Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der 1969 geborene Lyriker Hendrik Rost versteht unter Schreiben sogar ausdrücklich ein Totengespräch. „Ad plures ire“ – zu den Vielen gehen – hat er einmal ein Gedicht betitelt und die lateinische Wendung, mit der die Römer das Sterben umschrieben, zum Prinzip der Poesie schlechthin… Continue Reading „52. Dauermurmeln“
… wirklich viel ist ja von der einst alles dominierenden Verlagsstadt Leipzig nicht übrig geblieben. Etwas Wichtiges aber schon: die Begeisterung für Buch und Literatur. Die auch teilweise Unterstützung in Behörden und Verwaltungen findet. So weit das möglich ist. Denn die Kulturförderung in Leipzig hat… Continue Reading „50. Lyrikgesellschaft“
… oder wichtige Ziele? Am Sonntag können die Bayern über fünf Verfassungsänderungen abstimmen fragt und spricht die Welt der Wichtigmacher.
Literatur Jetzt – Dresdner Festival zeitgenössischer Literatur Drei Dichter: Ein Abend mit Elke Erb, Brigitte Struzyk und Ulrich Koch – “Danke für die Notbeleuchtung der Sterne morgens” Donnerstag, 19. September um 20:00 Stadtmuseum Dresden Mehr unter www.literatur-jetzt.de
Die neue lyrikline ist online. Mit einer Feier in der Berliner c-base, weltweit per live stream übertragen, ging am 1.9.2013 die komplett überarbeitete und aktualisierte Webseite an den Start. Partner, Dichter und Freunde aus China, Costa Rica, Finnland, Israel, Kroatien, Mazedonien, Portugal und Québec… Continue Reading „44. Die neue lyrikline“
Während durch die Kanäle des Bleutge’schen lyrischen Ichs Naturbilder und -töne im Wechsel mit Zivilisationsresten hindurchfließen, treibt Ron Winkler in seinem jüngsten Band „Prachtvolle Mitternacht“ ein vergleichbares Spiel mit dem Ich, wenngleich mit anderem Fokus. Seine Gedichte sind nicht selten Sammelbecken für Zitate und… Continue Reading „43. Halbselbst“
Schon wieder Blooperverdacht. Ich hab grad keine Zeit, aber schon der Anfang dieses bayrischen Bildungsprogramms erfüllt die Kriterien (Wortbedeutung im vorigen Beitrag): Den Anfang macht die Liebeslyrik mit der „Kunst der glücklosen Anbetung“ – dem Minnesang. Nicolai de Treskow (geb. 1965) ehemaliger deutscher Musiker und Deutschlands… Continue Reading „42. Am Anfang war“
Das sorbische Volk (“gibt es das? ja, es gibt es noch, vor allem Wort um Wort, bei Kito Lorenc” – Peter Handke) ist ansässig in der Nieder- und Oberlausitz, hat eine eigene Flagge, eigene Sprache, eigene Dichter. Aber wie die Herkunft aus der Familie… Continue Reading „40. Ginge ich nach Haus“
Andere Quelle: SCHWARZE MILCH DER FRÜHE eine nur scheinbar enigmatische Verszeile von Paul Celan, die dazu noch ein lehrbuchmäßiges Oxymoron und eine Genitivmetapher enthält. Gemeint ist einfach Kaffee. Martin, sich eine Tasse einschenkend: „Schwarze Milch der Frühe… Ach Frank, sei so gut und gib… Continue Reading „39. Schwarze Milch die zweite“
Neue Perspektiven auf alte Werke… heute aus Leipzig: Die euro-scene Leipzig findet vom 05. – 10. November 2013 zum 23. Mal statt. Das Festival zeitgenössischen europäischen Theaters und Tanzes zeigt 12 Gastspiele aus 11 Ländern in 24 Vorstellungen und 8 Spielstätten. Das Spektrum umfasst Tanz- und Sprechtheater,… Continue Reading „38. Schwarze Milch der Provinz“
„Der Schreiber muß sich davon lösen, dem Glanz der ‚einfachen‘ Erkenntnis nachzujagen“, schrieb Thomas Brasch 1971 in sein Tagebuch. Und: „Die Welt, in der wir uns aufhalten, muß vorsichtig mit den Fingerspitzen neu begriffen werden (…).“ UND WENN WIR NICHT AM LEBEN SIND dann… Continue Reading „36. Mit den Fingerspitzen“
in der Menschenmenge plötzlich getroffen von einem Paar Augen – in dem einen Blick, kurz und unendlich, halten sich Zwei Hansjürgen Bulkowski
Einen „Prospekt“ – wie die Prachtstraße von St. Petersburg oder die Schauseite einer Orgel – nennt Ron Winkler den Introitus seiner neuen Gedichtsammlung „Prachtvolle Mitternacht“. Und wenn er nicht die Petersburger Magistrale oder den Orgelprospekt meint, dann denkt er vielleicht an den Lagebericht eines… Continue Reading „34. Wortgewebe und Melodien“
Das Neue Deutschland hat Sympathien für den skeptischen Herrn Enzensberger: In diesem geistreichen Büchlein bestätigt Enzensberger sein denkerisches Wesen: Dieser Dichter vom Jahrgang 1929 erwies sich im Laufe seiner Lebenskurven als nur bedingt talentiert für ideologische Lagertreue. Er ging zunächst wortführend durch die schöne… Continue Reading „32. Wider-Lager“
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