Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Manche plazieren Gedichte in den Wald oder Park, andere auf die Straßen, Busse, Bodies oder Müllautos. Splitter oder ganze Texte, Vertrautes oder Bestürzendes. In Moskau fährt seit einigen Wochen noch bis Ende Juli ein Metrozug, dessen Wände mit Gedichten und Plakaten Majakowskis aus den… Continue Reading „52. Majakowskis Metro“
In seinem berühmten Vortrag über «Probleme der Lyrik» hat Gottfried Benn einst den Zustand poetischer Wahrnehmungsempfindlichkeit mit den Sinnesorganen von winzigen Urtierchen verglichen. Er verwies dabei auf das Tastorgan von Kleinstlebewesen im Wasser, die «von Flimmerhaaren bedeckt» seien. Auch den Dichter muss man sich… Continue Reading „51. Verfeinertes Flimmern“
Monster Poems heißt der neueste Gedichtband von Nora Gomringer, jener deutsch-schweizerischen Lyrikerin, die ihre famose Spoken-Word-Performerei lieber „arbeit als rezitatorin“ nennt. Den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache erhielt Gomringer, Jahrgang 1980, “ als erste Vertreterin der Kunstform* Lyrik“ und als „seine mit Abstand jüngste Trägerin“. (…) Monströs erschienen… Continue Reading „50. Arbeit in Dornbirn“
schwäbischen Hütte. Hier zB: Zum Geburtstag ein kurzes Gedicht: „Du bist 50 – ich bin’s noch nicht!“ Alles Liebe nach Zimmerbach wünscht die Weltstadt Lorch Das unpoetisch, aber auch nett: Hallo Schatz! Danke für 10 Jahre Ehegatten-Splitting!
Unter dem Motto «Es gibt keine Schweizer Literatur. Es gibt nur Schweizer Literaturen» hat Bundesrat Alain Berset am Donnerstag in Solothurn die ersten Schweizer Literaturpreise verliehen. Sie gingen an Erica Pedretti, Fabio Pusterla, Jean-Marc Lovay und das Übersetzungs-Festival Babel. Die 1930 in Mähren geborene,… Continue Reading „48. Schweizer Literaturpreise“
Durs Grünbeins Bücher werden viel gelobt und viel gescholten. Rezensent Michael Opitz meint, in dem neuen Band „Koloss im Nebel“ gehe es „darum , den Blick zu schärfen und das Gehör zu schulen“. Seine Besprechung im DLF beginnt mit dem Eingangsgedicht Interieur mit Eule I Mond… Continue Reading „46. Kolossales Echo“
Das 14. poesiefestival berlin fragt nach den Orten der Dichtkunst, nach der „Heimat Poesie“. Vom 7.-15. Juni 2013 präsentiert die Literaturwerkstatt Berlin in der Akademie der Künste am Hanseatenweg die Bandbreite und Vielseitigkeit internationaler zeitgenössischer Dichtkunst. Zu Gast sind u.a. Christian Bök (Kanada), Breyten… Continue Reading „45. poesiefestival berlin“
Arbeitsstipendien 2013 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben Berlin, den 22.04.2013 Auch in diesem Jahr wird die Kulturverwaltung des Berliner Senats an 13 in Berlin lebende Autorinnen und Autoren Arbeitsstipendien in Höhe von insgesamt 156.000 € vergeben. Die Stipendiaten erhalten ein sechsmonatiges Stipendium in Höhe… Continue Reading „42. Arbeitsstipendien 2013“
Diktionär: Konkrete Poesie Unterm Anfang überspielt die Schrift Wolken aus trautem Anfang. Anfangsbilder sind Schäfchen aus glaswolligem Sprechen. Zählen, erzählen, Buchstabenbuchstützen. Ich war zugegen, als unter Sprechern und Schreibern der Stoff geteilt wurde. Stoff, niemandes Zuständigkeit, ihm ward Licht zu- teil, das sich morgens… Continue Reading „41. Konkrete Poesie“
Wie repräsentativ ist das und wessen Sicht wird da repräsentiert? Abschnitt aus dem Wikipedia-Artikel „Deutsche Literatur“ Rumäniendeutsche Literatur [Bearbeiten] Der meistgelesene zeitgenössische rumäniendeutsche Autor, der in Rumänien wirkt, ist Eginald Schlattner. Mittlerweile in Deutschland schreibt die Banater Autorin Herta Müller. Vorher wirkte Adolf Meschendörfer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts… Continue Reading „40. Ändern“
urossalideh – Wort einer zukünftigen Sprache: was bildet es ab? wohin führt es? Hansjürgen Bulkowski
Zum freundlich kredenzten Leitungswasser, teilt Marco Tschirpke ungefragt Schmeicheleien aus. „Ziemliches Käseblatt, Ihre Zeitung.“ Na, schönen Dank auch, Herr Dichter. Der Dichter Marco Tschirpke ist auch Musiker, die Zeitung heißt Tagesspiegel und schreibt über ihn: Wenn er irgendwo hingeht, möchte er etwas Neues erfahren, nie… Continue Reading „38. Dichter & Zeitung“
Es ist eines der berühmtesten Gedichte des 20. Jahrhunderts, unzählige Male in zahllose Sprachen übersetzt, immer wieder analysiert und in literarischen Titeln aufgegriffen. Konstantinos Kavafis’ „Warten auf die Barbaren“ suggeriert indes nicht, dass die Schreckgestalten seines Titels nur eine erfundene Gefahr seien, wie oft… Continue Reading „37. Warten auf die Barbaren“
Studenten sind sprachmächtig und gedankenvoll oder jedenfalls arbeiten sie daran. 1933 gingen sie den Professoren voran und verlangten ein Ende des undeutschen Geistes, Auszüge: 3. Reinheit von Sprache und Schrifttum liegt an Dir! Dein Volk hat Dir die Sprache zur treuen Bewahrung übergeben. 4. Unser gefährlichster Widersacher ist… Continue Reading „35. Deutsche Schrift für Deutsche“
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