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Veröffentlicht am 12. Oktober 2019 von lyrikzeitung
Anna Louisa Karsch
(* 1. Dezember 1722 in Hammer bei Schwiebus; † 12. Oktober 1791 in Berlin)
An eine Freundin
Dies Tantalussische Verlangen,
Der heiße Fieberdurst in mir
Ist nun, dem Himmel Dank! vergangen.
Nun, meine Freundin! kann ichs Dir
Wohl sagen froh und unverholen,
Nun glüht mir Tag und Nacht der Mund
Nicht mehr wie angeflammte Kohlen,
Seitdem mir Milon hat befohlen:
„Bleib ruhig, bleib gesund –
Sonst kränkst du mich“ –
Er sprachs, und läßt mich denken:
Ihn, meinen Wunsch, mein Augenmerk,
Ihn, meinen Abgott! nicht zu kränken,
That die Natur ein Wunderwerk

Kategorie: DeutschSchlagworte: Anna Louisa Karsch
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ich weiß nicht was tantalussisch ist, aber das gesamte gedicht liest sich sehr modern, es ist sehr interessant, vielen dank fürs vorstellen und posten.
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