Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Elke Erb wuchs in der DDR auf, ihr Vater war Kommunist, sie selbst sei ziemlich schnell enttäuscht gewesen, habe allerdings an einem Ideal festgehalten: „Bis heute kann ich nicht richtig verstehen, warum es immer misslingt.“ Diese Suche nach der Utopie, nach dem Nicht-Ort, durchzieht… Continue Reading „98. Elke Erb in Offenburg“
Der äußere Anlass für Goethes späte Dante-Lektüre war das Erscheinen einer neuen Gesamtübersetzung von Zelters Freund Carl Streckfuß seit 1824. Sie bildet die originale italienische Terzine nach, und ist dabei eine der respektabelsten Leistungen unter den über siebzig deutschen Übertragungen der „Divina Comedia“ geblieben.… Continue Reading „97. Goethe liest Dante“
Bamberg. Die Poetin Nora Gomringer ist gerade mal 30 Jahre alt, aber Gedichte von ihr stehen bereits in Schulbüchern. Seit April leitet sie ein Künstlerhaus des Freistaates Bayern. Zwölf Stipendiaten hat sie dort zu betreuen. / Andreas Clasen besucht sie dort, Südwestpresse
Mein Dauerbrenner seit Oktober, ich weiß nicht warum, aber jener Hinweis auf eine Kritik bei literaturkritik.de ist vielleicht schon die meistgeklickte L&Poe-Nachricht aller Zeiten. Jetzt gibt es auch einen Grund, noch mal hinzuklicken: Tom de Toys fügt ein Video ein: und natürlich PETER-PAUL ZAHL… Continue Reading „94. Dauerbrenner“
Herausgeber Christoph Buchwald hat wieder (mal) eine neue Heimat für das Jahrbuch der Lyrik gefunden. Nach einer einjährigen Pause wird es 2011 bei der Deutschen Verlags-Anstalt erscheinen. Mitherausgeberin wird Kathrin Schmidt sein. Einsendeschluß ist der 15. Juni 2010. Das Jahrbuch war zuletzt 2009 im S. Fischer Verlag erschienen. Modalitäten hier
Zwei französische Antiquare entdeckten vor zwei Jahren auf einem Trödelmarkt einen Packen alter Fotos. Darunter ein Foto im Postkartenformat, das sieben Personen auf der Terrasse des „Hotel de l’univers“ in Aden, Jemen zeigt. Ein historisches Dokument: zum ersten Mal kann man das Gesicht des… Continue Reading „91. Rimbauds Gesicht“
Selten begegnet man einem Gedichtband, der eine so sorgfältig gestaltete thematische Gesamtkonzeption mit weitreichender Gedanklichkeit und sinnlich wahrnehmbarer, konkreter Bilderwelt verbindet, ohne das denkende, fühlende und redende Ich auszuschließen. Es ist allerdings kein von den Befunden überwältigtes Ich, das bekennt, wie es leidet oder… Continue Reading „90. Zerpflückungswünsche, Verwirrungsmuster“
Im vergangenen Jahr erschien «Geheimbrief», ein weiterer Band der Dichterin und der erste ihrer «Schmerztrilogie» (der zweite Band wird Anfang Mai herauskommen). In diesen Gedichten geht es um den Schmerz und die Einsamkeit eines Menschen, der im Alter der Flüchtigkeit dessen inne wird, was… Continue Reading „88. Erika Burkarts Schmerztrilogie“
Mit diesem ebenso aufwendig wie liebevoll gestalteten Ziegelstein von einem Buch endet das Programm des Ammann-Verlags in Zürich. Schweren Herzens hat sich Egon Ammann bereits im vergangenen Jahr entschlossen, 2010 die Geschäfte einzustellen. Der Schwanengesang ist die vorliegende Gedicht-Anthologie von Wulf Kirsten. Zwanzig Jahre… Continue Reading „87. Ammanns Schwanengesang“
Wie – Gedichte? Für die einen komplett unzugänglich, geraten andere ins Schwärmen. Ein Kommentar von Börsenblatt-Redakteur Stefan Hauck. Die Zahl derer, die sich von den Bildern der Klangzauberer und Sprachmagier verführen lassen, nimmt zu: Es wird öffentlich gelesen, über Poesie debattiert, die Verlage trauen… Continue Reading „86. Schwärmen“
In der Zeit #15 erklärt Silke Scheuermann, was ihr heilig ist: Zu Engeln hatte ich seit jeher ein gutes Verhältnis. Das fing im katholischen Kindergarten an, als ich die Erzengel in ungefähr 700 Zeichnungen verewigte und zu Weihnachten goldene Pappflügel trug fürs Krippenspiel. Das… Continue Reading „85. Hamburger Engel“
Lili Marleen als Auftakt eines Abends über Jazz und Lyrik aus dem Hamburg der 1920er-Jahre am Dienstag Abend im prall gefüllten Literaturhaus funktioniert wie keine klassische Ouvertüre: In der instrumentalen Version des Pianisten Matthäus Winnitzki spielt die Landser-Hymne die verschiedenen Register des Abends an… Continue Reading „84. Hamburger Moderne?“
Es war nicht nur der Sarah-Sound. Es war der Lyrik-Sound. Lyrik lesen in der DDR bedeutete für junge Menschen mehr. Es war so etwas wie ein Code. Man war schon ein bisschen anders als die anderen, man gehörte schon ein bisschen zu einem Zirkel.… Continue Reading „82. Der Lyrik-Code“
Als der russische Futurist Welimir Chlebnikow um 1909 in Gedichtform einen «Dingaufstand» beschrieb, bei dem die Dinge ihre herkömmlichen Bezeichnungen abwerfen, um sich neu zu einem gewaltigen Maschinenwesen – halb Kran, halb Kranich – zu formieren, eröffnete er damit eine Debatte, die in der… Continue Reading „81. Dingaufstand“
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