2. Allererstes Schema

Der Juni gehört traditionsgemäß dem Poesiefestival. Schon zum elften Mal findet es dieses Jahr statt – vom 4. bis zum 12. in der Akademie der Künste (Hanseatenweg 10) – und widmet sich dieses Mal dem Mittelmeer. Wunderbares Festival, wunderbares Thema! In über 50 Veranstaltungen stellen 170 Dichter aus allen Anrainerstaaten ihre Arbeiten vor, „schaffen Querverbindungen, legen Bezüge und Brüche offen“, wie es im umfangreichen Programmheft heißt. …

Und am Montag eröffnet in der Griechischen Kulturstiftung (Wittenbergplatz 3a, 17 Uhr) eine Ausstellung zum Leben des griechischen Literaturnobelpreisträgers Giorgos Seferis, der in seinen Gedichten immer wieder das Meer und die ihm zugehörigen Gegenstände aufgerufen hat: den Hafen, das Schiff, die Insel, das Haus.

„Hier legten wir mit den Schiffen an um die abgebrochenen/ Ruder zu flicken,/ um Wasser zu trinken und zu schlafen. Das Meer, das uns verbittert hat, ist tief und nicht zu ergründen …“, heißt es in „Flasche im Meer“. Was Christian Enzensberger in einem Nachwort einmal über Seferis’ Gedichte schrieb, gilt wohl auch für andere Dichter des Meeres. Es scheint ganz einfach. In ihren Gedichten hat sich ein „allererstes Schema“ bewahrt: „Die Dinge sind, die Menschen tun.“ (Gesamtes Programm unter: www.literaturwerkstatt.org) / Tagessspiegel

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