Menantes-Preis für erotische Dichtung zum 6. Mal ausgeschrieben

Cover_Menantes-Preis_2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

1680 wurde in der kleinen Thüringer Gemeinde Wandersleben zuwischen Erfurt und Gotha Christian Friedrich Hunold geboren, der unter dem Namen Menantes zu einem der meistgelesenen Autoren des Spätbarock aufstieg. Die Kirchgemeinde des Ortes und die Thüringer Literaturzeitschrift „Palmbaum“ schreiben seit 2006 alle zwei Jahre den Menantes-Preis für erotische Dichtung aus. Jeder Autor, jede Autorin kann sich mit je drei Gedichten oder einer Kurzgeschichte von fünf Seiten um den Preis bewerben.

Erotik mit Kirchensegen – geht denn das? Und ob … Immerhin findet sich eines der schönsten Liebelieder im Alten Testament: Das Hohelied Salomons.

Freilich gibt es den Preis nicht für fromme Texte. Doch was ist Erotik – im Unterschied zu Pornografie? Die Jury hat ein Kriterium: Porno ist Aufgeilen abgestumpfter Sinne, zu dessen Zweck sich eine/r eines/r anderen bedient – mit immer denselben phantasielosen Worten und Griffen … Erotik meint das genaue Gegenteil: Verfeinerung der Sinne zur Steigerung des Genusses im freien Miteinander durch Entfesselung der Phantasie …

Das klingt leicht, gehört jedoch zum schwersten, zu den Königsdisziplinen der Literatur: denn nirgends wuchern die Klischees mehr als im Feld der Liebe, und nirgends ist der Grat zwischen Gelingen und Verfehlen so schmal:  entweder dominiert der Stoff die Form, droht der Text ins formlos-Gefühlige oder in Vulgarismen abzugleiten, oder die Form ist so vollendet, das sich kein Kribbeln mehr herstellen will.

Der Preisträger des Jahres 2014 war Uwe Kolbe. Sein Gedicht „Kleinen Mannes Lied auf die große Liebe“ eröffnet die Anthologie „Die fünfte Dimension“, die 2014 im quartus-Verlag Bucha bei Weimar mit Zeichnungen von Roger Bonnard erschienen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Jens-F. Dwars
Redakteur Palmbaum, Jury Menantes-Preis

Benannt nach dem „galantesten“ Dichter des Barock, der als Christian Friedrich Hunold (1680-1721) in Wandersleben zur Welt kam, wird der Preis vom Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchgemeinde Wandersleben in Zusammenarbeit mit der Thüringer Literaturzeitschrift Palmbaum seit 2006 alle zwei Jahre ausgeschrieben. Bis zu 800 Autoren aus 15 Ländern haben sich daran beteiligt. 2016 wird der Preis zum sechsten Mal verliehen!Senden Sie uns bis zu drei Gedichte oder eine Kurzgeschichte mit maximal fünf Manuskriptseiten (à 2000 Zeichen). Die Texte müssen bislang ungedruckt sein (Veröffent­lichungen auf Websites sind möglich). Eine Jury aus fünf Kritikern und Schriftstellern ermittelt unter allen Einsendungen die fünf originellsten und lädt deren Verfasser zu einem Lesefest am 11. Juni 2016 in den Pfarrhof von Wandersleben ein, bei dem der Jury-Preis (2.000 EUR) sowie ein Preis des Publikums (500 EUR) vergeben werden. Das Preisgeld wird vom Menantes-Förderkreis gestiftet.

Die Beiträge der fünf Finalisten erscheinen im Oktober-Heft des Palmbaums 2016. Eine Anthologie mit den 50 besten Beiträgen zum Menantes-Preis von 2006 bis 2016 ist im quartus-Verlag geplant. Um für die Jury die Anonymität zu wahren, bitten wir die Texte ohne Verfassernamen, jedoch mit einer separaten Kurzbiographie unter dem Stichwort „Menantes“ zu senden an:

 

Evangelische Kirchgemeinde Wandersleben

Menantesstraße 31

99869 Drei Gleichen, Ortsteil Wandersleben

Einsendeschluss: 31. März 2016 (Poststempel)

Eine Rücksendung der Texte erfolgt nur, wenn ein adressierter und frankierter Umschlag beiliegt.

www.menantes-wandersleben.de

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