Der Emirati-Dichter Ahmad Rashid Thani aus Dubai starb gestern nach schwerer Krankheit im Alter von 49 Jahren, melden die Gulf News.
22. Februar 2012
9. Januar 2012
30. Dezember 2011
114. Andere Länder
“Wenn du wissen willst, was in einer Gesellschaft los ist, sieh dir die Gedichte an, die ihre Mitglieder schreiben”.
Sagt Ahmed Rashed Thani (49), ein bekannter Autor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. / The National
4. Dezember 2011
15. Gedichte zum Nationalfeiertag
DUBAI: In einer einzigartigen Würdigung des 40. Nationalfeiertags der Vereinigten Arabischen Emirate freut sich das Medienamt von Dubai die Herausgabe eines neuen Gedichtbandes (Diwan) mit dem Titel “40 Gedichte aus der Wüste” aus der Hand des Vizepräsidenten der VAE und Premierministers und Herrschers von Dubai, seiner Hoheit Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoums bekanntgeben zu dürfen. / The Gulf Today
10. Juli 2011
36. Gestorben
Dubai: Mohammad Khalifa Bin Haydher, “Vater patriotischer und romantischer Gedichte”, starb am Mittwoch in Paris an den Folgen eines Herzanfalls. ER war 63 Jahre alt.
Er war ein prominenter Autor, ein Mann schöner und kreativer Worte. Er gehörte zu den Großen der arabischen Lyrik.
Er war von seiner Großmutter Mariam Bint Ali inspiriert, sie stammte aus dem Al Mansouri-Stamm und war selbst eine Dichterin und Vortragskünstlerin. / gulfnews
In einem beigefügten Gedicht über “Dubai’s Light” heißt es:
For how will it’s light ever fade
when the face of ‘Mohammad’* lights it all
* His Highness Shaikh Mohammad Bin Rashid Al Maktoum, Vice-President and Prime Minister of the UAE and Ruler of Dubai.
11. Dezember 2010
40. Dichter-Casting in Abu Dhabi
Dem besten Dichter winkt bei dieser Show ein Gewinn in Höhe von einer Million Dirham (205 000 Euro). Die Gedichte müssen in klassischem Arabisch verfasst und vorgetragen werden. Das ist bei der ebenfalls sehr beliebten zweiten Lyrikshow des emiratischen Senders anders – die Teilnehmer von «Dichter für Millionen» tragen ihre Verse im Dialekt vor. In den beiden Shows, die seit drei Jahren ausgestrahlt werden, hat noch nie eine Frau gewonnen. / Borkener Zeitung
30. Mai 2010
147. Arabisch-Deutscher Versschmuggel
Das Konzept hinter „VERSschmuggel“ verzichtete auf den üblichen Ablauf, nachdem die Dichter ihre Texte einreichen und von einem Übersetzer bearbeiten lassen. Stattdessen bildeten sich fünf Dichterpaare, die einander gegenseitig ins Deutsche bzw. Arabische übersetzten, ohne die jeweils andere Sprache zu beherrschen. In langen und tiefschürfenden Gesprächen tauschte man sich über die Bedeutung der eigenen Verse aus, um dem Gegenüber eine adäquate Nachdichtung zu ermöglichen – was bei zwei so unterschiedlichen Sprachen sicher nicht einfach ist. Neben Schulz und Al-Nabhan nahme Ron Winkler, Mohamad Al-Harthy, Nora Bossong, Nujoom Al-Ghanem, Sylvia Geist, Mohammad Al-Domaini, Gerhard Falkner und Ali Al-Sharqawi an dem literarischen Experiment teil. …
Überhaupt gibt es viel zu entdecken in diesem wundervoll bibliophil gestalteten Band – neben großartigen deutschen LyrikerInnen auch Einblicke in die moderne arabische Dichtung, aus der leider allzu wenig auf deutsch vorliegt. „Das Blau / (des Meeres) wirft meine Worte zurück / wenn es der Welt unter der Haut kribbelt“, heißt es bei Ali Al-Sharqawi; oder in Mohamad Al-Harthys beeindruckendem Gedicht „entschuldige dich beim frühlicht“: „doch immer wieder vergesse ich das frühlicht, / so wie ich vergesse, dass ich den fels des sisyphos zu bewältigen habe / (der stark ramponiert ist, weil man ihn ständig durch bücher wälzt)“.
… VERSschmuggel“ ist ein kleiner, höchst lesenswerter West-Östlicher Divan. / Gerrit Wustmann, cineastentreff 29.5.
VERSschmuggel – Eine Karawane der Poesie
Arabisch- und deutschsprachige Gedichte
Herausgeber: Aurélie Maurin, Douraid Rahhal
Mit 2 CDs
Verlag Das Wunderhorn
141 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden
Erscheinungsjahr: 2010 | ISBN: 978-3-88423-346-7
20. April 2010
100. Stiftung Wort
Ein Buch für eine Million Leser – so wenig wird jedes Jahr für die arabischen Leser übersetzt. Die Stiftung Kalima (“Wort”) will deshalb mit finanzieller Unterstützung der Kulturbehörde von Abu Dhabi jährlich mindestens 100 Titel übersetzen – aus dem Chinesischen, dem Urdu, dem Hindi und aus europäischen Sprachen. Silke Lode sprach mit Mustafa al-Slaiman, der mit Deutsch den größten Programmbereich von Kalima betreut.
Al-Slaiman: Jeder Text hat seine Eigenarten, mit denen man sich anfreunden muss. “Diana” von Joachim Sartorius war ein solcher Text, ein Liebesgedicht. Da heißt es: “Ich habe den Rücken der Welt im Wasser gesehen.” Der Rücken als Ganzes ist in der arabischen Literatur unerotisch. Die Schulter oder der Fuß sind wesentlich erotischer. Nur anschauen oder den Blick sogar etwas zurücknehmen klingt in der arabischen Poesie verführerischer als anfassen. Das sind Details, aber wenn man “Diana” wörtlich übersetzt, bleibt nichts mehr von der Erotik.
9. April 2010
43. Millionen für Dichter
Die saudische Dichterin Hissa Hilal errang in der Endausscheidung des populären arabischen Lyrikwettbewerbs von «Abu Dhabi TV»«Dichter für Millionen» den dritten Platz. Dafür erhielt sie das Preisgeld von drei Millionen Dirham (rund 611 000 Euro).
Als sie in einer früheren Folge der Sendung ein Gedicht gegen fanatische Religionsgelehrte vortrug, die junge Männer zu Selbstmordattentaten anstacheln, tauchten in Islamistenforen im Internet Todesdrohungen auf. / MdZ 8.4.
Sieger wurde ein Dichter aus Kuwait, Nasser al-Ajami, Platz 2 ging an Falah al-Mowraqi, ebenfalls Kuwait.
Mehr: Voice of America /
23. März 2010
120. Das Böse aus den Fatwas
Die mutigen Gedichte einer saudischen Hausfrau gegen “böse” extremistische Fatwas muslimischer Geistlicher haben ihr Todesdrohungen eingebracht, aber sie könnten ihr auch den 1,3-Millionen-Dollar-Lyrikpreis des Emirati-Fernsehens bescheren.
Vor dem Finale der Sendung “Millionen-Dichter” am Mittwoch in Abu Dhabis Staatsfernsehen sind alle Augen auf Hissa Hilal gerichtet, die einen traditionellen vom Kopf bis auf die Füße reichenden “Abaya”-Mantel trägt und ihr Gesicht verschleiert.
Sollte sie am 31.3. zur Siegerin gekürt werden, wäre sie die Meisterin der bei Golfarabern besonders geschätzten Lyrik im Beduinendialekt, Nabati.
Aber Hilal hat den Zorn der islamistischen Konservativen in ihrem Land auf sich gezogen, als sie die strikte Trennung der Geschlechter und vernichtende Fatwas gegen die Zulassung von Frauen für reine Männerberufe kritisierte.
Die lautstark vorgetragenen Meinungen der saudischen Mutter brachten ihr Todesdrohungen auf islamistischen Websites wie Ana Al-Muslim, einem Onlineforum, das dafür bekannt ist, daß es Mitteilungen von Al-Qaeda verbreitet, sagte die saudische Tageszeitung Al-Watan.
Ein Forumteilnehmer fragte sogar nach ihrer Adresse in einer unverhüllten Drohung, sie zu töten.
Hilal, die nicht studiert hat, sagte, mit ihren Gedichten wolle sie “den Extremismus bekämpfen, der ein beunruhigendes Phänomen darstellt”. Vor einigen Jahren sei die Gesellschaft offener gewesen. Jetzt sei alles komplizierter geworden. Einige Männer weigerten sich sogar, weiblichen Familienmitgliedern die Hand zu geben, was sie vor Jahren noch taten.
In ihrem Gedicht “Das Chaos der Fatwas”, das sie bei dem populären, im Fernsehen vorgetragenen Wettbewerb vortrug, klagte sie mutig, das “Böse kommt von jenen Fatwas”. / Wissam Keyrouz (AFP), google news