Kategorie: Deutschland

157. Meine Anthologie 8: Krautlieb

Garten Buhlschafft / oder Kraut Lieb. Ich war in einem schönen Garten / Da der Braunellen ich must warten; Alßbald sie kam vnd sah mich an / Empfanden wir das Hertzgespan. Ach! was empfind ich in dem hertzen / Sprach sie / ich antwort… Continue Reading „157. Meine Anthologie 8: Krautlieb“

154. Meine Anthologie 7: Lage des Gedichts

So Diese Lage des Gedichts ist ohne Gewicht. Es wagt nichts, wendet kein Ding vom Platz. Es sucht nicht. Wie es liegt ist verendet der Satz, schreib es nicht. Aus: Angelika Janz: Schräge Intention. Gedichte. Wien: edition ch 1995, S. 36. © Angelika Janz… Continue Reading „154. Meine Anthologie 7: Lage des Gedichts“

152. Haiku in Wiesbaden

„Die Abendsonne/im Fenster des Nachbarn – ach/nun öffnet er es.“ Eine ganz alltägliche Beobachtung, die Rita Rosen von ihrem Balkon in der Kleiststraße aus machte und in lyrische Form goss. Ein Haiku ist es, das sie daraus gemacht hat: Ein japanisches Gedicht aus 17… Continue Reading „152. Haiku in Wiesbaden“

151. Rede zur Verleihung des Michael-Lindner-Preises

Von Bertram Reinecke Als wir damit begannen, das Festival textenet.de zu organisieren, war eine der Triebkräfte auch die Neugier auf das, was in den verschiedensten literarischen Szenen gerade getrieben wird. Offenheit für viele Strömungen der Literatur war ja ein Grundanliegen des Festivals. Was lag… Continue Reading „151. Rede zur Verleihung des Michael-Lindner-Preises“

150. Denken in Oppositionen

Einen großen, fast übergroßen Bogen schlägt Hans-Dieter Schütt, ND 28.11. – vielleicht ja nur, weil er zuviel wegläßt zwischen Superlativen: „Meisterstücke“, „elegantest“, „Genauigkeit und Stimmigkeit“ („verblüffend souverän“ ist da schon fast eine Einschränkung) und, nun ja, schlichtweg „Heiner Müller“. Als sei es ganz selbstverständlich,… Continue Reading „150. Denken in Oppositionen“

149. HeimatVerlust: Aussaufen im Hahn mit BEST OF „text flex“

ZUM LETZTEN MAL: Fünf Jahre TEXT FLEX im Zeitraffer… Nachrufe, Erinnerungen, Hardcore – mit Bernd Kramer, Papus, Johannes Jansen, scardanelli, Max. P., Tom de Toys (12.30-13.30: LIVE-URAUFFÜHRUNG von „STeiNZeiTLOSe!“), matt grau, Frank-Kirk Ehm-Marks, Frank Sorge, Frank Willmann, Wendy-Xberg, Alfons Kujat, Alfred W. Schwarzmüller, Andy… Continue Reading „149. HeimatVerlust: Aussaufen im Hahn mit BEST OF „text flex““

148. Gedichtbände auf Platz 2 und 8 der SWR-Bestenliste

2. (-) RAE ARMANTROUT: Narrativ. Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. luxbooks.americana. 48 Punkte** 5. (-) VOLKER BRAUN: Werktage. Arbeitsbuch 1977-1989. Suhrkamp. 36 Punkte** 8./9. (-) WALT WHITMAN: Grasblätter. Erstmals vollständig übersetzt von Jürgen Brôcan. Hanser. 25 Punkte** / buchmarkt.de ** = „mittelschwere Lektüre“ (was auch immer… Continue Reading „148. Gedichtbände auf Platz 2 und 8 der SWR-Bestenliste“

147. Adventslesung

Ein Wochenende vor Advent verwandelt sich der romantische Künstlerhof der Fidicinstraße 40 in einen begehbaren Adventskalender. Künstler und Kunsthandwerker öffnen ihre blauen Ateliertüren und zeigen ihre Werke. Am Sonntag, 17 Uhr: Lesung von Hansjürgen Bulkowski und Lothar Klünner, mit Gitarrenmusik von Steffen Basho Junghans.

144. Wiener Programm

laut lauter lyrik will die Poesie aus ihrem sprichwörtlichen Elfenbeinturm holen und die jüngeren performativen Formen der Lyrik aus den Clubs und Clubbings: mit u.a. der Rotten Kinck Schow (Ann Cotten, Monika Rinck, Sabine Scho), dem US-amerikanischen Beatboxer Yuri Lane oder dem Berliner Poeten… Continue Reading „144. Wiener Programm“

143. Preisträger

In einem Gedicht des mit dem Wilhelm-Lehmann-Preis ausgezeichneten Lyrikers Jan Wagner heißt es, „wir pflückten quitten, wuchteten körbeweise/gelb in die küche.“ Es folgt das Einmachen, „schemenhaft im dampf des entsafters“, schließlich der Blick auf das fertige „gelee, in bauchigen gläsern“, aufbewahrt „in einem keller… Continue Reading „143. Preisträger“

142. Karat-Lyrik

Die Anthologie „Lyrikstimmen – Bibliothek der Poeten“ (Hörverlag) und Marie-Aude Murails „Simpel“ (Hörcompany) sind die Hörbücher des Jahres 2009. „Lyrikstimmen“ versammelt mehr als 400 Gedichte im O-Ton der Verfasser – für die Juroren ein „Sprachjuwel mit über 400 Karat Lyrik“. / Börsenblatt Geistige Gummibärchen… Continue Reading „142. Karat-Lyrik“

141. „Dichtkunst, die der Mensch versteht“

Diese Lyrik macht Laune: Der Debüt-Band „szene.leben“ von Boris Preckwitz, soeben im Passagen Verlag Wien erschienen, belohnt seine Leserinnen und Leser mit Esprit, Welthaltigkeit und kunstvollen Anspielungen. Die Texte bilden ein schillerndes Panorama von Lebensstilen, Menschentypen, sozialen Rollen und Moden. Diese Lyrik ist absolut… Continue Reading „141. „Dichtkunst, die der Mensch versteht““

140. „Laut lauter lyrik“ im Literaturhaus Wien

Lesungen, Diskussionen und Performances, die über den herkömmlichen Begriff von Lyrik hinausgehen, will das Literaturhaus Wien bei den 11. Erich-Fried-Tagen von Donnerstag bis Sonntag vermitteln. Nach der offiziellen Eröffnung durch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) steht der amerikanische Spoken-Word-Poet Saul Williams auf der Bühne. „Die… Continue Reading „140. „Laut lauter lyrik“ im Literaturhaus Wien“

139. Lochgebet: Transdualismus contra Flachlandspiritualität

Das 15. „TRANSRELIGIÖSE GEBET FÜR DAS 23.JHD.“ als Poetryclip „Uns allen, vor allem uns Deutschen, ist von Kindheit auf mit jedem Wort unserer Lehrer und unserer großen Dichter eine platonisch-idealistische Grundeinstellung so radikal eingebleut worden, daß sie uns selbstverständlich ist. (…) Auch heute noch… Continue Reading „139. Lochgebet: Transdualismus contra Flachlandspiritualität“

138. Gedicht

AM SAMSTAGABEND WOLLEN WIR UNS ZU ZWEIT Am Telefon betrinken, wir allein, Wir essen, saufen, lassen keinen rein Und sagen alles ab in dieser Zeit. Wir sind gewaschen, eingecremt, rasiert, Ich weiß, wie du im Bademantel liegst Und ohne Gürtel nur die Hälfte wiegst,… Continue Reading „138. Gedicht“