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Veröffentlicht am 4. April 2012 von lyrikzeitung
Was sie nach der Lesung der letztjährigen Preisträgerin Marion Poschmann zu Gehör brachte – Impressionen aus einer „Dante-Gegend irgendwo vor Assisi“, wo Sankt Franziskus Heiligen-Viten fälschte, und eine spröde Personenstudie aus ihrer norddeutsche Heimat – ließ den typischen Bossong-Ton vernehmen: so intellektuell-leichtfüßig wie bodenständig, Gegenwart und Geschichte mit überraschenden Wendungen verquickend, flott im Tempo.
„Ich will nur Mädchen sein, nicht in Arkadien leben“, heftete sie einem verklärenden Verehrer ans Revers. Eine Richtungsweisung. Lieber ein Wuchergewächs im literarischen Tropenhaus. Vor allem Taschenspielerhaftem sei diese Lyrik ebenso gefeit wie vor dem schwärmerischen Ton, lobte der Journalist Tobias Lehmkuhl, der in seiner brillanten Preisrede gleichwohl immer wieder Rainer Maria Rilke zitierte, den schwärmerischsten Besucher von Worpswede. „Kleine Kraftwerke“ seien die Gedichte dieser „ehrlichen Berichterstatterin: komprimierte Energiequellen“. / Stefan Tolksdorf, Badische Zeitung
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Nora Bossong, Peter Huchel, Rainer Maria Rilke, Stefan Tolksdorf, Tobias Lehmkuhl, Worpswede
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Herzlichen Glückwunsch an Nora!
Ich hab die Laudatio des SWR-Intendanten Peter Boudgoust nicht gehört, aber ich hab sein Plädoyer für mehr Ignoranz im SWR gelesen:
http://www.zeit.de/2012/14/SWR-Rundfunkorchester
Wer derart heuchlerisch versucht, die eigenen beschränkten Maßstäbe nicht nur zu bewerben, sondern mit ihnen auch noch die eigenen beschränkten Entscheidungen zu rechtfertigen, dem glaub ich seine Sorge vor „kulturellem Kahlschlag“ nicht – und auch der Zeitung nicht, die ihm das Ass (mag es auch Bossong heißen) so devot hier in den Ärmel schiebt.
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