Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Er fährt kreuz und quer durch die Stadt, läuft herum, geht ins Kino, sieht am liebsten Detektivgeschichten und Western, diskutiert, schreibt, verbessert, verwirft, probiert dies und jenes, liest Marx und Engels und wartet auf den Durchbruch. Noch ist er ein unbekanntes Genie, das man… Continue Reading „77. Wartet auf den Durchbruch“
Mit seinen „Buchkreisen“ – in Streifen geschnittenen Textseiten, die er fächerartig auf Papier drapierte – machte Löhr in den achtziger Jahren auf sich aufmerksam und wurde schnell zu einem der wichtigsten Vertreter der „Visuellen Poesie“. In seinen Bildern, Objekten und Performances beschäftigte sich Löhr… Continue Reading „75. Helmut Löhr gestorben“
Das soll schocken: Die Freiburger Gregor Kalchtaler und Markus Hafner inszenieren dreckigen Deutschrap als Dichterlesung. Junge Damen und Herren lesen Texte von Rappern wie Sido und Kool Savas im gediegenen Ambiente mit Leselampe und Rotwein. Zu sehen ist das Ganze seit Ende Dezember 2010… Continue Reading „73. Hardcore-Lyrik“
Es ist „die Lust, Gedichte einzupacken«, die van der Wal in gut fünf Jahrzehnten dazu inspirierte, ein abwechslungsreiches druckgrafisches Gesamtkunstwerk aus über 200 bibliophil gestalteten Büchern zu erschaffen. Vom Leporello über Endlosbücher bis hin zu Buchschachteln mit Fundstücken vom Strand reicht van der Wals gestalterische Phantasie. Am Samstag,… Continue Reading „72. Lust, Gedichte einzupacken“
Ein Gedicht wird dramatisiert*, Musiker übernehmen auch kleine Rollen als Darsteller und ein Komponist schreibt Filmmusik für ein Schauspiel – dies sind die ungewöhnlichen Zutaten für eine weitere Uraufführung im Leverkusener Erholungshaus. Am Samstag, 22. Januar 2011 ist dort um 20 Uhr „Die weiße Fürstin“… Continue Reading „70. Drama dramatisiert“
Im Fall des Landwirtes Christian Wagner (1835 bis 1918) nimmt die Verbreitung seiner Texte durch Jazzmusiker über die im Jahresprogramm der Christian-Wagner-Gesellschaft verankerten Termine der Reihe Jazz und Lyrik in der Eltinger Lahrensmühle ihren Anfang. Nachdem der Stuttgarter Schlagzeuger und Landesjazzpreisträger Torsten Krill dort… Continue Reading „69. Bauerndichter verjazzt“
Christoph Meckel Höllen zählen Er hat aufgehört, seine Höllen zu zählen seit immer andere sich auftun, die vorhandenen ihn durchbuchstabieren und flammen auf. Keine Geduld zu forschen, und was in ihnen oo verschwand, zu beschwören oder zu suchen. Kein Rückruf. Er sucht nicht. Was… Continue Reading „67. Meine Anthologie / Abräumer: Höllen zählen“
Das wahre schöne Eine? Das sofort als solches ermessbare unermesslich reichhaltige Buch, zentrales Zirkulat unter periphereren Bänden? Das poetische Über-Du des letzten Jahres? Die Monstranz, die sowohl den Fatalisten befriedigt als auch den Schwirrformensemantiker? Die die Gier des Ironiker stillt, wie auch den an… Continue Reading „66. Bestes Buch“
Charles Baudelaire Correspondances La Nature est un temple où de vivants piliers Laissent parfois sortir de confuses paroles; L’homme y passe à travers des forêts de symboles Qui l’observent avec des regards familiers. Comme de longs échos qui de loin se confondent Dans une… Continue Reading „64. Meine Anthologie: Korrespondenzen 3“
Das FAZ führt eine Wulff-Sarrazin-Hübsch-Kelek-Debatte. So stehts in Rot auf S. 28, FAZ vom 13.1. Neuster Beitrag von dem Literaturwissenschaftler Jürgen Link, Auszug: Damit stimmte Goethe überein: Die These von den „drei Betrügern“ (Moses, Jesus, Mohammed) war in der deutschen „Leitkultur“ um 1800 längst… Continue Reading „63. „Wulff-Sarrazin-Hübsch-Kelek-Debatte““
Unter diesem Titel äußert sich der Übersetzer Jürgen Buchmann zu Bertrands „Gaspard de la Nuit“. Mehr als vierzig Jahre hat der Gaspard de la Nuit von Aloysius Bertrand (1807-1841) mich begleitet. Mit dem Buch ist es mir ähnlich ergangen wie vielen seiner Leser seit… Continue Reading „62. Längst nicht erschöpftes Modell“
Bernd Jentzsch Korrespondenzen Ich seh, daß du mich siehst. Ich seh dich im Spiegel. Ich seh dich im Spiegel des Herzens. Den Brief in der Hand. Die Hand auf dem Tisch. Der Tisch vor dem Fenster. Du siehst, daß ich dich seh. Du… Continue Reading „61. Meine Anthologie: Korrespondenzen 2“
In einer Überblicksausstellung präsentiert der Kunstverein München das vielschichtige Werk der israelischen, in Berlin lebenden Künstlerin Keren Cytter (geb. 1977 in Tel Aviv). „The Hottest Day of the Year“ versammelt Videos, Spielfilme und Tanzperformances ebenso wie von Keren Cytter verfasste Romane und Lyrik. …… Continue Reading „60. The Hottest Day of the Year“
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