Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der österreichische Schriftsteller Robert Schindel hat mit „Scharlachnatter“ einen neuen, beeindruckenden Lyrikband vorgelegt. Die Wörter entwickeln bei ihm eine geradezu unbezähmbare Kraft, werden zu „Wortmonstern“. Dabei entstehen Gedichte mit einer einzigartigen, barocken sprachlichen Wucht. / Michaela Schmitz, DLF
Buschfunk/ EB. Der Mondseer Lyrikpreis 2015 geht an Steffen Popp (geboren 1978), Berlin. Die Jury bestand aus: Kerstin Preiwuss, Leipzig; Ilma Rakusa, Zürich; Klaus Siblewski, München; Anton Thuswaldner, Salzburg. Wie es der Brauch, hat die Jury eine poetische Begründung erdacht: Steffen Popp erhält den Mondseer Lyrikpreis… Continue Reading „Mondseer Lyrikpreis“
Der Lyriker Uwe Kolbe erhält 2016 die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. Sie ist mit 7.500 Euro dotiert. Kolbe sei einer der „bedeutendsten und produktivsten Gegenwartsdichter deutscher Sprache, der in seinem Werk alle Fragen der menschlichen Existenz berührt“, erklärte die Stiftung am Montag in Weimar.… Continue Reading „Gabe für Kolbe“
Wie soll sich ein Lyriker in kriegerischen Zeiten verhalten, hin und her gerissen zwischen Marginalisierung, Verstummen und Empörung? Darüber diskutierten am Wochenende vier ukrainische Literaten aus der Ost- und Westukraine in einer bunt gewürfelten Runde, die nur die proukrainische Gesinnung einte. Liubow Jakymchuk, die… Continue Reading „Lyriker in kriegerischen Zeiten“
Sehr geehrte Damen und Herren, 1680 wurde in der kleinen Thüringer Gemeinde Wandersleben zuwischen Erfurt und Gotha Christian Friedrich Hunold geboren, der unter dem Namen Menantes zu einem der meistgelesenen Autoren des Spätbarock aufstieg. Die Kirchgemeinde des Ortes und die Thüringer Literaturzeitschrift „Palmbaum“ schreiben… Continue Reading „Menantes-Preis für erotische Dichtung zum 6. Mal ausgeschrieben“
When Rilke came to Paris he was still a High Romantic, brother-in-art to the likes of Novalis, Klopstock, and the Goethe of Young Werther. Rodin, almost offhandedly, pulled the young dreamer’s head out of the clouds and knocked some common sense into him. For… Continue Reading „When Rilke came to Paris“
Wenn er seine Gedichte liest, klingt er wie eine Maschine. Und manchmal wie ein Maschinengewehr. Bumm, bumm, karge Halbsätze, hingeworfene Silben, dazu die linke Hand, die einen harten Takt schlägt: Serhij Zhadan spricht seine Texte mit einer Mischung aus Aggression und Desinteresse – als… Continue Reading „Serhij Zhadan“
Eine als Besprechung getarnte Eloge auf einen biedermeierlich gesehenen Gernhardt- und Hacksschüler mit vielen Zitaten und einem Ausblick auf die Lyrikszene: Auch Freunden schwermütigerer Reimlos-Lyrik mit Betroffenheitsgarantie, die in diesem Leben vielleicht nicht mehr zu Droste bekehrt werden, sei im Übrigen zu diesem Buch… Continue Reading „Lustige Reimlyrik mit unbetroffener Tiefe“
Die Wahl des Gedichtbandtitels ist programmatisch. Das in ihm enthaltene Versprechen erinnert an den auch als Eindruckskunst bezeichneten Impressionismus. In Roloffs Gedichten wird die impressionistische „Forderung höchster Empfänglichkeit, differenziertester, hingebungsvollster Aufnahmefähigkeit“ (Luise Thon) von Eindrücken sicherlich eingelöst. Doch geht es ihm nicht so sehr… Continue Reading „reinzeichnung“
was für ein Klima herrscht wohl unter den Teilnehmern der Pariser Klimakonferenz? Hansjürgen Bulkowski
Wie Flarf-Poeten und doch anders gehen auch Kai Pohl und Clemens Schittko vor, die auf meine Anfrage bei fixpoetry.com mit Hinweisen in eigener Sache reagierten. Interessant finde ich ihre Anthologie serieller Texte „my degeneration. the very best of WHO IS WHO“, die im freiraum-Verlag… Continue Reading „„Krieg heißt jetzt Friedenssicherung““
Die genuine Digitalpoesie unserer Tage, die zur Medienkunst zählt, nutzt Sprache als reines, vom Semantischen losgelöstes Material für akustisch-visuelle Installationen und Online-Experimente. Ist aber die genuine Lyrik unserer Tage, die mit Permutationen und Kombinationen immerhin mathematischen Verfahren folgt, völlig frei von digitalen Einflüssen? Das… Continue Reading „„Genuin digital““
Die Form ist herb, eigenwillig und verdankt sich vor allem Schrotts Umgang mit dem Reim. Der gängigen Reimlosigkeit des modernen Gedichts schließt er sich nicht an, doch ebenso scheiden die eingängigen metrisch-strophischen Muster des 18. und 19.Jahrhunderts aus. Schrott kehrt in eine ältere Zeit… Continue Reading „Der Reim bei Schrott“
Es lesen und diskutieren eine Auswahl: Bernhard Albers und Heinrich Detering Mittwoch, den 2. Dezember 2015 um 20 Uhr Veranstaltungsort: Lyrik Kabinett Eintritt: € 7,- / € 5,- Mitglieder: freier Eintritt Seit mehr als drei Jahrzehnten prägt der Aachener Rimbaud-Verlag die deutsche Veröffentlichungslandschaft zur… Continue Reading „Zum 35. Jubiläum des Rimbaud-Verlags: 100 Gedichte“
nun explodieren an den Fenstern wieder die knallroten Blüten der Amaryllis Hansjürgen Bulkowski
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