Kategorie: Europa

2. In memoriam Thomas Kling

Thomas Kling gilt vielen als der bedeutendste Dichter seiner Generation. Am Freitag, den 1. April, ist er im Alter von 47 Jahren gestorben. Im Gedenken an Thomas Kling finden sich am 10.5.2005 Dichterkollegen zu einer Lesung in der Literaturwerkstatt Berlin ein, dabei sind Christian… Continue Reading „2. In memoriam Thomas Kling“

62. Seminar für Lyriker

Im Rahmen des Fortbildungsprogramms textwerk bietet das Literaturhaus München ein Seminar für Lyriker an. Es wird geleitet von dem Verleger Urs Engeler und dem Lyriker Ulf Stolterfoht. Das Seminar richtet sich an junge Lyriker, die bereits erste Veröffentlichungen nachweisen können. Die Teilnahmegebühr beträgt 250… Continue Reading „62. Seminar für Lyriker“

109. Michael Donhauser erhält Jandl-Preis für Lyrik

Der Schriftsteller Michael Donhauser erhält den mit 14.600 Euro dotierten Ernst-Jandl-Preis für Lyrik 2005. Donhauser sei „ein unzeitgemäßer Dichter, der seine poetischen Landschaften fernab der Trends und Moden entwirft“, teilte Kunststaatssekretär Franz Morak (ÖVP) heute mit. Die Auszeichnung wird Donhauser bei den Ernst-Jandl-Lyrik-Tagen im… Continue Reading „109. Michael Donhauser erhält Jandl-Preis für Lyrik“

DADAheutzutage

Guten Tag Herr Gratz Man hat mich vor einigen Tagen auf Ihre Internetzeitung aufmerksam gemacht und so folgt ein Leserbrief zum DADAheutzutage, zusammengestellt aus Texten der letzten Zeit. OberDADA, UnterDADA, NebenDADA, WirklichDADA, DADAhäuptling, IndianerDADA, DreimalDADA, KampfDADA, SchreiDADA, DADAheinz, WauwauDADA, DADAminister, DrunterunddrüberDADA, DADADADA und überhaupt… Continue Reading „DADAheutzutage“

63. Anagramm-Handbuch

Zu welchen Letternoperationen die poetische Arbeit in der gegenwärtigen Anagramm-Szene in Wort und Bild führt, das zeigt ein Kompendium mit dem sprechenden Titel «Die Welt hinter den Wörtern». Das Spektrum der Texte reicht von Unica Zürn und Andre Thomkins über Kurt Mautz und Elfriede… Continue Reading „63. Anagramm-Handbuch“

17. 9 – 13 – 17: Engeler überall

Heute: Michael Donhauser Singen und Schauen, Sagen und Sehen, sie durchdringen, verbinden, vertauschen und bedingen sich in Michael Donhausers Literatur seit seinen ersten Prosagedichten Der Holunder von 1986. Auch macht Vom Sehen deutlich, dass es vornehmlich die „Versammlung der Dinge“ ist, „Dinge, die da… Continue Reading „17. 9 – 13 – 17: Engeler überall“

30. Czechowski 70

Manches verbindet Czechowski mit Karl Mickel, Wulf Kirsten, Sarah und Rainer Kirsch, all den Sachsen, ohne die es eine nennenswerte Dichtung in der DDR kaum gegeben hätte. Als Zehnjähriger erlebte er die Bombardierung Dresdens, eine Erfahrung, die für sein Schreiben so wichtig wurde wie… Continue Reading „30. Czechowski 70“

84. Wer nullen kann

Angelika Janz (Aschersleben/ Vorpommern) schickte folgendes Gedicht aus Anlaß des NPD-Skandals im Dresdner Landtag: Vor dem Endspielpfiff Mit Null beginnt es und mit Null ist Ende. Ans Ende beißt sich, wer die Null benagt. Der Nullen Notstand schafft sich Außenstände, der Nullen Lösung wieder… Continue Reading „84. Wer nullen kann“

81. Lyrikbedarf

Konsequent endet der Band in einem poetischen Zettelkasten: einer Sammlung von Einzelzeilen, aus denen man bei Gelegenheit und Motivation noch hätte etwas machen können, einer alphabetisch geordneten Liste von Begriffsblüten, Neologismen, Fundstücken, summiert unter der Überschrift „lyrikbedarf“; als Geste ein sarkastisches Abwinken. Auf der… Continue Reading „81. Lyrikbedarf“

Thesen zur sozial-realistischen Lyrik

von Enno Stahl I Die westliche Gegenwartsgesellschaft hält sich für restlos geklärt, aber sie ist es nicht. Statt dessen Fragmente: keine soziale oder politische Idee, die einen Zusammenhang herstellte, kein Ethos, keine Aussicht, kein Ziel. Statt dessen wirtschaftliche Stagnation, sozialer Niedergang, Verelendungstendenzen. II Die… Continue Reading „Thesen zur sozial-realistischen Lyrik“

46. Zu Jelinek /38

Ein Brief Lieber Dr. Gratz, Elfriede Jelinek, in ihrer Nobelpreis-Rede, hat ein recht preiswertes, ja billiges Verfahren, Sätze zu produzieren. Sie wirft die Assoziations-Maschine an. Selbst Kalauer und dümmliche gedankliche Querverbindungen werden benutzt und ausgenutzt bis an den Rand. Die Maschinistin der Kunsthonig-Schleuder greift vor,… Continue Reading „46. Zu Jelinek /38“

39. Sappho-Fragmente

Wolf Busch schreibt zur Nachricht @1: wie gut, daß es L&Poe gibt, sonst wüßte ich vermutlich immer noch nicht, daß es einen neuen Sappho-Papyrus gibt. Die englische Übersetzung von Anne Carson, auf die Sie in diesem Zusammenhang hinweisen, bezieht sich wohl auf das Fragment… Continue Reading „39. Sappho-Fragmente“

41. Heine-Preis

Robert Gernhardt erhält am Montag in Düsseldorf den Heinrich-Heine-Preis. Vielleicht trösten ihn die 25.000 EU über seinen Hader mit der Rechtschreibreform? / Der Standard 11.12.2004*) Mehr: : Neue Ruhr Zeitung 13.11. / Der Standard 14.12.

36. Hotel Macondo

Acht Zeilen von Beckett entwickeln den Zyklus „Hotel Macondo“, acht Prosagedichte, in denen Klimkes Themen und Motive explodieren: das Eis, das Meer der verlorenen Zeit, die toten Träume, die apokalyptische Schattenlosigkeit, und dazu der imaginierte Aufstand „eines Tages“, der dem Haus Macondo oder Aracataca… Continue Reading „36. Hotel Macondo“

34. Hälfte des Lebens

Perlentaucher Arno Widmann räumt einen Gedichtband von Hans Thill vom Nachttisch und stellt das Gedicht „Hälfte des Lebens“ vor. Hans Thill: „Kühle Religionen“. Gedichte. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2003, 104 Seiten, 17,90 Euro. ISBN 3-88423-212-6.