Kategorie: Jiddisch

100. Meridian Czernowitz

Zum neunzigsten Geburtstag des großen Celan veranstaltet seine Vaterstadt erstmals ein Poesiefestival, hat Dichter aus halb Europa, vor allem aus den deutschsprachigen Ländern, dorthin geladen, wo zwischen 1880 und 1940 eine der unerhörtesten Explosionen von Kreativität stattfand, die es in Europas Kultur je gegeben… Continue Reading „100. Meridian Czernowitz“

128. Messerscharfe Wirklichkeit

Auch Sutzkevers Gedichte sprechen mit einer für den Alltagsverstand transparenten und logischen Diktion; das Phantasmagorische verdunkelt nichts, sondern verstärkt das Mitzuteilende. So beschreibt der Dichter „Die erste Nacht im Getto“: „Können Schiffe auf festem Lande versinken? / Ich spür: es sinken Schiffe unter mir…“… Continue Reading „128. Messerscharfe Wirklichkeit“

99. Zum Tod des jiddischen Dichters Abraham Sutzkever

Von Uwe Wittstock, Die Welt 22. Januar 2010: Der große jiddische Dichter Abraham Sutzkever ist im Alter von 97 Jahren in Tel Aviv gestorben. Er zählte zu den jüdischen Schriftstellern des 20.Jahrhunderts, deren Leben durch Vertreibung und Verfolgung in kaum vorstellbarem Maße gezeichnet war… Continue Reading „99. Zum Tod des jiddischen Dichters Abraham Sutzkever“

33. Minenfeld

Die besten Gedichte habe er im Getto geschrieben, sagte Abraham Sutzkever. Der jiddische Dichter, der heute 96-jährig in Israel lebt, war 27 Jahre alt, als die Wehrmacht Litauen besetzte. In Wilna, dem heutigen Vilnius, errichteten die Deutschen ein Getto und erschossen Tausende von Juden… Continue Reading „33. Minenfeld“

112. «Wilne schtot fun gajst un tmimes»

«Wilne schtot fun gajst un tmimes», Wilna, Stadt des Geistes und der Vollkommenheit – so beginnt ein jiddisches Gedicht aus dem 18. Jahrhundert, das, zu einem Lied umgearbeitet, den Beginn einer Theaterveranstaltung im Ghetto markierte. Dass die Juden sogar unter den existenziell dramatischen Umständen… Continue Reading „112. «Wilne schtot fun gajst un tmimes»“

041. Josef Burg gestorben

Der Autor Josef Burg ist heute, Montag [9.8.], im Alter von 97 Jahren gestorben. Burg galt als letzter jiddischer Schriftsteller in Czernowitz (Ukraine) und hat seine Erzählungen auf Deutsch und auf Jiddisch verfasst, teilte die Theodor Kramer Gesellschaft in einer Aussendung mit. Burg, der… Continue Reading „041. Josef Burg gestorben“

5. Dantes Allegorie und die wirkliche Hölle

Ein lang verborgener, auch aus politischem Kalkül versteckter und durch Zensur beschädigter Epitaph ist geborgen, ein Monument jiddischer Literatur, in das die Namen der Opfer eingemeißelt sind. Hubert Witt, dem aus Breslau stammenden Leipziger Germanisten und Übersetzer mittelhochdeutscher und jiddischer Dichtung, sowie dem Schweizer… Continue Reading „5. Dantes Allegorie und die wirkliche Hölle“

31. Poesie aus der Hölle

Endlich wird der «jiddische Dante» mit seinem erschütternden Bericht vom Wilnaer Ghetto auf Deutsch vorgestellt. Mit grosser Genauigkeit schildert er, wie eine Bevölkerung zu überleben versucht. Wer Vilnius (Wilna), die diesjährige Kulturhauptstadt Europas, besucht, findet ausser einem winzigen, abgelegenen Holocaust-Museum keine Spur mehr von… Continue Reading „31. Poesie aus der Hölle“

90. Gedichte aus Czernowitz

  Paul Celan war keineswegs der einzige Dichter aus Czernowitz. Die Stadt mit dem Beinamen Kleinwien, die Hauptstadt der Bukowina, die zu ihrem Unglück aus Österreich-Ungarn nach Rumänien kam und dann der Ukraine zufiel, zu der sie heute noch gehört, war ein kulturelles Zentrum,… Continue Reading „90. Gedichte aus Czernowitz“

38. Romantiker und Chronist des Untergangs

Jizchak Katzenelson wurde 1886 in Weißrußland geboren. Er lebte in Lodz und veröffentlichte schon früh – ab 1904 – seine ersten Gedichte in Warschau. Er schrieb in zwei Sprachen, Jiddisch und Hebräisch. Sehr bald wurde er auch als Prosa- und Stückeschreiber bekannt. 1910 übernahm… Continue Reading „38. Romantiker und Chronist des Untergangs“

Aynfakht

Yiddish poet and Holocaust refugee Rajzel Zychlinsky created hauntingly beautiful poems from the ashes of war. … When she looks at her work as a body, Zychlinsky sees her poems‘ accessibility as a common thread. „My poems are very aynfakht, uncomplicated,“ she says. „I… Continue Reading „Aynfakht“

Kejn mentsch, kejn licht

In der Warschauer «Folkszeitung», einer jiddischen Tageszeitung, erschienen 1927 die ersten Gedichte von Rajzel Zychlinski. 1910 in Gombin, einem polnischen Schtetl, geboren, ging Zychlinski Anfang der dreissiger Jahre nach Warschau, wo der Jiddische Schriftstellerverband 1936 ihren ersten Gedichtband unter dem Titel «Lider», Gedichte, mit… Continue Reading „Kejn mentsch, kejn licht“

Poesie Jiddisch und Deutsch: Rajzel Zychlinski

Sie hatte schon 1928 angefangen, Gedichte in jiddischer Sprache zu veröffentlichen. Im Jahr 1936 erschien ihr Gedichtband „Lieder“ in der Bibliothek des Jiddischen PEN und wenige Wochen vor dem Ausbruch des Krieges ihr zweites Buch „Der Regen singt“. Von Anfang an fand sie ihre… Continue Reading „Poesie Jiddisch und Deutsch: Rajzel Zychlinski“

Modernistischer Barde

…Manger, who was, as the editor and translator point out, a „modernist folk bard.“ His work is suffused with influences from European literature; he retells stories from the Bible, setting them in the contemporary world. He wrote verse that chills with its sense of… Continue Reading „Modernistischer Barde“

Modernistischer Barde

… Manger, who was, as the editor and translator point out, a „modernist folk bard.“ His work is suffused with influences from European literature; he retells stories from the Bible, setting them in the contemporary world. He wrote verse that chills with its sense of… Continue Reading „Modernistischer Barde“