Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Aus den vier Gedichtvorlagen, die ihm Walter Jens gegeben hatte, wählte er drei aus, die sich, obwohl sie zu unterschiedlichen Zeiten entstanden, zu einer Geschichte, zu einem kleinen Monodram formieren: Sappho klagt der Göttin Aphrodite, dass sie von ihrer Freundin verlassen würde. Das zweite… Continue Reading „Drei Gedichte der Sappho“
Der 1802 geborene und 1850 früh gestorbene Lyriker war immer schon ein Eigenbrötler und Außenseiter. Dass er in ärmlichsten Verhältnissen aufwuchs, hielt ihn nicht davon ab, sich mit Haut und Haar der Poesie zu verschreiben. … Als Verfasser von Versepen, dem „Savonarola“ und auch… Continue Reading „Außenseiter Lenau“
… die Liebe – So überschreibt Michael Kluger seine Besprechung des Briefwechsels zwischen Paul Celan und seiner Frau Gisèle Celan-Lestrange in der Frankfurter Neuen Presse (31.5.01)
Ein wenig anmaßend erscheint es zwar schon, wenn der selbst ernannte Lyrikwart Gernhardt in seiner privaten Versbau-Werkstatt ausgerechnet an einem Werk des vollendeten Stilisten Durs Grünbein herumbastelt, doch mit viel gutem Willen konnte man dabei noch einen selbstironischen Unterton heraushören. / Dies & andres… Continue Reading „Lyrikwart“
In der „Welt“ schreibt Eckhard Fuhr an Marcel Reich-Ranicki über sein Brecht-Duett so: „Seine herrlichen erotischen Gedichte, fügten Sie hinzu, hätte Brecht nicht schreiben können, wenn seine große Liebe zu den Frauen nicht gewesen wäre. Geahnt hatte ich diesen Zusammenhang schon. Große Liebe, große… Continue Reading „Samenerguss“
Gino Chiellino begann Chamisso-Poetikdozentur in Dresden Angefangen habe es 1969, erzählt Gino Chiellino. Da war er, der 1946 in einem kalabrischen Bergdorf geboren wurde, Student der Italianistik und Soziologie in Rom. Er fuhr nach Düsseldorf, um dort zu arbeiten. Die Erfahrung wurde zum Thema… Continue Reading „Gino Chiellino Poetikdozent“
Eine „Renaissance der Deutschschweizer Lyrik“ beobachtet Reto Sorg in der NZZ vom 26.5. 2001 in der Gestalt von Christian Uetz , Raphael Urweider und Armin Senser: 1963 im thurgauischen Egnach geboren, ist Christian Uetz Dichter mit Leib und Seele. Wie die alten Rhapsoden kennt… Continue Reading „Könixkran Cselahn“
Bei der FAZ scheint die Lyrik ausgebrochen. Nach Dylan auch noch dies (und auch im Netz)! Beginnt und endet (hier nebst einigen Splittern aus der Mitte dokumentiert) selber poetisch: Worte tanzen nackt: Pfingstwunder beim Bremer Lyrikfestival Es sei gut zu wissen, so später der… Continue Reading „Pfingstwunder“
Robert Gernhardt spricht mit der „Weltwoche“ über die Lage der Lyrik. Statt alte oder neue Ordnungssysteme zu nutzen, produziere der „Mainstream“ ein „aufgeladenes Rauschen“. Für Anführer solchen Mainstreams erklärt er Thomas Kling sowie die diesjährige Büchnerpreisträgerin: „Für einen komischen Autor ist es nahe liegend,… Continue Reading „Anführer des Mainstreams“
Am Anfang des zweiten Bremer Festivals „Poetry on the Road“ stand das definierende Wort: „Ein Gedicht ist eine Summe der Menschen und eine Kombination aus Wörtern“, hieß es in dem „Poema“, mit dem der mexikanische Autor und derzeitige Präsident der Schriftstellervereinigung PEN-International Homero Aridjis… Continue Reading „Naked words, dancing together“
Ich habe dem Bob Dylan dieses und jenes und auch Hölderlins (Wolf Biermann über Bob Dylan und wie man seine Songs übersetzt) Außerdem gibt’s ein langes Gedicht von Wolf Biermann, hier eine kurze Leseprobe: Hier liefer ich also mein Statement, Sir: Ich heiß Robert… Continue Reading „Biermann, Dylan, Hölderlin“
Thomas Kling macht sich stark für die poetische Avantgarde Er verabscheut die sichere Distanz nicht weniger als das gesponserte Experiment. Modische Posen für den risikolosen Erfolg sind ihm ebenso verhasst wie verklemmte Volksbildner. Wenn Thomas Kling vom allseits beliebten „Abqualifizieren der ästhetischen Avantgarden“ spricht,… Continue Reading „Pro Avantgarde“
Er war einer der großen deutschsprachigen Lyriker des 20. Jahrhunderts. Eine Gedenklesung findet am 8.5.statt. Wien (APA) – … mit seinen Liebesgedichten, deren Auflagen für Lyrik seltene Bestsellerhöhen erreichten, erzielte er nachhaltige Wirkung. Der österreichisch-britische Doppelstaatsbürger wurde in Wien geboren und hatte ab 1938… Continue Reading „Erich Fried“
haben auch andere: Zwei Leserbriefe zu einem Artikel im Guardian: If you could only give poetry more space … few people in Britain now read poetry of any kind and, of those, the majority are locked into the sounds, rhymes, rhythms and tastes of… Continue Reading „Das Problem“
Veröffentlichungen von und über Lyrik in ausgewählten Zeitschriften manuskripte 151/2001 Gedichte von Olga Martynova, Evelyn Schlag, Karin Kiwus, Richard Wall, Friederike Mayröcker, Mikael Vogel, Christel Mertens, Peter Horst Neumann, Bronislaw Maj, Marzanna Kielar, Krzysztof Koehler, Mariusz Grzebalski / Ingomar von Kieseritzky: Ernst Jandl… Continue Reading „2001 April Zeitschriftenschau“
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