Schlagwort: zeitgenössische Lyrik

Wachhund

ich wache
auf: alle wörter die gesprochen wurden beschirmen uns.

Nicht mal das

in jedem von uns wurde – so tückisch! – das niederträchtige,
abscheuliche Gefühl der Mißachtung, des Hasses gegen Opponenten gesät
Bastarde – Arschlöcher – macht sie kalt – und so weiter

Lichtgrenzen

Wieder zurück
in der Bildlosigkeit,
falschen Angaben Glauben schenkend,
während auf der Straße der Menschenkrieg weiterging.

Als die künstlichen Menschen

Da sitzen sie
etwas zu glatt im Gesicht
und trinken Tee
blicken einander tief in die Augen
oder krümmen sich vor Lachen