Kategorie: Österreich

53. Ostap Slyvynsky in Wien

Wien. Am 17. Mai um 19 Uhr 30 liest der Writer-in-Residence des quartier21 Ostap Slyvynsky im Raum D / quartier21. Der ukrainische Autor und Übersetzer schreibt Lyrik und Essays und ist Co-Herausgeber der polnisch-deutsch-ukrainischen Literaturzeitschrift „RADAR“. Ostap Slyvynsky wurde 2009 mit dem Hubert-Burda-Preis für junge Lyrik ausgezeichnet. Zuletzt erschien… Continue Reading „53. Ostap Slyvynsky in Wien“

51. Anspruch

Auf die Frage, was Literatur- und Kunstkritik derzeit unterscheide, hat die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz unlängst geantwortet: ‚Die Kunstkritik ist anspruchsvoller als die Literaturkritik‘. Da trifft es sich doch bestens, dass Michel Houellebecq in seinem jüngsten, Goncourt-Preis-gekrönten Roman ‚Karte und Gebiet‘ eine fiktive Kunstkritikerin… Continue Reading „51. Anspruch“

27. Texte, die an Gedichte erinnern

So konsequent „Ja, Panik“ die Titel englisch benennen, so konsequent vermischen sie deutsche und englische Texte in den Songs. Darauf hielt einst ihr Wiener Landsmann Falco das Patent. Mit dem sie schon deswegen gern verglichen werden. Oder mit Bob Dylan im Hinblick auf die… Continue Reading „27. Texte, die an Gedichte erinnern“

7. Oder bleibt nichts?

Erich Fried war einer, der mit seinen Texten ständig unterwegs war, der sich engagierte und diskutierte, der unbedingt wollte, daß die Welt nicht so bleibt, wie sie ist. Sondern wärmer wird, bewohnbarer. In diesem Begehr folgen ihm noch heute viele Junge und Alte, lesen… Continue Reading „7. Oder bleibt nichts?“

96. Adolfs Wiegenfest

Pünktlich zum Geburtstag Adolf Hitlers wurde die erst vor wenigen Wochen abgedrehte Neonazi-Homepage Alpen-Donau am Mittwoch vorübergehend wieder online gestellt. Wie gehabt liegt die Seite auf einem Server in den USA, man wechselte nur den Bundesstaat: Von „Dreamhost“ in Kalifornien ging man zu „Wild… Continue Reading „96. Adolfs Wiegenfest“

72. Kino im Kopf

Schrott Ist die Studie nicht auch ein Kniefall vor dem positivistischen Zeitgeist? Schrott Einerseits stimmt das natürlich. Das Geheimnisvolle, Unsagbare und Geniale der Poesie wird zugunsten des Messbaren ausgesetzt – doch nur um sich ihr einmal von der Seite der Pragmatik nähern zu können. Wie groß… Continue Reading „72. Kino im Kopf“

65. Wie findet Lyrik heute eine Öffentlichkeit? TeaTimeLesungen und Gespräche

Sonntag, 17.4., 17.30 Uhr „Gedichte sind kein Luxus, sie gehören zu unserem Existenzminimum“, schreibt Elisabeth Borchers. Sie ist fest davon überzeugt, dass Lyrik unverzichtbar ist, doch im letzten Jahr erschienen nur etwa 15 Lyrikdebüts*) im deutschsprachigen Raum, ein verschwindend geringer Anteil im Vergleich zu der stetig wachsenden… Continue Reading „65. Wie findet Lyrik heute eine Öffentlichkeit? TeaTimeLesungen und Gespräche“

45. Aktuell in Wien

Armes Wien – a never ending story! Twitter & Facebook melden: Helmut Seethaler  Heut frueh vorm FJ-Bahnhof: 3 ! Polizisten reisen 100e meiner gedichte herunter,die i naechtens an eine verschmutzte saeule klebte. War dabei nach meinem nachtdienst einen automaten-cafe zu holen: da stuermen 3… Continue Reading „45. Aktuell in Wien“

37. Das ideale Gedicht

Die Gedichte von Petra Ganglbauer, so wie sie in diesem Gedichtband versammelt sind, sind strenge Meditationen um ein Weiß, um eine Leere, die es so nicht gibt. Unter keinen Umständen und wie wir es auch drehen gibt. Das ideale Gedicht. Dieses Nicht gibt die… Continue Reading „37. Das ideale Gedicht“

12. Nicht golddurchschossen

Noch einmal Österreichisch. Die Presse beginnt eine Reportage über den Wiener Wurstelprater mit Versen von Heimito von Doderer. Einem Vers, genauer gesagt: Lichtvoll bricht die Sonne durch die alten Praterbäume – und das war’s dann schon mit Heimito von Doderer. Über den ersten Satz… Continue Reading „12. Nicht golddurchschossen“

11. „Brecht ähnlich“

Die Presse sprach mit dem Schauspieler und Regisseur Otto Schenk auch über Gedichte: Na ja, den Morgenstern mag ich auch sehr gern, er bedient meinen Humor, und auch Brecht ist ein großer Lyriker, vor allem dort, wo er sich selber fremd wird. Aber Rilke… Continue Reading „11. „Brecht ähnlich““

8. idance

In der idance company tanzen Menschen mit Downsyndrom. Schriftsteller Peter Turrini war skeptisch – und macht jetzt mit Texten selbst mit: Gestern Abend saß Turrini selbst auf der Bühne der Wiener Kammeroper. Im Scheinwerferlicht die idance company, sie tanzt zu Tango und Xavier Naidoo,… Continue Reading „8. idance“

7. Arbeiterlyrik

Der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt veröffentlichte „35 unterschlagene Gedichte“ von Alfons Petzold. Frank Milautzcki schrieb darüber bei fixpoetry. 2 Auszüge: 1 1911 erschien der Band „Seltsame Musik“ mit sozial engagierter Lyrik von Alfons Petzold beim Wiener Verlagsbuchhändler Theodor Daberkow, der sich sonst eher humoristischen Vorträgen,… Continue Reading „7. Arbeiterlyrik“

6. Straßenbahn

Wien. Heut nacht wurde eine strassenbahn gestohlen. Unbekannte fuhren damit stundenlang durch wien. In der frueh stands bei meiner ecke. Jetzt glauben alle: ich wars, weil auf einem sitz 2 meiner gedichte lagen! Helmut Seethaler  www.facebook.com/zetteldichter

5. Vatikan statt Vagina

Das Folgende ist offensichtlich kein Aprilscherz und, ich fürchte, völlig ernst gemeint: Prälat statt Prolet und Papst statt Paparazzi. Quadragesima statt Quadbandsimsen. Ritus statt Koitus. Synode statt Synergie. Tischlesung statt Dichterlesung. Urbi et orbi statt Ulli im Obi. Vatikan statt Vagina. Wunder statt Plunder.… Continue Reading „5. Vatikan statt Vagina“