51. Lesereihe EXTRA

Lesereihe | Performance

EXTRA

Forum Stadtpark, Graz

Fr, 14.05. & Sa, 15.05., jeweils 20:00 Uhr, Hauptraum, Eintritt frei

Die Lesereihe EXTRA gibt einen Überblick über die unterschiedlichen experimentellen und angriffigen Nischen und Ränder des Literaturbetriebs.

  • – Ulrich Schlotmann (Berlin)
  • – Ulrich Holbein (Kassel)
  • – Markus Berger (Kassel)
  • – Clemens Schittko (Berlin)
  • – Ralf B. Korte (Berlin)
  • – Helmut Schranz (Graz)
  • – Max Höfler (Graz)

Die Literatur spielte für das FORUM STADTPARK seit jeher eine gewichtige Rolle. Vor allem die so genannte experimentelle Literatur, wie zum Beispiel die selbige der Wiener Gruppe fand im FORUM STADTPARK immer schon eine verlässliche Heimat. Dass es die experimentelle und avancierte Literatur in den letzten Jahren durch die verstärkte Kommerzialisierung des Literaturbetriebs nicht immer leicht hatte, weiß man nicht erst seit dem Pop-Boom der 1990er-Jahren.

Der neue Literaturbeauftragte des FORUM STADTPARK, Max Höfler, setzt an dieser Stelle an und möchte das Haus wieder zur Anlaufstelle der so genannten experimentellen und avancierten Literatur machen. Hierzu findet am 14.05. und 15.05. zum ersten Mal die zweitägige und international besetzte Lesereihe EXTRA statt. Sie soll zum einen einen Überblick über die unterschiedlichen Formen der experimentellen, angriffigen und engagierten Nischen und Ränder des Literaturbetriebs geben. Zum anderen soll diese Lesereihe ausloten, inwiefern diese Literaturformen noch gesellschaftliche Relevanz erzeugen können. …

Markus Berger, der zum ersten Mal in Graz zu sehen sein wird, wird das Grazer Publikum mit einer mehrstimmigen, multimedialen Leseperformance seines Textes Kriechkalebasse Oder: der Welt erste Abmahnung überraschen. Neben Bild und Ton werden bei dieser Performance auch die Grazer Autoren Max Höfler und Helmut Schranzmitwirken. Letzterer wird ebenso wie der Berliner Ralf B. Korte aus eigenen Texten lesen. Beide zählen zu den festen Größen der Literaturszene und sorgen mit ihrer Avant-Avantgardezeitschrift perspektive seit den 1990er-Jahren für rege Diskussionen in der Literaturszene. Für Aufregung sorgten sie nicht zuletzt durch ihre Aktion Solitude beim Symposium „Avantgarde – auslöschen oder verbessern?“, bei der sie mit einer Spielzeugpistole bewaffnet das Podest stürmten, das Mikrofon kaperten und ein Manifest verlasen: Avantgardistische Literatur darf kein reines Formenspiel oder auf Kanonisierung aus sein, sondern muss immer eine engagierte und angriffige Tätigkeit des Dagegenhaltens sein, waren und sind ihre Forderungen.

Auch der junge Berliner Autor Clemens Schittko wird zum ersten Mal in Graz zu erleben sein. Mit seinen angriffigen Texten spreng er die Grenzen der Lyrik: So bestehen seine amüsanten Texte zuweilen aus seitenweisen Lyrikerbeschimpfungen oder Vokabelvorschläge für den Dichter von heute.

Die Hefte der Zeitschrift perspektive gibt es als Pdf, darin auch die angesprochenen Texte von Clemens Schittko: http://www.perspektive.at/wp-content/uploads/hefte/p59_60.pdf (S. 161) und  http://www.perspektive.at/wp-content/uploads/p62_63.pdf (S. 131).

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