Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 12. April 2020 von lyrikzeitung
Franz Hodjak
Osterspaziergang
der holunderduft am dorfrand als memento
und in den bergruinen hausen illegal
verfickte kater.
die tage ähneln immer mehr gepackten koffern.
der kettenhund streckt unruhig die ohren in den wind.
die brunnen, die einst anders rauschten, sind ausgedorrt.
man rückt auf den Stühlen hin und her.
wie feine bazillen verbreitet
unausgesprochenes nachdenklichkeit.
gott ist das, was von gott geblieben ist.
die botschaften, die von allgemeinem interesse sind,
stehn auf ansichtskarten
und in briefen.
Aus: Das Land am Nebentisch. Texte und Zeichen aus Siebenbürgen, dem Banat und den Orten versuchter Ankunft. Hrsg. Ernest Wichner. Leipzig: Reclam, 1993, S. 162
Kategorie: Deutsch, Deutschland, RumänienSchlagworte: Franz Hodjak
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
| Als ich Goethe ermun… bei Als ich Goethe ermunterte | |
| digitalassistenz bei Interview mit Stan Lafleu… | |
| Das Auge – Sta… bei Das Auge | |
| digitalassistenz bei Das ist mein Alter nun | |
| Angelika Janz bei Zrtsch | |
| 中国大好き bei Dem trunkenen Freund | |
| Mail Artists' Index bei Nebel, der fehlte | |
| Malte Krutzsch bei Lüge | |
| lyrikzeitung bei Lüge |
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Hast du ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.

Pingback: Joachim Ringelnatz in der Bahnhofswartehalle – Spucke, Stil und Satire