Kategorie: Europa

110. Pastiors Syntax

In Michael Brauns DLF-Lyrikkalender am 18.2. das Gedicht „a wird eintreten“ von Oskar Pastior zum Lesen und Hören.

109. Vergils Honig

Begehren ist besser als Natur. Die Naturschönheit ist immer tautologisch (schön ist, was schön aussieht). Deshalb ist sie an sich auch so langweilig. Und muß mit anderem aufgeladen werden. Mit Mystik und Lyrik zum Beispiel. Der Honig, der in Vergils Text vom Himmel fällt… Continue Reading „109. Vergils Honig“

108. Meine Anthologie 25: Andreas Gryphius, Was frag ich nach der welt

1) WAs frag ich nach der welt! sie wird in flammen stehn: Was acht ich reiche pracht: der Todt reißt alles hin! Was hilfft die wissenschafft / der mehr denn falsche dunst? Der Liebe Zauberwerck ist tolle Phantasie: Die wollust ist fürwar nichts alß… Continue Reading „108. Meine Anthologie 25: Andreas Gryphius, Was frag ich nach der welt“

107. Letzter Band der Werkausgabe Antonio Machado

„La Guerra – Der Krieg“ ist der letzte Band der Werkausgabe des 1939 verstorbenen spanischen Nationaldichters Antonio Machado. Die Texte, die vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs entstanden, zeugen von seiner wachsenden Desillusionierung. „Ich denk an Spanien, das ganz verkaufte,/von Fluß zu Fluß, von… Continue Reading „107. Letzter Band der Werkausgabe Antonio Machado“

106. Von einer gewissen Unverständlichkeit

Neben Mondrian kämpften auch der Möbeldesigner Gerrit Rietveld, der Maler Bart van der Leck, der Bildhauer George Vantongerloo und der Architekt JJ Oud unter dem Banner De Stijl. Und Theo van Doesburg machte buchstäblich alles. Nach seinem Tod schrieb Alfred Barr, Gründungsdirektor des Museum… Continue Reading „106. Von einer gewissen Unverständlichkeit“

105. Gedicht

ICH WERDE MÜDE, WEIL ICH NICHT MEHR DREIZEHN BIN, Zu keinem Großkonzern gehör, zu keiner Schule, Mich fickend, pissend, scheissend in den Medien suhle, Gewalt und Sex kopiere, Angepasstheit hin Und Ausgelaugtheit her, es gibt Genieoasen In jedem Zeitungswinkel, in den Talk Show Soaps,… Continue Reading „105. Gedicht“

104. Meine Anthologie 24: Marcin Świetlicki, Polen 2

Polen 2 Und als sie mich, trotz allem, zu ihrem Dichter erklärten. Und als ich, statt den ironischen, bitteren Augenblick abzuwarten und triumphierend zu leugnen, in diesem ordinären Licht stand und blinzelte. Und als (das sage ich nicht, aber das gibt’s, das gibt’s!) Aus:… Continue Reading „104. Meine Anthologie 24: Marcin Świetlicki, Polen 2“

102. Poesielabel Perplex

Das Verschwinden der Poesie aus den Zeitungen beklagen David Vajda und Tobias Heitzer, das Vermodern von Gedichten auf Blogs ist ihnen zuwider. „Das Wort an sich zählt“, sagt Letzterer. Gedichte müssen vorgetragen werden, finden sie. Sie sind auf der Suche nach einer zeitgenössischen Präsentationsform… Continue Reading „102. Poesielabel Perplex“

101. Meine Anthologie 23: Kurt Bartsch, Märchen

Märchen B. hat ein Manuskript geschickt, sagte der Lektor Mit ängstlichem Blick auf den Verlagsleiter, der Verlagsleiter Mit ängstlichem Blick auf den Minister, der Minister Mit ängstlichem Blick auf die Bezirksleitung, die Bezirksleitung Mit ängstlichem Blick auf das ZK, das ZK Mit ängstlichem Blick… Continue Reading „101. Meine Anthologie 23: Kurt Bartsch, Märchen“

100. Auskünfte über Howl

gibt die taz unter Rubriken wie: „Der Film in einem Satz“, „Darum geht‘s“,“Der beste Moment“ und unter „Diese Menschen mögen diesen Film“ lesen wir: Wer “I’ll Be There” über Bob Dylan mochte und sich gerne noch einen xten Handlungsstrang mit einer comichaften Bebilderung von… Continue Reading „100. Auskünfte über Howl“

99. Man feiert weiter

Das Ensemble der Akademie für gesprochenes Wort feiert am Freitag, 26. Februar, um 19.30 Uhr den hundertsten Geburtstag von Max Bense. Die Sprecher Florian Ahlbohrn, Daniel Zinnöcker, Julia Katterfeld, Sarah Stuckenbrock und Nina Lentföhr verbinden Benses Texte in einer Collage mit den Texten seiner… Continue Reading „99. Man feiert weiter“

98. Meine Anthologie 22: Unica Zürn, Les chants de Maldoror

Les chants de Maldoror Tal des Moloch, Narr des Alls. Rote Mordschande der Scham – o rasend toll des roten Dolchs Alarm. Aus: Aus zerstäubten Steinen. Texte deutscher Surrealisten. Aachen: Rimbaud, 1995, S. 86. Les chants de Maldoror: Gedichtsammlung von Lautréamont (eigtl. Isidore-Lucien Ducasse),… Continue Reading „98. Meine Anthologie 22: Unica Zürn, Les chants de Maldoror“

97. Chablis und Lyrik

Manchmal ist das Alltägliche mir zuviel. Da warf mir vorhin mein Computer meinen Chablis-Text, Thema Gedichte, auf den Monitor. – – – – Chablis ist eine Gemeinde in der Region Burgund (Frankreich). Der dort angebaute Wein ist fruchtig, trocken und von einer erfrischenden Säure.… Continue Reading „97. Chablis und Lyrik“

94. Jauchegrube

Der nigerianische Nobelpreisträger Wole Soyinka hält es für irrational, daß Nigeria nach dem Attentatsversuch des „Unterhosenbombers“ auf die Liste terroristischer Länder kam. „Das war eine irrationale, reflexhafte Reaktion der Amerikaner. Der Mann wurde nicht in Nigeria radikalisiert. Es passierte in England, wo er auf… Continue Reading „94. Jauchegrube“

93. Poetenpflaster

Drei dichtende Stimmen, die in der BRD der 70er und 80er aufwuchsen. Zwei in Bremen, eine in Frankfurt/Main. Inzwischen: Zwei Frauen, ein Mann & zwei Bremer in Berlin. Alle haben eigene Gedichtbände veröffentlicht. Eine macht außerdem in Schals, eine schreibt lebenspraktische Romane, eine(r) Artikel… Continue Reading „93. Poetenpflaster“