Kategorie: Europa

108. In Czernowitz

Zum neunzigsten Geburtstag des großen Celan veranstaltet[e, 2010!] seine Vaterstadt erstmals ein Poesiefestival, hat Dichter aus halb Europa, vor allem aus den deutschsprachigen Ländern, dorthin geladen, wo zwischen 1880 und 1940 eine der unerhörtesten Explosionen von Kreativität stattfand, die es in Europas Kultur je… Continue Reading „108. In Czernowitz“

107. Poetopie

am ersten Schultag – zu groß die Tüte, zu viel Zukunft in kindlichen Händen Hansjürgen Bulkowski

106. Die einfachsten Dinge

[Francis] Ponge geht es um die außermenschliche Wirklichkeit, die er möglichst präzise in den Blick zu nehmen versucht. In seiner Kurzprosa und Lyrik will er einem Ding, das belebt oder unbelebt sein kann, den ihm angemessenen Ausdruck verleihen: einer Zigarette oder einem Stück Seife,… Continue Reading „106. Die einfachsten Dinge“

105. „Gedichte“ als Kurzprosa

Betrachten wir jedoch die „Gedichte“ als Kurzprosa, so entwickeln sie einen Reiz, der sich aus ihrer anekdotischen, aphoristischen oder momentaufnahmen-ähnlichen Aussage ergibt. Darin sind sie, um noch einmal, vielleicht ein wenig abwegig, Brecht zu bemühen, den „Geschichten vom Herrn Keuner“, aber auch, um einen… Continue Reading „105. „Gedichte“ als Kurzprosa“

104. Preis für Herbert Kuhner

Der Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil geht heuer an den Wiener Autor Herbert Kuhner. Dies teilte die verleihende Theodor Kramer Gesellschaft am Montag in einer Aussendung mit. Die mit 7.300 Euro dotierte Auszeichnung wird am 13. September im niederösterreichischen Niederhollabrunn überreicht. /… Continue Reading „104. Preis für Herbert Kuhner“

103. „An Meine völker“

Der österreichische Schriftsteller Julian Schutting analysiert die allerhöchste Kriegserklärung vom 29. Juli 1914 in Der Standard Julian Schutting: Was geruht Seine Majestät da zu erlassen? [untendrunter kann man in Volksmund baden]

102. Nicht schlimm

Das war’s also. Ich hatte 97 Minuten und 25 Sekunden gebraucht. In meiner Altersgruppe wurde ich die Letzte. Nach mir kamen noch vier Schwimmerinnen und ein Schwimmer ins Ziel. Ich hörte mich sagen: Es ist gar nicht schlimm, die Letzte zu sein. (Ilse Kilic,… Continue Reading „102. Nicht schlimm“

101. Werner Liersch gestorben

Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Werner Liersch starb am 23.8. im Alter von 81 Jahren. Liersch wurde am 23.9. 1932 in Berlin geboren. Er war ein bekannter DDR-Literaturkritiker, 1982 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR.Von 1987 bis 1990 gehörte er der Jury des… Continue Reading „101. Werner Liersch gestorben“

99. Gerald Zschorsch

Das hätte man 1989 zitieren können: „Und warten nah der Grenze/mit Lied und mit Gedicht/dass durch die vielen Strophen/die Mauer einmal bricht.“ „Grenzübertritt“ heißt das Poem mit seinem prophetischen Hoffnungsüberschuss. Es wurde zuerst 1977 in Gerald Zschorschs lyrischem Debüt Glaubt bloß nicht dass ich… Continue Reading „99. Gerald Zschorsch“

97. Gulaglieder

Oleg Jurjew und Olga Martynova: Versuch über die kasachische Steppe – Lieder aus Stalinlagern Sonntag, 31. August 2014, 14:05 Uhr Hessischer Rundfunk Ein Gulag-Häftling hat in seinem Notizbuch die verbüßten Tage ausgestrichen. Es ist mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert her, doch die Erinnerungen des… Continue Reading „97. Gulaglieder“

96. Gestorben

Es gibt eine Szene in Fellinis La Dolce Vita, in der eine Gruppe Intellektueller dasitzt, Gedichte liest und ziemlich ernst ausschaut. Einer ist ein irischer Dichter, gespielt von einem wirklichen irischen Dichter, Desmond O’Grady, der am Montag starb. Sein Frühwerk war beeinflußt von TS Eliot und… Continue Reading „96. Gestorben“

95. Radical Feeling in the Poetry of WWI

The most popular English poem of the First World War was “In Flanders Fields,” written by John McCrae after fighting in the second Battle of Ypres in 1915. The poem ventriloquizes the British dead and concludes with a bit of hortatory sentimental propaganda: Take… Continue Reading „95. Radical Feeling in the Poetry of WWI“

92. Frühlingskollektion

Kurz vor dem auch literarischen Herbst gibt Marie Luise Knott beim Perlentaucher Proben aus der Frühlingskollektion – Gedichte von Karin Kiwus, Lütfiye Güzel, Andrea Zanzotto, Silke Scheuermann, Fernando Pessoa, Margret Kreidl, Margret Boysen, Franz Joseph Czernin.

91. Nicht hermetisch

In seinen Lektüren tauchte Montale nicht nur in die literarische Tradition ein, sondern auch in die Gedichte seiner Kollegen, in die Verse Giuseppe Ungarettis etwa oder Salvatore Quasimodos, die manche Ideen des französischen Symbolismus zu variieren suchten. Mit der merkwürdigen Bezeichnung „ermetismo“, die man… Continue Reading „91. Nicht hermetisch“

90. Büchermarkt

Jetzt im DLF-Büchermarkt: 26.08.2014 16:10 Uhr Aus dem literarischen Leben Das Kritikergespräch mit Michael Braun und Insa Wilke über neue Lyrik von Katharina Schultens: gorgos portfolio (Kookbooks Verlag) Daniela Danz: V (Wallstein Verlag) Sylvia Geist: Gordisches Paradies (Hanser Verlage) Am Mikrofon: Hajo Steinert