In what could be one of the strangest cases of poetic justice ever, a man convicted of illegally harvesting skin and bones from the dead is now dying of bone cancer. Michael Mastromarino, imprisoned for selling millions of dollars worth of body parts he stole from corpses, is now dying of bone cancer, the New York Daily News said in an updated story on April 1. / examiner
Der Darmstädter Leonce- und Lena Preis wird alle zwei Jahre vergeben: er gilt als renommiertester Preis für junge Lyriker. 469 Bewerbungen gab es diesmal, wesentlich weniger als in den Jahren zuvor, nicht, weil weniger Gedichte geschrieben werden, sondern weil neuerdings* eine Schutzgebühr von 20 Euro erhoben wird. Vier Lyriker und fünf Lyrikerinnen kamen in die Endausscheidung. Und die glückliche Gewinnerin kommt aus Berlin. Sie heißt Katharina Schultens und Klaus Johannes Thies stellt sie vor.
Mi 03.04.2013 06:05 – 09:00 Uhr
RBB KULTURRADIO AM MORGEN
Im Porträt um 6.10 Uhr (Wdh. 11.45 Uhr): Katharina Schultens, frischgebackene Leonce-und-Lena-Preisträgerin
*) fällt unter schlecht recherchiert. Wiki weiß mehr:
Er ging aus dem Wettbewerb Literarischer März hervor, an dem sich in den 1980er Jahren jeweils bis zu 1000 Autoren beteiligten. Für 2005 wurde eine Bewerbungsgebühr von 10 Euro eingeführt, woraufhin die Zahl der Bewerber stark zurückging: Für 2005 bewarben sich nur noch 528 Autoren. Die Gebühr wurde für den Wettbewerb 2007 auf 20 Euro erhöht, was die Bewerberzahl noch einmal reduzierte.
Inzwischen wurde die Gebühr wieder abgeschafft.
Eighty-five poets are creating found poetry from the 85 Pulitzer Prize-winning works of fiction as part of Pulitzer Remix, a 2013 National Poetry Month initiative. Each poet will post one poem per day on this website during the month of April, resulting in the creation of more than 2,500 poems by the project’s conclusion.
The project is sponsored by the Found Poetry Review, a literary journal dedicated exclusively to publishing found poetry. Found poems are the literary equivalents of collages, where words, phrases and lines from existing texts are refashioned into new poems. The genre includes centos, erasure poetry, cut-up poetry and other textual combinations.
Recognizing that there are many prestigious awards recognizing the work of writers from around the world, project creators chose the Pulitzer Prize in Fiction list for both its length and its potential to spur new works of found poetry.
Pulitzer Remix poets are challenged to create new works of poetry that vary in topic and theme from the original text, rather than merely regurgitating the novels in poetic form. Posted texts will take the form of blackouts, whiteouts, collages and more, and will range from structured to more experimental forms.
This is the second year the Found Poetry Review has lead a project for National Poetry Month, Last year, on the heels of a successful Kickstarter campaign, the journal enlisted volunteers to distribute 500 found poetry kits in public spaces in communities across the U.S. and abroad.
After the conclusion of Pulitzer Remix, project creators intend to seek a publisher for an edited collection of poems from the project. / Mehr (incl. eMail-Abo)
Über Enzensbergers ersten Lyrikband „Die Verteidigung der Wölfe“ schrieb Alfred Andersch eine Rezension mit dem Titel: „1 (in Worten: ein) zorniger junger Mann“. Das war damals, 1957, eine Nachricht wert, der Seltenheit wegen. Vielleicht wäre es heute wieder eine. Enzensberger ist schon lange nicht mehr zornig. Seinen Gedichten hat das gut getan, besser als seinen Essays. Seit 1991, beginnend mit „Kiosk“, veröffentlicht er in Abständen von wenigen Jahren einen Gedichtband nach dem anderen, einer so gut wie der andere: ein lyrisches Spätwerk auf hohem Niveau. Der junge Mann ist, mehr als ein halbes Jahrhundert später, ein großer Alters-Lyriker geworden, der seine Zeitgenossen überragt. / Dieter Lamping, literaturkritik.de
Hans Magnus Enzensberger / Jan Peter Tripp / Justine Landat: Blauwärts. Ein Ausflug zu dritt.
Hans Magnus Enzensberger: Gedichte. Jan Peter Tripp: Bilder. Justine Landat: Inszenierung.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2013.
136 Seiten, 32,00 EUR.
ISBN-13: 9783518423462
Neu bei Lyrikwiki (wird ausgebaut):
(russisch Алексе́й Елисе́евич Кручёных; * 9. Februar jul./ 21. Februar 1886 greg. im Dorf Olewka, Gouvernement Cherson, Ukraine, als Sohn einer Bauernfamilie – der Vater stammte aus Sibirien, die Mutter war Polin; † 17. Juni 1968 in Moskau) war ein russischer Dichter des „Silbernen Zeitalters“, Vertreter des russischen Futurismus und Mitglied der Hyläa-Gruppe. Von 1902 bis 1906 besuchte er die Kunstschule in Odessa (Diplomlehrer für grafische Künste). „Während des Studiums lernte er (1905?) David Burljuk kennen, zu dem er später (1912) futuristische Kontakte in Moskau aufnahm.“ [1] Seit 1907 lebte er in Moskau.
Zusammen mit Wladimir Majakowski, David Burljuk und Welimir Chlebnikow veröffentlichte er 1912 das Manifest „Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack“ (Пощечина общественному вкусу).
1913 begann er die Kunstsprache Zaum (заумь) zu entwickeln (erstes Zaum-Gedicht Dyr bul stschyl, дыр бул щыл), die auch Chlebnikow und andere Futuristen übernahmen.
Krutschonych war von 1912 bis zu ihrem frühen Tod 1918 mit der Malerin und Lyrikerin Olga Rosanowa verheiratet.
Von 1912 bis Anfang der 30er Jahre gab er über 100 originalgrafische Künstlerbücher heraus. Er veröffentlichte auch zahlreiche Werke Chlebnikows und Majakowskis. Nach dem Selbstmord Majakowskis (1930) trat er nur noch als Sammler und Herausgeber in Erscheinung.
Einige Veröffentlichungen erschienen unter dem Namen Aleksandr Krutschonych.
Kručenych, Aleksej E.; Kroutchenykh, Alexi͏̈; Kroutchonykh, Aleksei; Kroutchenykh, Alexeï (frz.); Aleksei Kruchenykh; Kručënych, Aleksej; Kručenych, Aleksej Eliseevič; Kruchenych, Aleksei; Kruchenykh, Aleksei; Kruchenykh, Aleksei Eliseevich; Kruchenykh, Aleksej; Kruchonykh, Aleksei Eliseevich; Kruchonykh, Aleksey Eliseevich; Krutchonykh, Alexis; Krutschonych, Alexei J.; Kručenych, Aleksej; Kručenych, A. E.; Krutschonych, Alexei J.; Kručënych, Aleksej Eliseevič; Kručenych, Aleksej; Kruchenykh, Alexei; Krutčënych, Aleksej;
Welche Chance haben diese Printprodukte im Internetzeitalter? Können Sie noch Debatten initiieren? Ein Gespräch mit den Machern der Literaturzeitschriften „Sinn und Form“ (Berlin), BELLA triste“ (Hildesheim) und „Edit“ (Leipzig).
MDR (Audio zum Download)
Der internationale Lyrikpreis „Argana“ wurde am Sonnabend in Casablanca an den spanischen Schriftsteller Antonio Gamoneda verliehen.
Der Preis wurde 2013 zum siebtenmal vergeben. Die Jury besteht aus Mohamed Larbi Lamsari (Vorsitzender), dem Kritiker Abderahmane Tankoul und den Dichtern Hassan Najmi, Najib Khedari und Khalid Rissouni. Laut Kulturminister Mohamed Amine Sbihi stelle die Preisvergabe eine deutliche Botschaft dar und erinnere an das gemeinsame kulturelle und geschichtliche Erbe Marokkos und Spaniens. Gamoneda bekräftigte, „wir waren immer Brüder in der Kultur und der Poesie“. / Au fait Maroc
Ngugi wa Thiong’o, der im vergangenen Jahr auf der Buchmacher-Liste der Nobelpreiskandidaten ganz oben stand, zwischen Philip Roth und Bob Dylan, erzählt in seinem vor einem Vierteljahrhundert erschienenen Aufsatz ‚Decolonizing the Mind‘ eine kleine Geschichte. In der Schule war es verboten, die eigene Sprache, Gikuyu, zu sprechen. Wer erwischt wurde, kriegte Stockschläge auf den nackten Hintern oder ein Schild um den Hals gehängt: ‚I am a donkey‘. Die Sprache, schrieb Thiong’o, sei wichtig, um kolonisierte Völker ‚zu faszinieren und ihre Seelen gefangen zu halten‘.
Der Aufsatz ist auf Englisch erschienen und hat Weltkarriere gemacht. Wie die Romane von Chinua Achebe, Thiong’os sieben Jahre älterem, nigerianischen Kollegen. Thiong’o, lange Zeit ein Bewunderer Achebes, ist auf Gikuyu umgestiegen, Achebe ist beim Englischen geblieben, dem Verdacht auf Unselbständigkeit zum Trotz. Diese Entscheidung hatte auch literarische Gründe. Achebe hat im Englischen einen Stil entwickelt, der es ihm erlaubt, die englische Kultur mit der afrikanischen zu infiltrieren. / Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung 23.3.
Ost-Berliner Literaturfreunde sind erfinderisch, wenn es darum geht, Autorenlesungen für politisch unliebsame DDR-Schriftsteller zu organisieren. Diese Erfahrung mußten Volkspolizisten und Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes machen, als sie versuchten, eine private Veranstaltung mit dem DDR-Autoren* Uwe Kolbe zu verhindern. Obwohl Zusammenkünfte dieser Art nach DDR-Recht nicht verboten sind, wurden rund 1000 Interessenten vor einer Privatwohnung im Ost-Berliner Bezirk Mitte abgewiesen. Begründung: „Aus baupolizeilichen Gründen“ dürften nicht mehr als 20 Personen das Haus betreten. Bei Verstößen, so drohten die Ordnungshüter, würden die Personalien der Literaturfreunde registriert. Die Gäste ließen sich nicht einschüchtern: Sie fanden sich, eine Stunde später, in einer anderen Wohnung zu Lesung und Diskussion ein.
DER SPIEGEL 40/1982
*) mit dem Autor! raunt der Beckmesser in mir. Aber wahrscheinlich ist dem Dativ, wie ich ihn in den letzten 50er Jahren des vorigen Jahrtausends bei Herrn Darsow gelernt habe, ebensowenig zu helfen wie des Genitivs.
Wieviele Besucher hatten Kolbes Adresse vom Cover seines 1981 erschienen Bandes „Abschiede und andere Liebesgedichte“? Ich jedenfalls nahm die Information für bare Münze und klingelte eines Tages unangemeldet in der Schliemannstraße 9. Und sie stimmte! Der Dichter servierte einen Tee und wir plauderten u.a. über den blinden Philosophen, der bei einer Lesung in Greifswald Fragen gestellt hatte.
nun bist du ewig, für immer im Netz, deinem Himmel – wie hältst du darin es aus, lebst du je wieder auf?
Hansjürgen Bulkowski
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
When spring finally arrives, it can be fun to see what winter left behind, and Jeffrey Harrison of Massachusetts is doing just that in this amusing poem.
Mailboxes in Late Winter
It’s a motley lot. A few still stand
at attention like sentries at the ends
of their driveways, but more lean
askance as if they’d just received a blow
to the head, and in fact they’ve received
many, all winter, from jets of wet snow
shooting off the curved, tapered blade
of the plow. Some look wobbly, cocked
at oddball angles or slumping forlornly
on precariously listing posts. One box
bows steeply forward, as if in disgrace, its door
lolling sideways, unhinged. Others are dented,
battered, streaked with rust, bandaged in duct tape,
crisscrossed with clothesline or bungee cords.
A few lie abashed in remnants of the very snow
that knocked them from their perches.
Another is wedged in the crook of a tree
like a birdhouse, its post shattered nearby.
I almost feel sorry for them, worn out
by the long winter, off-kilter, not knowing
what hit them, trying to hold themselves
together, as they wait for news from spring.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2012 by Jeffrey Harrison, whose most recent book of poems is Incomplete Knowledge, Four Way Books, 2006. Poem reprinted from Southwest Review, Vol. 97, no. 1, 2012, by permission of Jeffrey Harrison and the publisher. Introduction copyright © 2013 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Nicht nur unter ehrlichen Studierenden des John-F.-Kennedy Instituts sind die Schriften Charles Bukowskis beliebt – auch bei „Bücherdieben“ stehen die Werke des US-amerikanischen Dichters und Schriftstellers hoch im Kurs: In einer 1999 vom „New York Observer“ aufgestellten „Liste der meist gestohlenen Bücher“ nehmen sie den ersten Platz ein. Tatsächlich werden auch in der Bibliothek des John-F.-Kennedy-Instituts zehn der dort eigentlich vorhandenen 41 Bukowski-Bücher vermisst. / FU Berlin
Isabelle Vonlanthen interessiert sich für jene Dichter und Publizisten, denen das Nationale zur Weltanschauung, zur „Ästhetik des Aufbegehrens und der Revolution“ wurde, wie sie es nennt. Das Militärische dominiert die Texte. Das Individuum wird zum Soldaten für das Vaterland, bildet Kampfgruppen, bis die Nation marschiert.
„In diesem Zusammenhang wird eigentlich auch die Dichtung als kriegerisch-militärische Tat, als bewaffnete Tat oft beschrieben. Dann ist sicher die religiöse Komponente sehr wichtig. Das Vaterland als auferstandene Nation; die Gottesmutter, die die Polen zu sich holt. Des Weiteren wichtig ist auch die unreine Nation.“
Die Literatur wird stark politisch. Dichterisch-militärisch will sie die Nation schaffen, durch ein religiöses Band zusammenhalten und zuletzt bestimmen, was und wer sich zur polnischen Gesellschaft zählen dürfe, damit die Nation als rein anzusehen wäre. So wurden – zumindest literarisch – Minderheiten und unter ihnen vor allem jüdische Bürger angefeindet und ausgegrenzt, schreibt die Autorin
Ukrainer, Weißrussen, Juden und Deutsche. (…) Die größte Bedrohung orteten die Nationaldemokraten aber bei den Juden, mit denen sie in vielfältigen internen Beziehungen im gleichen Staat lebten. Die Juden waren in der Zweiten Republik nicht nur das Feindbild par excellence, ihnen wurde auch eine feindliche Haltung Polen gegenüber zugeschrieben.
Der nationaldemokratische Antisemitismus, der die allgemeinen nationalistischen Tendenzen jener Zeit widerspiegelt, gründete auf einer Kombination von religiösen, sozialen, ethnischen und wirtschaftlichen Aspekten. (…) Anstatt die wirtschaftlichen Probleme mit Reformen zu beheben, wurden in einer zweifelhaften Maßnahme die pauperisierten Juden zu Sündenböcken erkoren.
Die neuen Texte sollten das Bewusstsein der Polen stärken und eine neue Gemeinschaft entwerfen. Dabei kann man zwei Lager unterscheiden. Das regierende Lager um Józef Piłsudski, Marschall und Präsident, entwirft einen Staat für alle Bewohner Polens. Das zweite Lager plädiert – aus der Defensive heraus – dafür, nur Polen reinen Blutes einzubeziehen. / Arkadiusz Luba, DLR
Isabelle Vonlanthen: Dichten für das Vaterland
National engagierte Lyrik und Publizistik in Polen 1926-1939
Theologischer Verlag Zürich, August 2012
444 Seiten, 49,20 Euro
Es war eine Großtat für die Lyrik, die in Deutschland seit je an den Rändern des Literaturbetriebs angesiedelt ist. Der Huchel-Preis wurde schnell zur Institution – und die Zuerkennung so etwas wie ein Ritterschlag für die Angehörigen dieser Zunft; der eigentlichen Königsdisziplin unter den literarischen Genres. Die siebenköpfige Jury, deren Aufgabe es ist, den – so hat es die Satzung festgelegt – besten Lyrikband des Jahres zu küren, galt und gilt als hoch mögendes Gremium, in dem auf höchstem Niveau über dichterische Texte und ihre Poetologie verhandelt wird.
Die Liste der Preisträger liest sich wie ein Who is Who der deutschsprachigen Lyrik: Fast niemand von Rang unter den zeitgenössischen Dichtern zwischen Flensburg und Südtirol fehlt. Die wenigsten unter den Preisträgern sind danach in Vergessenheit geraten: Große Namen wie Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Adolf Endler, Wolfgang Hilbig und der zu früh gestorbene unvergessene Thomas Kling werden begleitet von Entdeckungen wie Uljana Wolf – die es als bisher einzige geschafft hat, für ihren Debütband ausgezeichnet zu werden – oder Nora Bossong. Dass in den vergangenen Jahren Lyriker der jungen bis mittleren Generation viele Preisträger stellten, kann als Indiz dafür gelten, dass die Lyrik seit einem guten Jahrzehnt einen kaum geahnten Aufschwung genommen hat.
Selten gab es so viele vielversprechende Talente wie in diesen Tagen – und deshalb kommt der Beitrag des SWR zum 30-jährigen Bestehen des Huchel-Preises im richtigen Augenblick. Keine Festschrift, wie sie Wolfgang Heidenreich zu 20 Jahren Huchel-Preis herausgebracht hat, sondern ein Internet-Auftritt: das SWR-Archiv der Preisträgergedichte, der Lob- und der Dankreden wird online präsentiert; ab dem 3. April, Geburtstag Huchels und Tag der Preisverleihung, ist es im Netz verfügbar. Gefördert mit Mitteln aus dem Innovationsfonds des Landes und begleitet von der Arbeitsstelle für die literarischen Gedenkstätten in Baden-Württemberg, zeichnet der neue Huchel-Jury-Vorsitzende und SWR-Redakteur Werner Witt für die Inhalte der neuen Homepage verantwortlich: Er hat die komplette Serie der bisher 29 Verleihungszeremonien akustisch verfügbar gemacht.
Das digitale Huchel-Archiv ist in dezentem Grün gehalten, übersichtlich und klar gestaltet. Man findet sich sofort zurecht – und braucht nur noch ins akustische Erleben einzusteigen: Bei Lyrik, die sich erst vollendet, wenn sie im Verlautbaren sinnlich wahrnehmbare Gestalt annimmt, ist das ein unschätzbarer Vorteil. Auch Reden wollen in der Regel lieber vernommen als gelesen werden. Und so trägt dieses sehr besondere Archiv ungemein zur Verlebendigung der zeitgenössischen Dichtung und zum Wachhalten ihres Gedächtnisses bei.
Immer schon wollte man Thomas Klings legendäre Performance (mit dem Schlagzeuger Frank Köllges) wieder hören oder den Klangzauberer Oswald Egger: Jetzt ist es möglich. Wie schön. Und das Portal soll sich in die Gegenwart hinein weiterentwickeln. Mag sein, dass es zur Plattform für die zeitgenössische Lyrik wird. Man wird sehen. / Bettina Schulte, Badische Zeitung
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