Rudyard Kipling 150

Nicht zuletzt ist Kipling ein Dichter. Der Grenzgänger zwischen Orient und Okzident zeigt sich auch hier als Amphibium, weil er ständig und mühelos von der Prosa zum Vers wechselt. Seine rasanten Balladen aus dem Soldatenleben des Empire, «Barrack Room Ballads», waren einst in aller Munde; Brecht hat sie bewundert und kopiert. Noch 1941, also fünf Jahre nach Kiplings Tod, veröffentlichte T. S. Eliot eine Auswahl seiner Verse mit einem Vorwort, das die Anziehung durch den poetischen Antipoden bezeugt. Und dessen lyrisch-martialischer Imperativ von 1914 «Stand up and take the war. / The Hun is at the gate!» hatte während der Battle of Britain an Aktualität gewonnen. / Werner von Koppenfels, NZZ

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