Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Eine kleine Nachlese zum Fest. Ist es auch nur teilweise Lyrik, hat es doch Bedeutung. 1 Böhmes Gedichte Er beteuerte: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt mit dem Organ Staatssicherheit zusammengearbeitet.“ Er sei nur zurückgetreten, um Schaden von der SPD abzuwenden.… Continue Reading „9. Einheitsbrei“
(Auch eine Art Nachsatz auf Theo Breuers schöne Besprechung der Land-Anthologie, Thema: Was bleibt?) Der Schleier des Vergessens hat sich längst über ihn gesenkt. Schon um 1900 gehörte er zu den Verschollenen. Seit 120 Jahren wurde keines seiner vielen Bücher neu aufgelegt, im 20.… Continue Reading „7. Der Wiener Schriftsteller Heinrich von Levitschnigg“
Die in Finnland lebende Dichterin Dorothea Grünzweig wird mit dem Anke-Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis geehrt. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 26. Oktober in Weimar erstmals vergeben, teilte die Deutsche Schillerstiftung mit. Der nach der Literaturwissenschaftlerin Anke Bennholdt-Thomsen benannte Preis ist ausschließlich Lyrikerinnen vorbehalten… Continue Reading „6. Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis“
Falls Sie heute (ausnahmsweise) eine „Welt“ kaufen wollen, müssen Sie sich beeilen. Es lohnt sich. Die komplette Ausgabe, nicht nur das Feuilleton, sondern Sport, Finanzen und alles andere statt mit Fotos mit Bildern von Georg Baselitz ausgestattet. Welt goes taz. (Aber Welt sagt: „Das… Continue Reading „5. Baselitz“
Parallel zum literarischen Werk entfaltete sich unter dem Einfluss von Oskar Kokoschka und Franz Marc seit den frühen zehner Jahren Else Lasker-Schülers bildnerisches Schaffen. Das Jüdische Museum in Frankfurt am Main zeigt nun eine umfassende Ausstellung ihrer Bilder. / Roman Bucheli, NZZ 29.9.
Während es im Vorwort von Der Große Conrady heißt, daß man, vor allem (aber nicht nur) im Kompartiment der zeitgenössischen Gedichte eher auf Dokumentation als auf Kanonbildung aus sei, da wohl erst die Nachwelt mit naturgemäß distanzierterem Blick feststellen könne, welche Verse die Zeiten überleben,… Continue Reading „1. Windschiefes Lyrikhaus mit risk und fun“
Filmpremiere in Berlin – „An den Rand geschrieben. Rumäniendeutsche Schriftsteller im Fadenkreuz der Securitate“ – und Podiumsgespräch 05.10.2010 Berlin/Neue Bundesländer Am 5. Oktober 2010 um 20.30 Uhr wird der Film „An den Rand geschrieben. Rumäniendeutsche Schriftsteller im Fadenkreuz der Securitate“ von Helmuth Frauendorfer erstmalig gezeigt.… Continue Reading „128. Rumäniendeutsche Schriftsteller im Fadenkreuz der Securitate“
Erst raubt die Diktatur den Opfern ihre Zukunft, dann die Vergangenheit: In Jena wurde über die Verbrechen der Securitate und Oscar Pastiors Enttarnung diskutiert. Es gab ein explosives Aufeinandertreffen von Wissenschaftlern und Zeitzeugen. / Hubert Spiegel, FAZ.net 29.9.
Die Meldung der vergangenen Woche: Büchnerpreisträger Oskar Pastior war IM. Warum er all die Jahre geschwiegen hat, fragen nun jene Blätter, deren Rauschen der Grund seines Schweigens war: die Pein, die Not, sich verständlich zu machen in einem Wald aus Spiegeln, die jedes Wort… Continue Reading „125. „Ich war IM““
Von Lyrik und Prosa zu Visueller Poesie, Songs, Hörclips und Performances * WORKSHOP FÜR AUTORINNEN * Referentinnen: Tanja Dückers J. Monika Walther Manja Präkels Judith Kuckart Angelika Janz Das Literaturbüro Ruhr e.V., die Autorinnenvereinigung e.V. und das Frauenkulturbüro NRW laden interessierte Autorinnen zur Teilnahme… Continue Reading „124. Krefelder Workshop: POETISCHE EXPERIMENTE“
Man lässt sich leicht täuschen von diesen Gedichten, lässt sich verleiten, nur das Lichte zu sehen: ‚Spätes Lob der Schönheit‘ heißt der neue Gedichtband des 1924 geborenen, 1941 nach Palästina entkommenen Tuvia Rübner, und ‚Spätes Lob der Schönheit‘ ist auch der Titel eines der… Continue Reading „121. Tuvia Rübners Deutsch“
Kleinlaut ist bloß das erste Wort. „Neulich“, beginnt das Gedicht von Friedrich Rückert, „deutschten auf Deutsch vier deutsche Deutschlinge deutschend, sich überdeutschend am Deutsch, welcher der Deutscheste sei“. 1819 hat Rückert diese Zeilen geschrieben. Sie haben an Aktualität nicht eingebüßt. Folglich finden sie unbestritten… Continue Reading „120. Seite 383 im „Echtermeyer““
„Du schickst mir deine Gedichte, ich schicke dir meine“, beginnt das Gedicht „Die Verschwörung“ des amerikanischen Dichters Robert Creeley. Mit diesen Zeilen hat die Wahl-Eislinger Dichterin und Herausgeberin ihren neuen Lyrikband überschrieben. Seit 20 Jahren bestehen in Eislingen die zweisprachigen Lyriklesungen. Vorgestellt wird zeitgenössische… Continue Reading „116. Babylonische Verschwörung“
Ein Akkordeon-Stück der in Bremen lehrenden Koreanerin Younghi Pagh-Paan war von einem Gedicht von H.C. Artmann inspiriert, das so rätselhaft schön anmutet, wie der gesamte Abend in der Lutherkirche war. Denn in dem Gedicht stehen Zeilen wie „Mein Herz ist die stumme Frage eines… Continue Reading „115. Rätselhaft schön“
Respektlos behandeln sie edle wie banale Fundstücke (etwa aus dem Marbacher Literaturarchiv: «der Holocaust – das erfolgreichste Thema der Literatur des 20. Jahrhunderts»), verwandeln Mörike und klopfen an den Hölderlinturm. Bisweilen klingen die poetischen Gebilde wie eine verwandte Fremdsprache. Die Essenz dieser um die… Continue Reading „114. „st““
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