Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Aber Däublers Haupt- und Lebensstück, das lyrische Großepos „Das Nordlicht“, ist so gründlich verschollen, dass es selbst im „Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher“ kaum Spuren hinterlassen hat. Sehr zu Unrecht, denn dieses ebenso großartige wie törichte Gedicht ist eines der größten deutschen Sprachexperimente, „halb Pyramide… Continue Reading „Nordlicht aus Dresden“
Richard Wagner (nicht der tote Komponist, sondern der lebende, seit gut (?) 15 Jahren in Deutschland lebende Lyriker und Erzähler aus dem Banat, wird 50. Hannes Krauss gratuliert im “ Freitag “ 15/2002. – In der „Lyrikedition 2000“ erschien vor 2 Jahren der Band… Continue Reading „Richard Wagner 50“
Der Tagesspiegel interviewt den in Angola in einer portugiesisch-brasilianischen Ehe geborenen und heute abwechselnd in Rio de Janeiro, Lissabon und Luanda lebenden Autor José Eduardo Agualusa , der einige Monate als Stipendiat in Berlin lebte. 2 Zitate: Die portugiesische Sprache ist inzwischen eine Komposition,… Continue Reading „José Eduardo Agualusa“
Christiane Zintzen bespricht in der NZZ vom 10.4.02: Franz Weinzettl : Das Glück zwischendurch. Prosa und Verse. Edition Korrespondenzen, Wien 2001. 144 S., Fr. 34.30.
Bei den Abiturienten im Villingen ist die reine Lyrik nicht gefragt, erfahren wir heute (10.4.02) im Südkurier . Anders in Ostfildern, wo die Landesgartenschau fest auf Lyrik setzt, mit Open-Air-Lyrikbibliothek, Hörgedichten etc.: Ein Garten als öffentlicher Leseort mag nahe liegend sein. Doch warum ausgerechnet… Continue Reading „»Lyriksommers« auf der Landesgartenschau“
Überhaupt die Provinz. In Minden droht die Abschaffung des Stadtschreiberstipendiums. Dazu das Mindener Tageblatt vom 10.4.02 unter der Überschrift „Linientreue Lyrik“: In einer solchen Situation kann die Beschäftigung mit einem [solch linientreuen DDR-Autor wie] Johannes Bobrowski oder eine Flucht in die Theologie keine Antwort… Continue Reading „Linientreue Lyrik“
(z.B. also Lyrik), sagt auch die Dolomiten vom 10.4.02, Denn der freie, denkende Mensch ist der mit unnützer Bildung gestärkte Mensch. Die deutschsprachige Zeitung aus Südtirol berichtet auch von einer Schreibwerkstatt für italienische Oberschüler. Drei Tage lang sind der Dichter Ingo Cesaro und der… Continue Reading „Lerne das Unnütze“
In der FR setzt Klaus Garber die Debatte um Nationalphilologien fort: Gäbe es eine Kultur des Erinnerns in Deutschland, müsste auch dieser literarische Aufbruch inbegriffen sein. Wir scheuen uns nicht, Opitzens Trostgedichte in Widerwertigkeit des Krieges der Jahre 1619/20 – ein Werk, das der… Continue Reading „Nationalphilologien“
An elegy on the death of HM Queen Elizabeth the Queen Mother, by Andrew Motion , the poet laureate / Tuesday April 9, 2002 The Guardian Und noch eine Elegie aus Großbritannien im Guardian: Elegy for Margaret by Stephen Spender Poor girl, inhabitant of… Continue Reading „Elegy“
Über die Veröffentlichung der Akten des Nobelpreiskomitees bis 1950 berichtet die NZZ: Paul Valéry wurde ab 1930 fast jährlich lanciert, ehe er 1945 zu genau jenem Zeitpunkt starb, als das Komitee Bedenken wegen Valérys Exklusivität überwand. 1930 wird Valéry als «schwer zugänglich» beurteilt, man… Continue Reading „Kein Gewinn für den menschlichen Geist“
Über András Ferenc Kovács , einen ungarischen Lyriker aus Siebenbürgen, schreibt die FAZ: In Ungarn berühmt und beliebt, ist er in Deutschland fast unbekannt. Das ist kein Zufall, denn mit den schillernden Tricks eines anspielungsreichen Maskenkünstlers und gewitzten Wortschaustellers stellt er seine Übersetzer vor… Continue Reading „Mehrfachübersetzung als Strategie der Machbarkeit“
Wer des Französischen mächtig ist, der darf seine Wiedergeburt auch formal erleben. Die Vorliebe des Autors für eine durchgehend gleichhebige Rhythmik, für Reime und Vokalharmonien scheint auf den ersten Blick, verglichen mit den Inhalten die durch diese Form transportiert werden, geradezu antiquiert und unpassend.… Continue Reading „Gleich nochmal Zweisprachigkeit:“
Gäste [in Parchim] sind diesmal Chefredakteur und Redakteure des “ “ aus Berlin, einer periodischen Publikation, die sich selbst als „Zeitschrift für Schreibgruppen und Schreibinteressierte“ definiert. Der „Wortspiegel“ ist unter der Leitung seiner völlig ehrenamtlich arbeitenden Redaktion längst mehr als lediglich ein Spiegel fremder… Continue Reading „Wortspiegel“
Das Deutsche Literaturinstitut Leipzig nimmt zum Wintersemester 2002/03 neue Studenten für den sechssemestrigen künstlerischen Studiengang auf. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai. Eignungsprüfungen finden vom 15. bis 19. Juli statt. Informationen finden sich im Internet unter: http://www.uni-leipzig.de/dll . (bil./ Berliner Zeitung April 2002)
In der Frankfurter Anthologie (6.4.02) schreibt Eugen Gomringer über ein Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer : Nachtgeräusche Melde mir die Nachtgeräusche, Muse, Die ans Ohr des Schlummerlosen fluten! Erst das traute Wachtgebell der Hunde, Dann der abgezählte Schlag der Stunde, Dann ein Fischer-Zwiegespräch am… Continue Reading „Nachtgeräusche“
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