ulf Stolterfoht sich einer klaren poetologischen Prosa bediente. Ist dies ein Indiz dafür, dass er an ein Tabu rührt? [1]

Dann könnte eine Debatte um seine Ideen sehr wichtig sein und deswegen möchte ich hier erneut Stellung zu seiner Position beziehen. [2] Um den Quereinstieg zu ermöglichen gehe ich erneut vom Text im Jahrbuch der Lyrik aus. Was dazu ansonsten von anderen und von mir geäußert wurde versuche ich [3] so weit wie möglich außen vor zu lassen.

Einen Ausgangspunkt gewinnen: Worüber wird geredet

Zunächst: Man kann die ganze Aufregung über Stolterfohts Text nicht verstehen, wenn man annähme, er habe sich einfach über seinen Gedichtgeschmack geäußert. Denn dass sich ein Dichter vielleicht für unverständlichere Gedichte mehr, für pointierte, abgesehen von ihrer Regelhaftigkeit und ihrem Anarchismus weniger interessiert, ein anderer für komische und unverständliche, ein dritter für ernste und verständliche, dass also Geschmäcker verschieden sind, bedarf keiner Diskussion. Überdies war spätestens aus seinen eigenen Gedichten erschließbar, dass Stolterfoht solche Präferenzen hat, wie er sie vorsichtig fragend und im Konjunktiv äußert.

So banal sieht der Inhalt nur aus, wenn man vorgeht wie ein Deutschlehrer, der seinen Schülern eine Aufgabe stellt oder wie ein Schüler, der eine solche Aufgabe löst. Man zieht einen Rahmen um das Problem: Was ist denn nun unstrittig Inhalt des Textes? [4] Aber da beißt sich die Katze in den Schwanz: Wenn man den Text völlig theoretisch nur als Anlass zu seiner eigenen Zusammenfassung gebraucht, mag das der wesentliche Inhalt sein. Man kann Texte aber eben auch auf verschiedene Weise gebrauchen. Er handelt auch von der Höflichkeit Stolterfohts, vielleicht von seinen Ideologien u.s.w. Allerdings: Man muss dann einen anderen als einen standardneutralen Kontext wählen. Er handelt dann von anderen Gegenständen.

Dass sich etwas als Standard etabliert hat, ist Ergebnis der lehrenden Praktiken. Wo ein Text auf einen neuen Kontext trifft, entstehen fortwährend neue Bedeutungen. Ein Text hat damit einen unabmessbaren Inhalt. Mit Bezug aufs Gedicht wird dies oft mit Emphase behauptet[5], es ist aber eine Eigenschaft von Sprache überhaupt. Das Gedicht nimmt hier keinerlei bemerkenswerte Sonderstellung ein. Dies impliziert auch Stolterfohts Bella Triste Essay. Soll das Gedicht das Ziel haben, das „Verstehen zu verstehen“, dann ist der zwanglose Übergang von seiner Sprachform zu anderen dafür Bedingung, ansonsten könnte man ja nur das Verstehen des Gedichts besser verstehen.[6]

Wählt man einen Kontext, der nach der Praxis des Umgangs mit Gedichten fragt, dürfte man weiter kommen. Immerhin handeln nur zwei, wenn auch vielleicht gewichtige, Absätze seines Jahrbuchnachworts explizit von seinen Präferenzen, während diese und sieben weitere von den Schwierigkeiten und Freuden im Umgang mit fünf Kisten voller Gedichte künden.

Dieser Faden wird von seinen Kontrahenten dann auch ausgebaut, indem Hans Thill vom Deutschunterricht spricht, Praktiken wie Verbieten, Witze machen, Konfabulieren, Auswendiglernen, Rumreichen eingeworfen werden und Axel Kutsch seine essayistischen Umgangsformen mit einem Boxkampf vergleicht. Über ein einzelnes Gedicht sind sich Axel Kutsch und Ulf Stolterfoht hingegen nicht so uneinig, wie es die Polemik nahelegt. Meine Gedichte z.B. lesen und berücksichtigen sie als Herausgeber beide, auch über die Qualität der Texte von, sagen wir, Karl Mickel könnten sie sich einig werden. Bei Thill und Trahms hingegen könnte man sich auch auf die Suche machen, ob sie trotz des Zugeständnisses gemeinsamer Präferenzen nicht hie und  da uneins mit Stolterfoht wären bei der Bewertung einzelner Gedichte, oder inwieweit die Zugeständnisse, die sie Stolterfohts Position offensichtlich machen, nicht eher argumentationstechnischer Natur sind, indem ihre Texte nach dem Muster „Ja, aber“ gebaut sind. Es bleibt auch die Frage, warum Ulf Stolterfoht hier keine Beispiele gebraucht, um seine Aussagen plastisch zu machen, wie er es beispielsweise einige Monate später dem Deutschlandfunk gegenüber getan hat.

Es gibt also etwas an dieser Diskussion, was über die Worte auf dem Papier des Jahrbuches weit hinaus reicht und mir fiel dabei auf, dass viele der gegeneinander gemachten Einwände eine unterschiedliche Auffassung bzw. Verständnisweise dessen zu Grunde liegt, was wir tun, wenn wir mit Texten umgehen.

Wie Hans Thill in seiner Antwort auf Stolterfoht[7] benutze ich hier also einen klassischen Schachzug der Interpretationskunst. Er weitet den Rahmen. Ich tue das gleiche und erweitere zunächst den Textkorpus.

Die zentrale Denkfigur?

In seinem Text für Bella Triste hatte sich Ulf Stolterfoht bereits vorher zum Thema „Verstehen“ geäußert: Es gäbe „ein Mißverständnis gegenüber dem Begriff des Verstehens: so wie es möglich sei, eine Bedienungsanleitung oder ein Kochrezept zu verstehen, müsse es, bei entsprechendem Vorwissen, möglich sein, ein Gedicht zu verstehen. Hier liegen gleich mehrere Hunde begraben. Ich bin mir nämlich überhaupt nicht so sicher, ob es tatsächlich möglich ist, einen Gebrauchstext im intendierten Sinne zu verstehen.“ Was würde es bedeuten, wenn man in diesem Satz mehr als eine paradoxale Provokation sähe? Zunächst: Um die Verständlichkeit oder  Unverständlichkeit eines konkreten Gedichts geht es nur mittelbar. Was verstehen wir überhaupt, wenn wir nicht einmal eine Gebrauchsanweisung verstehen? Hier setzt Hans Thill mit seiner Hermeneutik an, indem er das, was Stolterfoht vorschwebt, implizit  zur Deckung bringt mit dem Gemeinplatz der Hermeneutik „Verstehen ist immer Mißverstehen.“ So lässt sich, Thill meint das, einigermaßen mit einem Verstehensbegriff leben, den Stolterfoht, dem Thills Verständnisbegriff aus seinem Studium noch vertraut sein dürfte, hartnäckig ablehnt.

Stolterfohts Kritik am Verstehensbegriff zielt jedoch in eine ganz andere Richtung. Sie erinnert stark an diejenige Wittgensteins. Das ist kein Zufall. Stolterfoht kennt und schätzt insbesondere auch das Spätwerk „Philosophische Untersuchungen“  des Denkers und man wird dies kaum tun können, ohne sich zu dessen radikaler Umdeutung des Verstehensbegriffs zu positionieren, insofern es nicht übertrieben ist, diese als das Zentrum dieser Philosophie anzusprechen. Wittgenstein möchte unter anderem zeigen, dass es kein stärkeres Kriterium für ein glückendes Verstehen gibt und geben kann, als die Fortsetzung einer symbolischen Handlung durch weitere symbolische und nichtsymbolische Handlungen.[8] Insbesondere verwendet er eine große Sorgfalt darauf zu belegen, dass nirgends in der Sprache und auch nicht in Mathematik oder Geometrie[9]ein Gedankeninhalt oder ein Vorstellungsbild von hingeschriebenen Zeichenreihen ablösbar ist, der als Garant für geglücktes Verstehen einstehen könnte. Es können also die üblichen Bilder des Verstehens in der Philosophie, insofern sie immer auf ein Etwas hinter den Worten – Vorstellungen, Bilder, Begriffe oder  Gedanken  –zurückgreifen, das, was wir Verstehen nennen, nicht erklären.[10]

(weiterlesen…)

3. April 2012

8. Edit 57

Bei Fixpoetry Armin Steigenberger über das neue Edit:

Die Gedichte des polnischen Dichters Miron Białoszewski, übersetzt von Dagmara Kraus, frappieren. Sie wirken auf den ersten Blick simpel und sehr reduziert.

STUDIUM DES SCHLÜSSELS

Der Schlüssel
riecht wie Nagelwasser
schmeckt nach Elektrizität
und als Frucht
ist er herb
unreif
an sich ganz und gar
Kern.

Oft auf lapidare Dinge wie Sinneseindrücke fokussiert geben sie alltägliche Dingen wieder, entfachen dennoch, meist zum Ende hin, in Texten wie Bemusung oder einer selbstironischen „Ode“ über einen bekommenen und wieder genommenen Ofen oft ihr ganzes sprachgewaltiges Potenzial. …

Ebenfalls sehr spielerisch schrieben Elfriede Czurda und Ferdinand Schmatz je ein, Michael Lentz zwei Anagramme nach einem Text von Carlfriedrich Claus, rinde der bäume. Christian Steinbacher rundet mit einer „Anagrammfolge“ von gleich 6 Texten den Zyklus ab, von daher ist die Kapitelüberschrift „Vier Gedichte“ ein glattes Understatement. Es wären so gesehen 10 Einzelanagramme, nicht eingerechnet den Ausgangstext von Carlfriedrich Claus – jenes visionären experimentellen Künstlers, der die Grenzen von Stimme, Papier und Schrift zu Rändern werden ließ, zu Nähten, die die Wirklichkeit neu zusammensetzten, steht in einer Fußnote. Alle Texte lösen auf ihre Weise originell den Anspruch ein.

Außerdem u.a. über Konstantin Ames, Georg Leß und amerikanische Essays

Edit 57, Papier für neue Texte, hrsg. von Literaturverein Edit e. V., 2012
Redaktion: Jörn Dege, Kerstin Preiwuß, Mathias Zeiske

22. März 2012

98. 4 im Kreuzwort

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 23:06

KREUZWORT am 26.03.: K. AMES, P. DIETZE, S. KORNAPPEL & D. KRAUS

KREUZWORT wird 1 1/2 Jahre alt! Und lädt ein:

Vielleicht, vielleicht aber auch nicht mit Partyhütchen versehen erscheinen am 26.03. dann Konstantin AmesPeter Dietze, Simone Kornappel und Dagmara Kraus bei uns. Ihr könnt ebenfalls dabei sein. Geschenke sind gern gesehen, 3€ Eintritt sollten ebenso eingeplant werden wie festes Schuhwerk. Einlass ist ab 20h und sollten Euch Eure Eltern des nachts abholen, sagt ihnen bitte, dass die Party in der Reuterstraße 39 stattfindet, genauer gesagt imDamensalon. Statt in Zellophanpapier eingewickelte Bonschen könntet Ihr alternativ auch Konstantin Ames‘ letzten Band mit nach Hause nehmen, der fast so alt ist wie wir. Oder Dagmara Kraus‘ Debüt, das erst vor Kurzem das Licht der Leipziger Buchmesse erblickte. Oder die Hoffnung, dass Simone Kornappels Erstling ebenfalls bald seinen Weg in unsere Bücherregale findet. Oder vielleicht verrät Euch Peter Dietze, ob er auch schon was in Planung hat. Oder einfach eine Menge Spaß. Tröt.

Konstantin Ames. Geboren 1979. Lebt als Autor, Übersetzer und Texter in Berlin. Das Debüt „Alsohäute“ erschien 2010 in der von Urs Engeler herausgegebenen Reihe roughbooks. Zuletzt erschien, im Literaturheftrandnummer ein Ausschnitt aus dem Roman „Verbleichen immer, verblichen nimmer“

Einen Ausschnitt aus dem Essay hmlich ist hier als PDF einseh- und anlesbar.

Peter Dietze. 1987 in Dresden geboren, studierte Geschichte und Literatur in Erfurt und Ústí n. L., seit 2011 in Frankfurt/O. Lebt und arbeitet in Berlin. Veröffentlichungen u.a.
in den Zeitschriften hEFt, h_aluze, randnummer und trashpool. Mitherausgeber des WORTWUCHS Literaturjournals.

Simone Kornappel. Mitherausgeberin der randnummer literaturhefte und -betreiberin von lyrikkritik.de. Debüt “Raumanzug” bald bei luxbooks.

Dagmara Kraus, 1981 in Wrocław geboren, studierte Komparatistik und Kunstgeschichte in Leipzig, Berlin und Paris und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut. Soeben ist “kummerang”, ihr Debüt, bei kookbooks erschienen sowie eine Auswahl von Gedichten Miron Białoszewskis in ihrer Übersetzung bei Reinecke & Voß.

Jeweils mit Textproben und dem netten Hinweis:

Klicken und in völler Gänze genießen (aber bitte nicht raubkopieren!) hier

23. Februar 2012

103. Warum sollte man auch sonst Gedichte lesen?

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 00:51

Es ist eine Weile her, dass mich ein Gedichtband so herausgefordert hat wie Ames’ Alsohäute (was, um das Rätsel gleich aufzulösen, die phonetische Schreibweise von „Also heute“ ist – „also“ substantiviert: „mein Also“).

Thomas Klings geschmacksverstärker war auch so ein furioser Angriff gegen das Glatte. Glattheit als ästhetische Kategorie, bei Kling speziell bezogen auf das schlicht gestrickte 70er-Jahre-Gedicht, das er so verabscheut hat, seine brav gekämmte Optik.

Eines von Ames’ Gedichten heißt „leipziger langhaariges“, und das ist schon mal ein Statement. Doch anders als Kling, dessen frühe Punk-Attitüde auch etwas aggressiv Bleckendes, Bellendes haben konnte, kommt Ames eher als freundlicher Rocker daher, allein sein toller Übermut scheint aus derselben anarchischen Quelle zu schöpfen.

(…)

Ames’ Gedichte setzen dem Leser Widerstand entgegen, provozieren im ersten Moment vielleicht sogar Abwehr. Ames weiß darum: „Viele Leser […] lassen sich von Buchstaben auf Papier in die Irre führen. Erwarten Rührung, Erbauung und sind dann enttäuscht, wenn der Text etwas anderes tut. Was er soll.“

Er ist ein Formartist und schneller Wortspieler, wer mithalten will, muss zum geduldigen Verstehen bereit sein. Doch warum sollte man auch sonst Gedichte lesen, wenn nicht, um sich für eine Weile dem betäubenden Alltagslärm zu entziehen und sich in die hinhörende Begegnung mit dem Text zu versenken? Die Gedichte bauen jedenfalls auf Begegnung, und wer sich Zeit lässt, wird immer mehr in ihnen entdecken, seien es Anspielungen auf Ringelnatz, Goethe, Joyce oder die Bibel, Überkritzelungen geflügelter Worte („Banane ist hase, ich weiß von nutz“), Verballhornungen („Ideejoten“, „Poente“), fremdsprachige Einsprengsel, herrlich alberne Anleihen an Dialekt (Hessisch, Sächsisch) und Kindersprache („Augenkacki“), pseudosentenziöse Eigenzitate… oder neue Wortfelder, z. B. den Jargon der Graffiti-Sprayer im Gedicht „giraffe auf fotografien. eine ’tschuldigung“.

/ Meinolf Reul, textem.de

Konstantin Ames, Alsohäute. Gedichte. Herausgegeben von Urs Engeler.
roughbooks, Leipzig und Holderbank (Solothurn) 2010, 58 Seiten, 7,50 Euro. bestellen@roughbooks.ch

17. Februar 2012

74. Ästhetik der Dissidenz

Eine wesentlich konturiertere Ästhetik der Dissidenz finden wir in der vierten Ausgabe des Literatur­heftes „randnummer“. Hier kann man kleine Meisterstücke entdecken, etwa die „bild­gebenden verfahren“ des Dichters Nicolai Kobus, eine kleine, artistisch gefügte Kollektion von Gemäldegedichten. Der verstörendste Text des Heftes ist freilich eine kleine Rollenprosa des Dichters Konstantin Ames, die in die Spätzeit der DDR zurückblendet und ein saarländisch-brandenburgisches Dichtertreffen rekonstruiert. Eine Episode, die offen lässt, inwieweit sie als Fiktion oder als klandestines Protokoll zu lesen ist.

Als schrille Neutöner, die auf die bewährten Verfahren der schnellen Schnitte und der schroffen Montage­techniken setzen, exponieren sich in der „randnummer“ und im „]trash[pool“ die Lyriker Kristoffer Cornils und Richard Duraj. Der 1987 geborene Cornils präsentiert eine „Haiku­zerstückelung“, die sich aggressiv gibt, gleichwohl – ähnlich wie in Brinkmanns „Highkuh“-Adaption – die mystischen Qualitäten der japanischen Gedichtform erhalten will. / Michael Braun, Poetenladen

Randnummer No 4  externer Link
c/o S. Kornappel, Okerstr. 43, 12049 Berlin. 108 S., 5 Euro.

Trashpool, Heft 2 (2011)  externer Link
Neckarhalde 8, 72070 Tübingen. 104 S., 5,20 Euro.

10. Januar 2012

40. Mörike-Preis für Jan Peter Bremer, Förderpreis für Ames

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 00:12

Den Mörike-Preis der Stadt Fellbach 2012 erhält der in Berlin lebende Romanautor und Erzähler Jan Peter Bremer, Jahrgang 1965. Er wurde von der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff gewählt, die diesmal als Vertrauensperson fungierte. Im vergangenen Jahr erschien von Jan Peter Bremer der viel beachtete Roman ‘Der amerikanische Investor’ (Berlin-Verlag). Der Mörike-Preis ist mit 12 000 Euro dotiert und wird am 7. März 2012 verliehen. Den Förderpreis in Höhe von 3 000 Euro hat Jan Peter Bremer dem Lyriker Konstantin Ames zuerkannt. /  Süddeutsche Zeitung 3.1.

8. Januar 2012

34. Stahlgewitter

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 20:51

Nach Diekmann-Krieg jetzt Jünger-Stahlgewitter. – Konstantin Ames kommentiert:

Der Vergleich der selbstverschuldeten Ertappt!-Malaise mit einem Weltkriegsszenarium, geschildert in einer nihilistischen Bekenntnisschrift (aus dem Dunstkreis der sog. Konservativen Revolution), die “In Stahlgewittern” von Ernst Jünger ist, verrät, dass dieser Bundespräsident offenbar nicht in historischen Dimensionen zu denken in der Lage ist. Oder es handelt sich bei der Person von Christian Wulff um einen geschmacklosen Provokateur am Rand des Nervenzusammenbruchs.

15. Dezember 2011

55. In heutigen Zeitschriften

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , , , , — lyrikzeitung @ 02:33

Wenn man sich in heutigen Zeitschriften nach den ästhe­tischen Erben der historischen Avant­garde­bewe­gungen umsehen will, muss man eine Lupe zu Hilfe nehmen. Denn viele Innova­tions­bemü­hungen der soge­nannten jungen Schrift­stel­ler­generation nehmen sich aus wie matte Stil­übungen lite­rarischer Prakti­kanten. In der typo­grafisch zwar ein­falls­reichen, textuell eher substanz­armen Zeit­schrift für „junge Literatur“ „BELLA triste“, die soeben mit dem Förder­preis der Kurt-Wolff-Stif­tung aus­gezeichnet worden ist, weht – im Hinblick auf avantgar­dis­tische Konzepte – bestenfalls ein laues Lüftchen. Neugierig machen in Heft 31 immerhin die Gedichte von Jan Skudlarek, dessen lite­rarische Referenz­figuren aus der aller­jüngsten Gegen­wart stammen, wird hier doch in markanter Signal­gebung ein „rainald­goetz­gesicht“ aufgerufen.

Sehr viel mehr Abenteuer des Ästheti­schen ermöglicht das neue Heft, die Nummer 57 der Leipziger Literaturzeitschrift EDIT. Hier findet man aufregende Es­says junger ameri­kanischer Autoren, etwa von Wayne Koesten­baum über „Hei­deg­gers Geliebte“, ein Text, der sich spiele­risch-asso­ziativ durch die deutsche Philo­sophie schlän­gelt. Zu den bemer­kens­werten Funden in EDIT gehören auch Ana­gramme und Über­schrei­bungen eines Gedichts von Carl Friedrich Claus, des visionären expe­rimen­tellen Künstlers und Grapho­manen, der seine Texte syste­matisch in faszi­nierende Schrift­bilder verwandelte. Hier treibt sich auch der sprach­ver­rückteste Dichter der jungen Generation herum, der aus dem Saarland stammende und in Berlin lebende Konstantin Ames, der in wort­akro­batischer Ver­gnügung einige Stilmasken aufsetzt und sprach­reflexiv dekon­struierte „Weltwaisen“ zum Besten gibt. „Vor stil­faschisten : barrikaden er­richten“, postuliert da beispiels­weise ein Text, der verschie­dene Dichter­gesten parodiert und am Ende in ironi­scher Verkeh­rung fordert: „Den jungdichtern ist komplexi­täts­reduk­tion zu wünschen = 1. brandrede an die stol­terfoht­epigonen“. Diese Produk­tions­anweisung, Gedichte zu er­mäßigten herme­neutischen Konditionen zu schreiben, wird jedoch sehr wahr­schein­lich von Konstantin Ames nie befolgt werden. / Michael Braun, Poetenladen

BELLA triste, H. 31
Neustädter Markt 3-4, 31134 Hildesheim. 106 Seiten, 5,35 Euro.

Edit Nr. 57
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig. 130 Seiten, 5 Euro.

10. Dezember 2011

43. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (2)

Einsortiert unter: Österreich, Brasilien, Deutsch, Deutschland, Englisch, Frankreich, Französisch, Iran, Island, Italienisch, Persisch, Portugiesisch, Rätoromanisch, Schweiz, Serbien, Serbisch, Simbabwe, Tschechien, Tschechisch, USA — Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , — lyrikzeitung @ 23:28

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 5 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur C – Ha. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Odile Caradec: Le Ciel, Le Cœur / Der Himmel, das Herz. Französisch-deutsch. Übertragung von Rüdiger Fischer. Éditions En Fôret / Verlag Im Wald. 258 S.
  2. Daniil Charms: Werke in 4 Bänden. Hrsg. von Vladimir Glozer und Alexander Nitzberg. Galiani, Berlin 2011.
  3. Chirikure Chirikure: Aussicht auf eigene Schatten. Gedichte. Dreisprachige Ausgabe, deutsch-englisch-shona. Herausgeber: Indra Wussow, Übersetzung: Sylvia Geist. 120 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Hardcover, Fadenheftung, mit CD. Das Wunderhorn 2011.
  4. Seymour Chwast: Dantes Göttliche Komödie. Adaptiert und gezeichnet von Seymour Chwast. Aus dem Englischen von Reinhard Pietsch. München: Knesebeck 2011, 128 S.
  5. Karl Corino ∙ In Bebons Tal. Neue Bilder aus Bebenhausen, 136 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, Klöp­fer & Meyer, Tübingen 2011.
  6. Ann Cotten: Pflock in der Landschaft. EdK / Distillery, Berlin 2011 (Schock-Edition).
  7. Carl Cairo Cramer: Dorn, ohne Alpha und Omega. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
  8. CRAUSS. lakritzvergiftung. Verlagshaus J. Frank Berlin. Quartheft 29 // Edition Polyphon. 179 Seiten
  9. H.D.: Denken und Schauen : Fragmente der Sappho. (roughbooks 016)
  10. Christoph Danne · finderlohn, 107 Seiten, Broschur, tauland-Verlag, Köln 2011.
  11. Dietmar Dath: Gott ruft zurück. Connewitzer Verlagsbuchhandlung. 55 Seiten
  12. Jan Decker: Der Abdecker, Essay, Prosa, Gedichte, Vorwort: Jürgen Brocan, Illustrationen: Wienke Treblin, FIXPOETRY.Verlag, Hamburg Dezember 2011.
  13. Dedović, Dragoslav [Hrsg.]: Ulaznica : Srbija: panorama pesništva 21. veka. – Eintrittskarte / Panorama der serbischen Lyrik im 21. Jahrhundert. Klagenfurt : Drava, 2011. 359 S. Texte von Nina Živančević, Zvonko Karanović, Danica Vukićević, Živorad Nedeljković, Dejan Ilić, Vojislav Karanović, Nenad Milošević, Rade Tanasijević, Marija Knežević, Saša Radojčić, Saša Jelenković, Dejana Nikolić, Oto Horvat, Srđan Valjarević, Petar Miloradović, Ana Ristović, Nenad Jovanović, Milena Marković, Miloš Živanović, Alen Bešić, Željko Mitić, Jasmina Topić, Enes Halilović, Petar Matović, Dragana Mladenović, Siniša Tucić, Marjan Čakarević, Ljiljana Jovanović und Maja Solar.
  14. Udo Degener (Hg.): Deine Dummheit ist nicht zu ertragen. Gedichte über böse Weiber. Von: Blum, Blumauer, Boie, Brockes, Cartheuser, Castelli, Ebersberger, Epple, Förg, Friedreich, Goekingk, Hartleben, Haug, Hengeler, Karsch, Koller, Küttner, Langbein, Lessing, Logau, Marx, Neukirch, Niedermayer, Opitz, Pfeffel, Presber, Rachel, Ratschky, Richey, Rosegger, Rückert, Saphir, Schubart, Thümmel, Tucholsky, Weckherlin, Wedekind, Zuckermandel (edition grillenfänger 25). 60 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  15. Udo Degener (Hg.):  Gorilla, Pavian, Madrill. Affengedichte von: Abschatz, Busch, Castelli, Fröhlich, Grillparzer, Hagedorn, Hartleben, Hebbel, Hey, Heym, Heyse, Hoffmann-Donner, Kaulbach, Klabund, Lessing, Lichtwer, Liliencron, Mertens, Michaelis, Müller, Nicolay, Niedermayer, Pfau, Pfeffel, Presber, Thoma, Trojan, Weisse, Weissmann, Zöllner (edition grillenfänger 21). 40 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  16. Klaus Peter Dencker (Hrsg.): Morgenstund hat kurze Beine. Unsinnspoesie. Reclam Stuttgart 2011.
  17. Stefan Döring ∙ morgestern, 48 Seiten, geheftete Broschur, Verlag Peter Engstler, Ost­heim/Rhön 2011.
  18. Anne Dorn ∙ Wetterleuchten, 79 Seiten, Nachwort von Jayne-Ann Igel, Hardcover mit Schutz­umschlag, poe­tenladen Verlag, Leipzig 2011.
  19. Richard Dove · Straßenbahn, Hiroshima. Gedichte. Mit einem Nachwort von Pia-Elisabeth Leuschner. 300 Seiten, geb., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  20. Edit. Papier für neue Texte 56. Hg. vom Literaturverein Edit e.V., Leipzig. Gedichte von Jan Imgrund, Anke Bastrop, Rick Reuther, Kenah Cusanit, Mirko Wenig, Sonia A. Petner, Renate Rasp.
  21. Edit. Papier für neue Texte. Edit 57. Hg. vom Literaturverein Edit e.V., Leipzig. Gedichte von Konstantin Ames, Miron Bialoszewski, Georg Leß; Anagramme von Elfriede Czurda, Michael Lentz, Ferdinand Schmatz und Christian Steinbacher zu einem Gedicht von Carlfriedrich Claus.
  22. Sara Ehsan ∙ Deutschland Mon Amour, Gedichte, illustriert von Hannes Haus, Sujet Verlag 2011
  23. Joseph von Eichendorff · Und es schweifen leise Schauer. Die schönsten Gedichte, herausgegeben und mit ei­nem Nachwort versehen von Karl-Heinz Ott, 127 Seiten, Hardcover, Hoffmann und Campe, Hamburg 2011.
  24. Erwin Einzinger: Die virtuelle Forelle. Jung & Jung. 143 Seiten
  25. Urs Engeler (Hg.): Zwischen den Zeilen. Eine Zeitschrift für Gedichte und ihre Poetik. Nr. 32, Januar 2011. Variations sérieuses – Neue Musik trifft neue Poesie. Ein Projekt der Sing-Akademie zu Berlin, hrsg. von Christian Filips. Mit Compact Disc. 117 S. Beiträge von Ann Cotten, Sebastian Elikowski-Winkler, Christian Filips, Mara Genschel, Christoph Herndler, Harald Muenz, Florian Neuner, Monika Rinck, Arne Sanders, Ulrich Schlotmann, Christian Steinbacher, Katia Tchemberdji, Asmus Trautsch.
  26. Urs Engeler (Hg.): Quarta Lingua Quadrophon – vier Miniaturen von Luzius Keller zu vier rätoromanischen Gedichten und deren Übersetzung ins Deutsche, Französische und Italienische. roughbook 017, Zürich und Solothurn, November 2011. Gedichte von Andri Peer, Luisa Famos, Vic Hendry. 62 S.
  27. Jürgen Engler (Hg.): So knallvergnügt: Hundert Gedichte über das Glück. 192 Seiten. Aufbau.
  28. Epidemie der Künste (Hg.): floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation, H. 18, 2011. Gedichte von Kai Pohl, Rex Joswig, Ernst Fuhrmann, Johannes Witek, Ernst-Jürgen Dreyer, Emmanuel Eni, Ronald Galenza, Clemens Schittko, Schwartz, Andreas Paul, HEL Toussaint, Niccolò Agnoli, Ralf S. Werder, Alex Galper, Jörg Burkhard, Siegfried Strauch; Kai Pohl über “Matthias” BAADER Holst, weitere Texte von Scheiffele, Paul Günter Krohn, Ann Cotten, Bertram Reinecke u.v.a. Beilage: lauter heiland 0. (zu einem Kommentar von Knofo, Texte von Alexander Krohn, Thomas Steiner, Tom de Toys u.a.).
  29. Herbert Fehmer · die welt braucht keine dachdecker. Gedichte. 88 Seiten, Klappenbroschur, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  30. Joachim Feldmann ∙ Frank Lingnau u.a. (Hg.) · Am Erker. Zeitschrift für Literatur, 61. Ausgabe: Über Gren­zen, Geschichten ∙ Gedichte ∙ Essays, u.a. mit Gedichten von Gernot Wolz und Johannes Witek, Essay von Martin Brinkmann über Matthias Baader Holst, 160 Seiten, Bro­schur, Daedalus Verlag, Münster 2011.
  31. Michael Fiedler ∙ Geometrie und Fertigteile, Nachwort von Jan Kuhlbrodt, 63 Seiten, Hardco­ver mit Schutz­umschlag, poe­tenladen Verlag, Leipzig 2011.
  32. Julietta Fix (Hg.) ∙ Brennpunkte. Lyrik aus der Schweiz, Gedichte von Irène Bourqin ∙ Brigitte Fuchs ∙ Svenja Herrmann ∙ Marianne Rieter ∙ Nathalie Schmid ∙ Elisabeth Wandeler-Deck, Illust­rationen von Judith Sombray, 68 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  33. Julietta Fix (Hg.) ∙ ein Bild von einem Gedicht, Bilder und Gedichte von Michael Arenz, ∙ Klara Beten, ∙ Jan Decker ∙ Peter Ettl ∙ Sabine Georg ∙ Herbert Hindringer ∙ Magdalena Jagelke ∙ Ulrich Koch ∙ Sünje Le­wejohann ∙ Undine Materni ∙ Frank Norten ∙ Silke Peters ∙ Sophie Reyer ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Iris Thür­mer ∙ Janin Wölke ∙ Michael Zoch, 116 Seiten, Broschur, Querformat, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  34. Kurt Flasch: Warum hat Dante Odysseus in die tiefste Hölle verbannt? Münchner Reden zur Poesie. Herausgegeben von Ursula Haeusgen und Frieder von Ammon. Rede #9, gehalten am 19. Juli 2010 im Lyrik Kabinett. 23 Seiten.
  35. Kersten Flenter ∙ Die fetten Haare sind gewaschen, 52 Seiten, geheftete Broschur, Ariel-Ver­lag, Ried­stadt 2011.
  36. Johannes CS Frank und Aurélie Maurin (Hgg.): Zeitkunst. Lyrik und Prosa. Zweisprachig: deutsch und französisch. Verlagshaus J. Frank Berlin. 240 Seiten.
  37. Angelica Freitas, rilke shake, gedichte, zweisprachig. aus dem brasilianischen portugiesisch von odile kennel, luxbooks 2011
  38. Hans-Joachim Gelberg (Hrsg.): Wo kommen die Worte her? Neue Gedichte für Kinder und Erwachsene. Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 2011. 262 S.
  39. Ali Ghazanfari · Falsche Züge, Gedichte, Engelsdorfer Verlag 2011
  40. Traugott Giesen (Herausgeber): Gedichtekalender Kleiner Bruder 2012. Beck. 25 Seiten.
  41. Tina Gintrowski · PENG. Lyrikstories und andere Gedichte, 86 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, poetenla­den Verlag, Leipzig 2011.
  42. Peter Goßens (Hrsg.) · »So etwas wie eine Bukowiner Dichterschule«. Ernst Schönwieses Briefwechsel mit Dichtern aus der Bukowina (1947/1948). Vorwort von Peter Goßens (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 57). 3 Abb., 64 Seiten, Klappenbrosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  43. Benoît Gréan: PSA 14 / Petite suite attique / Kleine attische Suite / Piccola suite attica (französisch, deutsch, griechisch, italienisch). Herausgegeben von G. H. H., hochroth Verlag 2011.
  44. Andrea Grewe, Hiltrud Herbst und Doris Mendlewitsch (Hgg.): Fliegende Wörter 2012. Postkartenkalender. Daedalus. 56 Seiten
  45. Durs Grünbein: Limbische Akte. Gedichte. Ausgewählt u. mit einem Nachwort von Norbert Hummelt. Stuttgart: Reclam 2011. 365 S.
  46. Gert Robert Grünert, „Flußschnellen“, Neun Gedichte und ihre Analyse, 128 Seiten, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2011.
  47. Oskar Gudmundsson: Snorri Sturluson. Homer des Nordens. Eine Biografie. Aus dem Isländischen von Regina Jucknies. Böhlau-Verlag, Köln 2011. 447 S., Fr. 35.50.
  48. Gumz, Alexander: Ausrücken mit Modellen. Kookbooks. 88 S.
  49. Egon Günther: unsortierte wahrnehmungen. gedichte und prosa. medien streu. Engstler Verlag, Ostheim/Rhön 2011, 72 S.
  50. Florian Günther: Ausgemistet. Gedichte 1989 – 2011. Taschenbuch, 336 S. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2011.
  51. Philipp Günzel, Simone Kornappel (Hg.): randnummer. literaturhefte 04, September 2011, 128 S. Gedichte von Dennis Büscher-Ulbrich, Kristoffer Patrick Cornils, Max Czollek, Nicolai Kobus, Jan Kuhlbrodt, Tristan Marquardt, Robert Monat, Stephan Reich, Monika Rinck, Tibor Schneider, Sabine Scho, Mathias Traxler, Michael Zoch, Dmitry Golynko, Birgit Kreipe.
  52. Aldona Gustas, Untoter. Corvinus Presse.
  53. Victor Hadwiger · Wenn unter uns ein Wandrer ist (edition grillenfänger 19). 28 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  54. Matthias Hagedorn (Hg.) ∙ Rheintor Linz – Anno Domini 2011, 64 Seiten, Bilder ∙ Prosa ∙ Gedichte von Swantje Lichtenstein ∙ Peggy Neidel ∙ A. J. Weigoni ∙ Kurzessays über Stan Lafleur ∙ Swantje Lichtenstein ∙ Andreas Noga ∙ Francisca Ricinski ∙ A. J. Weigoni, Vor­zugsausgabe mit einem Holzschnitt von Haimo Hieronymus, Hardcover, Edition Das Labor, Bad Mülheim 2011.
  55. František Halas, „Töt ich den Schatten der krächzt“, Gedichte, ausgewählt von Antonin Brousek, aus dem Tschechischen übertragen von Manfred Peter Hein, mit einem Essay von Ludvik Kundera, herausgegeben von Volker Demuth und Swantje Lichtenstein, Edition Poema im Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.
  56. Mehrzad Hamzelo ·  Rudolf Kraus ·  Gorji Marzban (Hrsg.) · Neun Gärten der Liebe. Zeitgenössische persische Liebesgedichte, Edition Roesner 2011

28. November 2011

115. Mörike für Bremer und Ames

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 00:14

Seit 1991 vergibt die Stadt Fellbach im Andenken an den Dichter Eduard Mörike den Mörike-Literaturpreis. 2012 erhält der in Berlin lebende Romanautor und Erzähler Jan Peter Bremer diese Auszeichnung. Er wird den Preis am 7. März 2012 entgegen nehmen. Den Förderpreis in Höhe von 3 000 Euro hat Jan Peter Bremer dem Lyriker Konstantin Ames zuerkannt. Die Verleihung des Mörike-Preises ist stets mit den Fellbacher Literaturtagen verknüpft. Sie dienen der Beschäftigung mit dem Werk des Preisträgers, beleuchten aber auch Mörike selbst immer wieder neu. / SWR

Ältere Artikel »

Theme: Silver is the New Black. Bloggen Sie auf WordPress.com.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 241 other followers