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Veröffentlicht am 4. April 2011 von lyrikzeitung
Seine „Metaphorik der Überraschung“ sei als „Kritik der Lahmarschigkeit“ des herkömmlichen Gedichts zu verstehen. Lerner habe mit „Die Lichtenbergfiguren“ einen „furiosen Gedichtband“ geschrieben, ein „Meisterstück moderner Sonett-Kunst“, das „lyrische Direktheit mit kluger poetologischer Reflexion verbindet“.
Lerner und sein deutscher Übersetzer, der ein Jahr ältere Steffen Popp, haben gestern Morgen den Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie erhalten.
Laudatorin Monika Rinck sagte ambitionierte Sätze wie „Die Gedichte wissen, was sie tun, indem sie mit den Dingen zusammenstoßen“ und „Wir sehen das Gewohnte, das Ungewohnte und das, woran man sich unmöglich gewöhnen kann, in der Kombination von Beidem.“ …
Lerner las mit warmer, dunkler Stimme seine Gedichte, Popp tauchte sie in seine eigene Melodie. „Gather your marginals, Mr. Specific. The End/is nigh“, schreibt Lerner. Und Popp übersetzt: „Pack deine Fußnoten ein, Dr. Akribisch. Das Ende/ ist nah.“
Man sollte ganz dringend die Gedichte von Lerner lesen. / Sabine Müller, Münstersche Zeitung
Ben Lerner: Die Lichtenbergfiguren. Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Steffen Popp. Luxbooks, 52 S., 18,50 Euro.
Kategorie: Englisch, USASchlagworte: Ben Lerner, Münster, Monika Rinck, Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie, Sabine Müller, Steffen Popp
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