Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Und tatsächlich ist es eine schleichend sterbende Sprache, in der die aus Grovella im piemontesischen Formazza-Tal stammende Anna Maria Bacher ihre Gedichte schreibt, schliesslich gaben im Jahr 2003 an einer repräsentativen Umfrage nur noch 12 Prozent der wenigen Bewohner dieses Tals an, von «walserscher»… Continue Reading „91. «Kfarwät Schpurä» in «Walser-Titsch»“
Geladen ward zur Präsentation des druckfrischen Lyrikbändchens „Der Heißatem, der Augenblitz“. Erotische Gedichte von Kristian Pech, verschönert durch „Physiognomische Studien“ seines „leibeigenen Hofmalers“ (Zitat Scheuerecker) Hans Scheuerecker. Die beiden sind mit Pausen seit drei Jahrzehnten Freunde, ein Paar reiz-voller Kontraste: Pech, in dessen Beschreibung… Continue Reading „89. Augenblitz“
Litauen ist ein Land der Lyrik. Das liegt zuerst einmal daran, dass die archaischste heute noch gesprochene indoeuropäische Sprache über einen Formen- und Klangreichtum verfügt, der seinesgleichen sucht. Zum anderen hat die sowjetische Zensur bis zur Wiederherstellung des unabhängigen Staates vor zwei Jahrzehnten dafür… Continue Reading „88. Land der Lyrik“
Die NZZ diagnostiziert grundsätzliche Lesebereitschaft des Publikums trotz deutschsprachiger Avantgardelyrik, schreibt der Perlentaucher: Auch wenn die Lyrik in Zeitschriften, im Netz oder auf Festivals blüht, meint Jürgen Brocan, macht sich beim Leser Überdruss breit. „Die Lyrik heute gleicht jedoch nicht selten einem Laborversuch, dessen Ergebnisse dem Publikum in… Continue Reading „87. Zu viel Originalität“
Wer vor einigen Jahren in den Filialen des isländischen Billigsupermarktes Bónus einkaufte, konnte sich davon überzeugen, dass die Isländer noch immer ein besonderes Verhältnis zu ihrer Literatur haben. Neben den üblichen Schokoriegeln und Kaugummis stand dort an den Kassen ein Gedichtband im Regal, dessen… Continue Reading „84. Bónus-Gedichte“
Gewohnt pointiert brachte der Lyrik-Experte Bernd Leistner einmal seine Haltung zur Poesie auf den Punkt: „Er sei in Sachen Dichtung wie ein Eunuch; er könne es beschreiben, aber nicht machen.“ Nun legte er doch einen Band mit seinen Gedichten vor. FIGARO sendet den Mitschnitt… Continue Reading „83. Altväterisch“
[Aber 80 ist nur die Nummer der Meldung, verflixt!] Neben einer Essay-Sammlung arbeitet der Jubilar in diesen Tagen an einem Gedichtsband, der voraussichtlich 2013 veröffentlicht wird. Auch für die USA ist ein Lyrikband geplant, der im Augenblick übersetzt wird. Zudem erscheint in den nächsten… Continue Reading „80. Geburtstag“
Unter weiteren national gesinnten Freiheitsdichtern lässt sich auch Heinrich Heine vernehmen, der, so der Referent, allerdings nicht im „Mainstream“ mitschwimmt, sondern das Thema in gewohnt lockerer Weise anpackt. Theatralisch wird es bei Emanuel Geibel und Felix Dahn, dessen Nibelungen-Vereinnahmung, so Grimm, „wie eine Vorschau… Continue Reading „79. Nibelungenlyrik“
Ein Formerfinder trifft auf einen Allegorienschöpfer. Als gegenseitig befruchtender Dialog zwischen bildender und lyrischer Kunst sollte man das neue Künstlerbuch »Prægnarien« verstehen. Hieß es früher „Wer nicht hören will, muss fühlen.“, könnte man jetzt einfach behaupten „Wer nicht fühlend sehen will, muss lesen.“ …… Continue Reading „78. Prægnarien“
Düsseldorf. Lyrik kann anstrengen, das weiß Rolf Hucke. Zehn Minuten, dann ist die Aufmerksamkeit der meisten Zuhörer erschöpft. / nicht WAZ, sondern WZ
Neu im Lyrikwiki Labor: Einen interessanten Fall stellen die Elegies de Bierville von Carles Riba dar. Hierzulande sind sie kaum bekannt, im katalanischsprachigen Raum gelten sie als eines der Hauptwerke des 20. Jahrhunderts. Geschrieben 1939 bis 1942 während des Exils in der französischen Provinz… Continue Reading „76. Die „Elegies de Bierville“ von Carles Riba (Lyrikwiki Labor)“
Neben den Reden tauchen in den Essays bekannte und fast vergessene Namen auf: Oskar Pastior oder M. Blecher, Roland Kirsch oder Theodor Kramer und nicht zuletzt Emil Cioran. In zwei Texten äußert sich Herta Müller zu ihrem Freund Oskar Pastior, in einem ausführlichen Essay… Continue Reading „75. Oskar Pastiors ungewohnte Gewöhnlichkeit“
Die Poesie als weltverändernde, revolutionäre Kraft: Dieses Ziel verfolgen 37 poetische Vereinigungen, die in der Vorwoche auf dem 21. Poesiefestival im kolumbianischen Medellin das Manifest „World Poetry Movement“ unterzeichnet haben. Aus Österreich mit von der Partie: Die Wiener Schule der Dichtung von Ide Hintze.… Continue Reading „72. World Poetry Movement“
aus Humorkritik, „Hans Mentz Rubinowitz“, Titanic-Magazin: Im Vorwort erklärt der Hamburger Theater- und TV-Schauspieler Bjarne Mädel das Zustandekommen seines Erst- und Versbuchs »Glück reimt sich nicht auf Leben. / Na ja, so ist das eben«, und so war das: Mitarbeiter des KiWi-Verlags sahen ihn… Continue Reading „71. Humorkritik“
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