Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
So überschreibt die FAZ von gestern die Kurzmeldung über den Kranichsteiner Literaturpreis für Jan Wagner. Uns bleibt nachzutragen: Marion Poschmann erhält ein zehnwöchiges Stipendium im Deutschen Haus der New York University und Sudabeh Mohafez eins an der Queen Mary University of London. Die Preise… Continue Reading „67. Lyrik siegt“
Der mit 20 000 Euro dotierte Kranichsteiner Literaturpreis geht an den Schriftsteller und Übersetzer Jan Wagner. Wagner erhalte die vom Deutschen Literaturfonds ausgelobte Auszeichnung in Anerkennung für sein Werk, insbesondere für den im Jahr 2010 veröffentlichten Gedichtband «Australien». Seine Lyrik «belebe mit freiem und… Continue Reading „52. Kranichsteiner Literaturpreis für Jan Wagner“
In den besten Gedichten der deutschen Auswahl, die Jan Wagner kundig zusammengestellt und mit viel Gespür für die Feinheiten und sprachlichen Tücken übersetzt hat, entwickelt Armitage Bilder von grosser Zugänglichkeit, die eine doppelbödige Tiefe besitzen. Allenthalben tun sich nämlich unvermutete Türen und manchmal sogar… Continue Reading „20. Doppelbödige Tiefe“
3,20 kostet das gute Stück. „die zeiten für poesie, / sie waren nie besser“ dichtet die Welt am Sonntag auf der Titelseite. Von den 5 Seiten Lyrik seien 2 empfohlen, oder ein Teil der 2 Seiten 52/53. Peter Wawerzinek parodiert „seine Kollegen“, will sagen… Continue Reading „125. Welt-Lyrik“
Ein Kommentar zur gegenwärtigen (aber nicht neuen) Diskussion. Originalbeitrag von Marius Hulpe Vor einigen Jahren bemühte Ron Winkler den Begriff des Modus, der innerhalb einer sich entwickelnden Poetik Schwankungen unterliege. Misstrauen gegenüber dem einmal erarbeiteten und nur vermeintlich Eigenen war die Waffe, die er… Continue Reading „119. Sound, Modus und produktives Misstrauen“
Wo soll man diese Gedichte lesen? Winters etwa im Dienstabteil eines fahrenden Fernzugs, zur Zeit besser nackt auf einer Brandmauer hoch über der Stadt. Oder auf der Straße vor einem Knast. Der Verfasser war Bewährungshelfer. Vielleicht ist es die aufgeschnappte Beobachtung eines Klienten, daß… Continue Reading „37. „Nichts als Worte, / beteuere ich““
Er sei, schreibt Armitage einmal, Lyriker geworden, weil das mit dem Rockstar nicht geklappt habe. Dahinter steckt vergleichsweise wenig Koketterie, denn Armitage ist auch ein Sänger der im Norden recht bekannten Band Scaremongers. Seine Frau, Speedy Sue, ist mit dabei: ‚Less is more‘ heißt… Continue Reading „136. Weil das mit dem Rockstar nicht geklappt hat“
Im roughblog widerspricht Urs Engeler einem FAZ-Artikel, in dem es um die Marginalisierung der Lyrik geht. Einerseits boome sie geradezu: Etablierte Namen wie Durs Grünbein, Lutz Seiler, Elke Erb oder Michael Lentz werden flankiert von jungen Dichtern wie Ann Cotten, Steffen Popp, Marion Poschmann,… Continue Reading „33. Wer marginalisiert die Lyrik?“
Auch Michael Braun ist begeistert. Im Heft 101 der „Literaturen“ beschließt er seine Besprechung mit dem Ausruf: „Solange solche Gedichte geschrieben werden, braucht man die Frage nach dem blutleeren Ästhetizismus in der Lyrik nicht mehr zu stellen.“ Er gibt jedem behandelten Autor eine Berufsbezeichnung… Continue Reading „100. Kein Ästhetizismus“
Oh, je. Eigentlich wollte der Dichter Thomas Kunst keine Sonette mehr schreiben. Doch als Instrument der „Ermüdung, Polemik und Ernüchterung“ konnte er nicht von ihnen lassen. Zum Glück für uns Leser, sein neuer Band „Legende vom Abholen“ (Edition Rugerup) besitzt Suchtpotenzial. „Diskurse nur von… Continue Reading „99. Lyrikboomjahr 2011“
Zwischen zwei Polen reimt sich Jan Wagners Gedicht-Buch „Australien“ ins Offene, Fremde, Neue. Den einen könnte man mit Joseph von Eichendorff nennen: „Ach, wer da mitreisen könnte!“ Den anderen mit Fernando Pessoa: „Nur äußerster Mangel an Einbildungskraft rechtfertigt, dass man auf Reisen geht; existieren… Continue Reading „34. Wagners Wortwandern“
Wagners Australien wurde noch nie betreten, es ereignet sich nur hier, wo ein Häuptling spricht: «ich bin der letzte eines volkes, / allein mit der geschichte, einer sprache, / die mit ihm untergeht». Das Gedicht heisst «hononanz», und die Tante im Gedicht, die «das… Continue Reading „18. Wagners Australien“
Schon öfter hatte ich den Vorsatz, mein Zeit-Abo nach (nun) 2 Jahrzehnten zu kündigen, Gründe finden sich; aber mit der Serie zum politischen Gedicht ist das natürlich erst mal aufgehoben. Bis Jahresende, sagen sie? Na, da haben sie bei mir eine Gnadenfrist. Scheherazade so… Continue Reading „56. Politisch Lyrik nun online*“
Politische Gedichte will die Zeit drucken, nein sogar veranlassen. Gestern begann die Serie. DLF befragte Dirk von Petersdorff, der nicht so angetan ist, denn: Und heute? – Ja, das ist dann teilweise etwas verklausuliert, man muss lange überlegen, versteht es nicht. Ich glaube, politische… Continue Reading „49. „Politische Lyrik muß sofort sitzen und ziehen““
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