33. Pro patria

(Türkische Früchte 2)

Orhan Veli Kanık (1914-1950)

Vatan İçin

Neler yapmadık şu vatan için!
Kimimiz öldük;
Kimimiz nutuk söyledik.

Für das Vaterland

Was taten wir nicht für das Vaterland!
Manch einer von uns ist gestorben.
Manch einer hat Reden gehalten.

Annemarie Schimmel: Aus dem goldenen Becher. Türkische Gedichte aus sieben Jahrhunderten. Köln: Önel-Verlag. 2. überarb. Aufl. 2002, S. 226.

12 Comments on “33. Pro patria

  1. Pingback: 60. Orhan Veli | Lyrikzeitung & Poetry News

    • schon, aber es gefällt mir auch immer wieder ne passage. ich werd ihn gewissermaßen nicht los.
      (ein wenig werbung in eigener sache: ich hab drüber geschrieben, bald erscheint ein langgedicht bei der parasitenpresse)
      und bitte michael bitte! 🙂

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  2. aber vielleicht liegt genau hier das problem politischer dichtung, oder ihrere exegese. und darin, dass ein text, in verschiedenen kontexten unterschiedliche bedeutung generiert, auch unabhängig von der bedeutung seiner entstehung. natürlich ist die beweglichkeit der text auch ihr reiz,

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    • aber veli ist „eigentlich“ kein politischer dichter. und das mit den kontexten stimmt doch für jeden text. ich hab „extra“ einen provokatorischen kontext hinzugefügt mit der „horazischen“ überschrift. (auch hölderlins „die schlacht“ ist kein politisches gedicht, hat nur politische implikationen halt.) – ja, das könnte ein reiz sein, wär da nicht die dämliche hermemeutik des verdachts, die im netz erst recht aufblüht, weil es ja so leicht ist draufzuhauen. – schimmel ist ein problem für sich und iqbal erst recht. was hat das mit veli zu tun. lest ihn…, nein, das nehm ich zurück: lies ihn doch mal.

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  3. und was das zitieren betrifft: deutsche nationalisten, ich nenn sie mal so auch auf die gefahr, es kommt gleich einer mich zu belehren, haben hölderlin zitiert: „der tod fürs vaterland“ zb. soll ich deshalb meine meinung über gedicht und dichter nach ihnen ausrichten? quatsch. jeder darf verstehen wie nichtverstehen, zitieren wie ignorieren, aber deshalb hat er noch nicht recht. um zb hölderlin zu verstehen, das „prekäre“ gedicht vom „tod fürs vaterland“, sollte man sattlers kommentar und textfassungen in der frankfurter ausgabe lesen und nicht ss-prppagandafilme schaun. jeder wird dann verstehen, wenn er nicht germanist oder vernagelt oder beides ist, daß es in wahrheit ein gedicht über die französische und erhofft künftige deutsche revolution ist, die nicht kam.

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  4. ach gott, moralisch sind die zeiten! ehrlich gesagt wünschte ich, die formulierung vom grauwölfegedicht stünde nicht hier. das ist quatsch mit soße. das kleine gedicht, so sehe ich das, verspottet salbungsvolle politikerreden. als es geschrieben wurde, war die verteidigung der – laizistischen – republik atatürks, die von truppen vieler länder besetzt war, noch in erinnerung. orhan veli kann weder für graue wölfe, islamismus noch für absurde verdächtigungen. er war ein großer dichter des modernen istanbul. statt verdächtigungen zu streuen, könnte man sich kundig machen – schon das klicken des links auf seinen namen oben bringt vielleicht etwas weiter. (auch wünschte ich, jeder verwaltete seine lesezeichen, ohne darüber die lyrikzeitung zu informieren)

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  5. schönes graue wölfe gedicht. ich habe für die seite mein lesezeichen gelöscht, oder kommt noch eine erklärung? einfach mal türkischen nationalismus bei google eingeben..

    ade.

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