45. Für den Preis zu schwarz / rot

Nach 50 Jahren werden die Unterlagen zur Nobelpreisvergabe öffentlich – jetzt also 1963. Giorgos Seferis erhielt den Preis einhellig. Abgelehnt wurden u.a. Samuel Beckett, Pablo Neruda, Michail Scholochow und Vladimir Nabokov – mit zum Teil harschen Begründungen. Beckett war den Akademikern zu „negativistisch“, „nihilistisch“ und „in vielerlei Hinsicht deprimierend“, Nabokov zu unmoralisch, Neruda zu kommunistisch, und Scholochow müsse erst einmal beweisen, daß seine jüngeren Werke nicht bloß Propaganda wären. Im Hinblick auf die Zahl der Kandidaten meinte Anders Österling: „Die lange Vorschlagsliste dieses Jahres stellt so hohe Anforderungen an die Aufnahmefähigkeit des Komitees, dass gewisse Lücken im Ergebnis des Entscheidungsverfahrens als unausweichlich betrachtet werden müssen.“

Siehe den Bericht von Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung 7.1.

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