Schlagwort: Tobias Döring

3. Der Rabe ist jetzt ausgestopft

Bangs neuere Gedichte folgen einem Abc-Muster („C steht für Cher, „E ist Evident“), wie man es in Grundschulfibeln, die Schülern das Alphabet beibringen, finden mag. Das wirkt ganz so, als müsse auch die Lyrikerin sich nach der Verlusterfahrung erst ihrer Mittel wieder neu versichern…

100. „dass wir immer weiter graben“

Der schottische Autor John Burnside, in Großbritannien seit langem als eine der wichtigsten Stimmen der Gegenwartsliteratur etabliert, ist durch Romane wie „Die Spur des Teufels“ oder „Glister“ in den letzten Jahren endlich auch bei uns als der Erzähler von Weltrang, der er ist, bekannt…

25. Reich bestücktes Schatzhaus

Seine Sprache ist immer schon – im Wortsinn – ein Thesaurus, ein reich bestücktes Schatzhaus, daraus jeder sich mit Witz und Lust bedienen mag, um sich auf die Welt des Fremden einen Reim zu machen. Dies gilt erst recht für die reichhaltigen Verfremdungen des…

89. „Heimliches Nicken / im übertragenen Sinn“

Zumeist sind diese Texte knapp, die Zeilen kurz und alle Formulierungen auf ganz Konkretes fokussiert. Auch wenn ihr Sinn vielfach verrätselt scheinen mag und gängiger Bedeutungssuche zunächst wenig zugänglich, entsteht ihr Reiz und Witz oftmals im Spielerischen, als wollten sie die Welt- und Sprachpartikel…

107. Zuwenig Schlaf

Tobias Döring bespricht Gerhard Falkners Großgedicht „Gegensprechstadt – ground zero“ in der FAZ vom 24.10.: Falkner beginnt mit den Worten: „Ich habe zuwenig geschlafen / in diesem Jahrhundert.“ Wie ein refrain ziehen sich sie sich durch den Text und markieren, wie er immer wieder…