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Raja Lubinetzki Meinte er das wirklich So wie er es schrieb oder meinte er es wirklich so wie er es sagte und an welchem Punkt dieses geschriebenen fortlaufenden Satzes Lebens setzte die Verfremdung ein etwa in einem durch ein Semikolon festgehaltenen Gespräch das nach… Continue Reading „Meinte er das wirklich“
Christine Busta Mitte des Lebens Durch Schafgarben watend und goldne Kamillen, immer im Ohr noch den heillosen Ton einer irren, verdorrten Grille und im Mund schon befremdlich den stillen Geschmack von Olive und Mohn. Aus: Die Scheune der Vögel (1958)
Christine Busta (* 23. April 1915 in Wien; † 3. Dezember 1987 ebenda) Entdeckung Sag: Grasnarbe. Sag es langsam. Du sprichst ein vollkommenes Gedicht. Aus Christine Busta, Salzgärten, Salzburg: Otto Müller, 1975
Philipp Otto Runge (* 23. Juli 1777 in Wolgast; † 2. Dezember 1810 in Hamburg) Die Quelle Ein Wunderland Ward mir bekannt; Ich kann davon nicht schweigen, Daß, wer es kennt, Vor Sehnsucht brennt, Es sich zu machen eigen: Aus kühler Kluft im Felsen… Continue Reading „Ich kann davon nicht schweigen“
Elisabeth Kulmann (russisch Елисавета Борисовна Кульман/Jelissaweta Borissowna Kulman; * 5.jul./ 17. Juli 1808 greg. in Sankt Petersburg; † 19. November jul./ 1. Dezember 1825 greg. ebenda) Elisabeth Kulmann war eine deutsch-russische Dichterin, die Deutsch, Russisch und Italienisch dichtete. Voß, Jean Paul und Goethe lobten… Continue Reading „Warum bin ich ein Mädchen?“
Gabriele Berthel Was lange währt ist nicht gestillt ein schöner sinn ein irres bild wir gießen blei das glück ist nah das alles war schon einmal da nur ein verirrter traum sucht bang die hintertür den notausgang ein seher lauscht weil er nichts sieht… Continue Reading „das glück im blei“
Adam Mickiewicz (* 24. Dezember 1798 in Zaosie bei Nowogródek, heute Weißrussland; † 26. November 1855 in Konstantinopel, Osmanisches Reich) Diese Polen! Verkaufen ihre klassischen Gedichte als Popsongs! Auch an mich, es ist schon ein paar Jahrzehnte her, in den Siebzigern, da kaufte ich… Continue Reading „Gute Nacht“
Charles Cros Dichter und Erfinder, * 1. Oktober 1842 in Fabrezan, Département Aude; † 9. August 1888 in Paris DAHEIM „Baba, Pipi, Bubu, Popo.“ „Do, ré, mi, fa, sol, la si, do.“ Es brüllt der Knirps, die Schwestern prügeln Auf Cembalos und alten Flügeln.… Continue Reading „Daheim“
Paul-Jean Toulet In Arles IN Arles, umhaucht von alter Gräber Duft, Wenn unter Rosen rote Schatten schwingen Und klar die Luft, Nimm dich in acht vor all den schönen Dingen. Und tobt dein Herz ganz ohne Grund zu schwer – Ein wilder Eber –… Continue Reading „In Arles“
Wieland Herzfelde (eigentlich Herzfeld; * 11. April 1896 in Weggis, Schweiz; † 23 . November 1988 in Ost-Berlin) Das Dadalyripipidon Den Dadalyden lotselt Pipikotzmos, Die Pipiratten späheln nach dem Dadalon. Sieh! Da & Pi, Dapi, Pida, Pidadapi. Auch der Mestrieze Dapidapi frosig bahreln. Zuvörderst… Continue Reading „Dada lacht“
Otto Gross (* 17. März 1877 in Gniebing bei Feldbach, Steiermark; † 13. Februar 1920 in Berlin) war ein österreichischer Psychoanalytiker und Anarchist. Nach einem Konflikt mit Freud wurde er aus der Psychoanalyse verstoßen und sogar aus ihrer Geschichte getilgt. Ausschnitte aus seine Biografie:… Continue Reading „Prometheus“
Bess Brenck-Kalischer (* 21. November 1878 in Rostock; † 2. Juni 1933 in Berlin) Weltende O über das letzte Mahl, Wenn aus dem Salz des Leviathan Der Alte die letzte Kraft reißt, Sich und das Sein stürzend verschüttet O über das letzte Mahl. Blutfunkensprühende… Continue Reading „Weltende“
Sinaida Gippius (Hippius) Worte gibt es Wer plaudert nicht in Zauberworten vor sich hin? In Worten, die soviel wie nichts bedeuten! Die plötzlich da sind wie ein Ding, das blinkt und klingt, Und die zu allem passen — Leiden oder Freuden. Ich mag sie… Continue Reading „Worte gibt es“
Elise Bürger (* 19. November 1769 in Stuttgart; † 24. November 1833 in Frankfurt am Main) An den Dichter Bürger O Bürger, Bürger, edler Mann, Der Lieder singt, wie keiner kann, Vom Rhein an bis zum Belt, Vergebens berg‘ ich das Gefühl, Das mir… Continue Reading „An den Dichter Bürger“
Andreas Tscherning (* 18. November 1611 in Bunzlau; † 27. September 1659 in Rostock) Zwibeln und Knoblauch Egypten betet mich gleich ihrem monden an / * Hingegen hat mir spott der Flaccus** angethan. Es lacht wer seinen schatz kans ins Gesichte fassen / Wer… Continue Reading „Zwibeln und Knoblauch“
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