Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
(wird laufend ergänzt) Was im Dezember geschah: Preise, Ausstellungen, #metoo geht weiter, Skandal um einen israelischen Geldschein, „Not in my name“ in Indien, Ovid wird postum begnadigt und darf zurück nach Rom, Stefan Zweig kriegt postum einen Orden … 2. Dezember: Der Kurt-Wolff-Preis 2018 (26.000… Continue Reading „Chronik – Dezember 2017“
An Chanukkah 1932, kurz vor der „Machtergreifung“ Hitlers, fotografierte Rahel, die Frau des Rabbiners Dr. Akiba Posner in Kiel, den Chanukkah-Leuchter der Familie vor dem Hintergrund des gegenüberliegenden Gebäudes, das mit Nazifahnen geschmückt war. Auf die Rückseite des Fotos schrieb Rahel Posner einen deutschen… Continue Reading „Chanukkah 5692“
Regina Ullmann (14. Dezember 1884 St. Gallen, Schweiz – 6. Januar 1961 Ebersberg, Oberbayern) Erwachen Ich lag in dir noch unverzweigt, Du tiefer Felsen einer Nacht; So kalt wie Stein und trostesarm. Da fühlt ich plötzlich, wie der Tag Sich an dem Sein im… Continue Reading „Erwachen“
Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 in Düsseldorf; † 17. Februar 1856 in Paris) Lyrisches Intermezzo LXV Die alten bösen Lieder Die Träume schlimm und arg, Die laßt uns jetzt begraben, Holt einen großen Sarg. Hinein leg ich gar Manches, Doch sag ich noch… Continue Reading „Die alten bösen Lieder“
Am 11. Dezember 1728 wurde Polyxena Christiane Auguste Dilthey (Christiana Büsching) in Köthen, Anhalt geboren. Sie war gebildet, spielte Klavier und dichtete. Hier die Titel von zweien ihrer Bücher: Proben poetischer Uebungen eines Frauenzimmers. Altona: Korte, 1751 Der Jungfer Polyxenen Christianen Augusten Dilthey, Kaiserl. gekrönten Poetin,… Continue Reading „Dichterinnen-Netzwerk“
Ulrich Koch NEUNTER DEZEMBER Das vollkommene Gedicht ist eine Landkarte in einer menschenleeren Gegend. Ich halte sie in Händen und blicke von oben aus der Vogelperspektive herab. Dort, sehe ich, stehe ich lesend. Es ist ganz einfach. Dann gehst auch du hinein und wirst… Continue Reading „Neunter Dezember“
Sándor Weöres ENTWURF FÜR EINE NEUE DICHTUNG Auf die Gedichte von Tamas Szentjóby, Dezsö Tandori, Imre Oravecz und anderer unserer jungen Dichter, herzlich „Das Merkmal eines Verses ist der Sinn.” Wozu, gestattet, dann noch ein Gedicht? In Prosa packst du jeden Inhalt leichter, Präzisern… Continue Reading „ENTWURF FÜR EINE NEUE DICHTUNG“
Seitdem die Kerm richtig groß begangen wird, gibt es den Kirchweih-Generaler. Das ist eine Kirchweihzeitung, in der alle „Ständerle“ – kurze Gedichte – bei den Wirtsleuten, der mit spitzer Feder verfasste Prolog und Geschichten aus dem Leben der Gärtner niedergeschrieben sind. Der erste Generaler… Continue Reading „Ständerle“
Felix Philipp Ingold Vorspruch Macht die Nacht die Farben aus, dann ist es wieder Zeit und sind die Farben eins. (aus dem Notizbuch eines Malers, anonym, 1942) Ein Ah! ist der Anfang von allem und heisst soviel wie Schra… wie Schwarz. Soviel wie nichts.… Continue Reading „Macht die Nacht die Farben aus“
Richard Anders Wort Wo das abstrakte Wort grenzenlos in Duft- frische übergeht,endet auch die Macht dei- nes nach Asche süchtigen Zunders, dessen selbstverzehrende Glut fruchtlos ist. Mach dir nichts vor: Der Widerschein deines Au- todafés in Leserköpfen hindert diese nicht daran, im Heu, das… Continue Reading „Wo das abstrakte Wort“
Die Anthologie, deren Beilagen ich gestern vorstellte, ist auch in sich sehr ergiebig: Liederdichtung und Spruchweisheit der alten Hellenen. In Übertragungen von Oberstudienrat Lorenz Straub. Berlin u. Stuttgart: W. Spemann, o.J. [1908] Ergiebig für die Suche nach ältesten Exemplaren aller möglicher Gattungen und Formen.… Continue Reading „Ältere, älteste“
Dirk Uwe Hansens zweite Version, die Nach-Dichtung, von Fragment Voigt 55, mit dem unsere kleine Sapphoserie begonnen hatte: Frg. 55 Voigt Tot wirst du sein und begraben, wird keiner sich deiner erinnern, hier, denn die Rosen der Musen sind dir nichts. Durchsichtig, dort, in… Continue Reading „wirst zwischen Blinden schwirren“
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