Museumsschreiberin

Michael Braun: Sie haben mir en passant er­zählt, dass Sie auch als „Museums­schreibe­r­in“ über die Kunst­halle Biele­feld tätig waren, im Rahmen eines Projekts des Literatur­büros Ost­west­falen. Und hier ist auch eine eigene kleine Publi­kation von Ihnen ent­standen, über „Das Leben des Lichts“. Und die Gedichte dieser kleinen Publik­ation finden wir alle auch in dem „Helenas Traum“-Kapitel in „Skizze vom Gras“. Wie ist es denn zu Ihrer „Beru­fung“ als „Mu­seums­schreibe­rin“ gekommen?

Silke Scheuermann: Das war eine Anfrage, die ich sehr dankbar aufgenommen habe. Man wusste von meinem Interesse an bildender Kunst. Als Museums­schrei­be­rin hatte ich mich mit der Kunsthalle Biele­feld zu beschäftigen, schaute mir die Kunst­halle und ihre Exponate an, machte mir Notizen. Dann schaute ich mir die Kunstwerke ein zweites Mal an und dann habe ich mir Kunstwerke aus­gesucht, über die ich Gedichte geschrieben habe. Andere Museums­schreiber haben Geschichten geschrieben oder einen Essay. Ich hatte gar nicht vorge­habt, ein Gemälde­kapitel oder ein Kunst-Kapitel in „Skizze vom Gras“ aufzunehmen, zum Kapitel „Zweite Schöpfung“ passte es dann aber sehr gut. Als die Schöp­fung der Menschen, als Parallel-Aktion zur Natur­schöpfung, als das Geniale, was der Mensch hinbekommt.

Aus: Ein Gespräch mit Silke Scheuermann über Poesie und bildende Kunst mit Michael Braun, Poetenladen

Skizze vom Gras. (Schöffling & Co, Frankfurt am Main, 104 Seiten, 18,95 Euro)

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