Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Für 20 junge Autoren entscheiden beim open mike 15 Minuten über den Erfolg. Ausgewählt aus 700 Einsendungen, ist für sie beim Finale am 13. und 14. November in der Wabe in Berlin 15 Minuten das Mikro geöffnet, 15 Minuten, um mit ihren Texten die… Continue Reading „99. Das Mikro ist offen: 15 Minuten beim open mike“
Die Preisverleihung im Überlinger Kursaal war eine glanzvolle Hommage an die gesprochene Literatur. Erstmals bekam in dem Schweizer Christian Uetz ein Vertreter der „Spoken Word Poetry“ die seit 1954 zum 38. Mal verliehene, renommierte Auszeichnung. Ja, müssen wir das denn überhaupt ernst nehmen und… Continue Reading „98. Bodensee-Literaturpreis für „orale Kunst““
Die jüdische Lyrikerin Gertud Kolmar gab in ihren Gedichten den Rosen phantasievolle Namen: „Liebe“, „Traumsee“, „Marzipanrose“ oder „Rose in Trauer“. Sechzehn Rosenstöcken widmete die Künstlerin in ihrem Zyklus „Bild der Rose“ ein Gedicht. Der Rosengarten setzt der Falkenseer Dichterin und ihrem künstlerischen Schaffen ein… Continue Reading „97. Rosengarten für Gertrud Kolmar“
Durs Grünbein befreit sich in Rom vom Panzer des Bildungsdichters, schreibt Andreas Nentwich, Die Zeit 42: Grünbein schätzt an den lateinischen Klassikern, dass sie die „Persona“ erfanden, den Vorläufer des lyrischen Ich, das nicht mit dem ganzen Menschen verwechselt werden darf. Und er war, während… Continue Reading „95. Grünbeins Rom“
Hindert aber das Lesen nicht am Schreiben? Der richtig gute Leser verhält sich passiv. Jene, die selbst schreiben, sind dagegen meistens Diebe. Und wo stiehlt der Dichter am liebsten? Eine Zeitlang etwa bei Rilke. Da hat man einen Rilke-Tick, den man ganz toll… Continue Reading „94. Dichter sind Diebe“
„Urs Engelers Erben“ bringen „a poem a day„, Samstags auch mal zwei: heute brachte die Post ein Gedicht von Jan Wagner und ein oder zwei von Anja Utler nach Jan Wagner mit der Ankündigung: Dieses Gedicht gehört zur Deutsch-Deutschen Übersetzungswerkstatt, die bald als roughbook 007… Continue Reading „91. Deutsch-deutsch im roughblog“
1988 begegneten sie sich das erste Mal: Ralph Grüneberger aus Leipzig, der zu einer Lesung als „Arbeiterdichter“ nach Osnabrück reisen durfte, und Wolfgang Rischer, damals noch Lehrer. Er lebt in Süpplingen bei Helmstedt. Nahe am einstigen Grenzübergangspunkt. … Später – da war der Schampus vom… Continue Reading „90. Deutsch-deutsch in Leipzig“
Gleich mehrere Jubiläen verschmolzen in einer Feierstunde, zu der der Arbeitskreis Marie Luise Kaschnitz ins Bildungshaus Kloster St. Ulrich eingeladen hatte. Am 36. Todestag der Dichterin, der jedes Jahr gefeiert wird, präsentierte Dieter Schnebel, jüngst 80 alt geworden, seine Vertonungen von Gedichten seiner Schwiegermutter… Continue Reading „89. Kaschnitz + Hebel + Schnebel“
Noch vor drei Jahren hatte die Zeitschrift „BELLA triste“ ein kühnes Heft vorgelegt, das mit akribischen Textanalysen und angriffslustigen Essays den verkümmerten Lyrik-Diskurs wieder in Bewegung brachte. Diese Ansätze sind mittlerweile wieder versickert. Leider hat sich „BELLA triste“ wieder auf den bewährten Weg der… Continue Reading „88. Zeitschriftenlese“
Bei der Formulierung „immer nur einzelne“ aus der vorigen Meldung kann ich nicht anders als an ein Gedicht von Kito Lorenc zu denken, der als deutscher Christoph Lorenz aufwuchs und dann seine sorbischen Wurzeln entdeckte. Kito Lorenc schreibt in beiden Sprachen und wurde einer… Continue Reading „86. Bei uns nix personen kult“
Ja, die DDR war eine Diktatur, die Meinungen unterdrückte und Menschen drangsalierte und daran schließlich scheiterte. Joachim Walther hat unbestreitbare Verdienste im Sammeln und Bewahren von Informationen, die wenig bekannt waren oder drohten vergessen und verdrängt zu werden. Aber, wenn der Zeitungsbericht treu berichtet,… Continue Reading „85. Keine Legendenbildung“
Mehr als 50 Fälle sind dokumentiert, in denen junge Menschen wegen „Herabwürdigung der DDR“ beispielsweise in einem Gedicht zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden oder sie hatten verbotene Literatur gelesen. Einer erhielt zwei Jahre Gefängnis, weil er „1984“ von George Orwell an Freunde verliehen hatte. Tragisch… Continue Reading „80. Für ein Gedicht ins Gefängnis“
ES GEHT ZU ENDE WAS BISHER WAR, und die Stimmen sind fern wie morgens um fünf, wir werden uns nie mehr wiedersehen, wir werden vergessen. Man siehts an der Luft, an den Augen der Leute, überall rollen sie die Erinnerungen ein, heut sah ich… Continue Reading „79. Anderes Gedicht“
EIN KOPF AN EINEM KOPF IST NIE ZU WENIG Wozu noch Trennungen, die wir nicht merken Und Abschiede, die unsere Liebe stärken Ich hab in deinem Haar versehentlich Die Hand mit meinem Schlüssel liegen lassen Von allen Anhängern zuerst die Brücken Wir küssen nicht… Continue Reading „78. Gedicht“
in Rumänien mit unbequemen Fragen. / Markus Bauer, NZZ 16.10. Dazu auch Richard Wagner, FAZ 16.10.
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