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Veröffentlicht am 4. April 2012 von lyrikzeitung
Woche der altgriechischen Poesie in L&Poe 2.-8.4.

Satyr mit Kantharos und Lyra. Tondo eines Attisch-rotfigurigen Kylix,
460-450 v. Chr. Aus Vulci. (Wikimedia Commons)
Immanuel Musäus (Greifswald) schreibt:
Ein kleiner Fetzen. Nicht von einem alten Griechen, sondern von mir, aber auf Altgriechisch. Habe ich mal gedichtet oder vielmehr zusammengeflickt (ist aber kein Cento im strengen Sinn) zur Illustration der poetischen Etymologie, anhand des Namens „Europa“, mit Parecheseis und Paronomasien usw. Und natürlich kann die Übersetzung das alles nicht mitnehmen, zur Hilfe sind die einschlägigen Wörter aber kursiv gedruckt.
… ἐπ᾽ εὐρέα νῶτα θαλάσσης
ἁρπάξας Κρήτηνδε κατήγαγεν εὐρυόπα Ζεύς
Εὐρώπην οὐ κόλπον ἀν᾽ εὐρώεντα θαλάσσης
ἀλλ᾽ ἕσσας ἐπὶ θῖνι θαλάσσης εὐρυπόροιο
θῆκεν τ᾽ εὔρωστον καὶ ἀγήραον ἤματα πάντα.
… Auf die weite Fläche des Meeres
raubte der weithin schallende Zeus Europa und brachte sie nach Kreta,
nicht auf irgendeine modrige Bucht des Meeres,
sondern am Strand des weit befahrenen Meeres setzte er sie ab
und machte sie rüstig und alterlos für alle Zeit.
Kategorie: Altgriechisch, DeutschlandSchlagworte: Immanuel Musäus
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