Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Gesellschaft Aus einer großen Gesellschaft heraus Ging einst ein stiller Gelehrter zu Haus. Man fragte: Wie seid Ihr zufrieden gewesen? „Wären’s Bücher, sagt‘ er, ich würd‘ sie nicht lesen.“ Johann Wolfgang Goethe In: Gedichte 1800 – 1832. Hg. Karl Eibl (Sämtliche Gedichte in 2… Continue Reading „6. Gesellschaft“
Auch im Dschungel der „Kleinverlage“ brauchts Ordnung, deshalb beginnt der Artikel von Christina Eickhorn so: Literaturkritiker Michael Braun hält ihn für den „derzeit wirkungsmächtigsten unabhängigen Lyrikverlag im deutschsprachigen Raum“. Den Luxbooks-Verlag mit Sitz in Wiesbaden. Darin heißt es: Das erste Programm erschien dann im… Continue Reading „5. Auf Erfolgskurs“
Natürlich packe ich das Buch rasch aus, erfreue mich sogleich an der Gestaltung, wiege es in der Hand, in der das leinengebundene Werk trotz seines Umfangs angenehm leicht liegt, und lese unverzüglich die ersten Seiten, die sogleich eine Überraschung darstellen. Das erste Wort: Bekenntnisse.… Continue Reading „3. „Ich weiß von der ersten Zeile““
Bei aller Liebe zur deutschen Sprache fällt doch unangenehm auf, wie viele unserer Wörter auf der hässlichen Nachsilbe -zeug enden: So sagen wir Werkzeug, Spielzeug, Flugzeug, Schlagzeug, wo etwa das Englische tool, toy, plane und drums verwendet. Allein der Verlust für die Lyrik ist unübersehbar, wenn… Continue Reading „1. Reimzeug“
„Es wird das soziale Klima fördern, wenn Blasphemie wieder gefährlich wird“, stellte er [Mosebach] fest – und bekam wütende Reaktionen. Allerdings erging es dem examinierten Volljuristen wie gelegentlich kirchenkritischen Satirikern, man verstand ihn nicht. Er forderte nicht den Staat auf, Gotteslästerung unbedingt härter zu… Continue Reading „129. Gefährlich“
Wir, die KREATIVEN, liegen am liebsten mit der EVOLUTION im Bett. Jeden Morgen wachen wir bei IHR auf. Wir lieben SIE und SIE mag uns wohl auch sehr. Wie die Geliebte in Rainer Kirschs „Sonett“ antwortet SIE auf unsere Frage nach IHREM Befinden: „Genug,… Continue Reading „126. Die Kreativen“
Wäre der Mensch das perfekte Instrument zum Dechiffrieren eines Palimpsests, dann würde er vor der Seite sitzen, den Text mit dem Finger abfahren, ihn mit den Lippen Wort für Wort nachbilden und seine Struktur als Hypertext in alle Verkettungen nachvollziehen. So zumindest wurde es… Continue Reading „124. Palimpsest“
Selbst wenn ich Technologiekritik gemeinhin hoch schätze, vermag ich weder das Problem noch den Pessimismus Kurt Drawerts nachzuvollziehen. Jedenfalls, solange unsere Kultur noch so etwas wie die Lyrikreihe des Hochroth-Verlags hervorbringt und ich die Option habe, meine Abendlyrik in einem stillen Zimmer vom Papier abzulesen.… Continue Reading „122. Mehr Gelassenheit“
Kein anderer namhafter Komponist hat sich in den letzten Jahrzehnten so beharrlich auf das Lied eingelassen wie Wolfgang Rihm. Als bürgerliche Kunstform par excellence war gerade das Klavierlied in der Nachkriegsmoderne in eine Krise geraten. Rihm konnte es für sich zurückgewinnen, indem er in… Continue Reading „121. Lieder“
Der Literaturpreis 2012 des sächsischen Kunstministeriums geht an den Lyriker Andreas Altmann. Mit seinem Schaffen habe er sich im gesamten deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht, begründete das Ministerium am Sonntag in Dresden die Auszeichnung. Die Dichtung des 1963 in Hainichen nordöstlich von Chemnitz geborenen… Continue Reading „120. Preis für Altmann“
aus einem thread : Michael Gratz konkret: in wenigen tagen werd ich ein doppelt großen eReader haben, mit elektronischem stift zum dreinschreiben. dann fängts an ernst zu werden.Freitag um 15:19 · Gefällt mir Michael Gratz es fängt an ernst zu werden / es hört auf… Continue Reading „119. Gezwitschert, gegeigt und gesungen (2)“
Ohne die Lyrikanthologien von Axel Kutsch wäre das literarische Leben im deutschen Sprachraum deutlich ärmer. Lyrik erreicht seit jeher ihre Leser vorzugsweise über Sammelbände, und immer wieder leisten diese zusätzlich Erweckungsdienste für junge Autorinnen und Autoren, die hier Vorbild und Meister entdecken und hoffentlich… Continue Reading „118. Vielfalt und Aufklärung“
Etliche Dichter und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts waren fasziniert von den wald- und wasserreichen Landschaften Brandenburgs und suchten sich dort ihre Refugien – in Dörfern, Kurorten, Villenkolonien. Als Freizeitsitz oder fürs ganze Leben. 16 dieser Autoren stellt Edda Gutsche in ihrem soeben erschienen Buch… Continue Reading „117. Schriftstellerorte“
Lesen (Nietzsche) Aus: Lyrikwiki 23 [22] Fast bei allen Philosophen ist die Benutzung des Vorgängers und die Bekämpfung desselben nicht streng, und ungerecht. Sie haben nicht gelernt ordentlich zu lesen und zu interpretiren, die Philosophen unterschätzen die Schwierigkeit wirklich zu verstehen, was einer gesagt… Continue Reading „116. Ordentlich verstehen“
aus einem chat (danke pega mund): hm. beim frühmorgendlichen stöbern grade das gesehen: http://prominentenraten.blog.de/2012/07/27/brunopoliks-tweets-website-deutschen-bundestages-14261050/ (ja, weiß nicht, was ich von diesem brunopolik halten soll. er ist mir akut grad ein wenig unangenehm mit dieser deus-ex-machina-wadlbeißer-ich-habe-das-patent-rezept-attitüde.) Brunopoliks Tweets auf der Website des deutschen Bundestages! –… Continue Reading „113. Gezwitschert, gegeigt und gesungen (1)“
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