Kategorie: Deutschland

47. Anticipated

anticipate v/t. 1. vor’ausempfinden, -sehen, -ahnen; 2. erwarten, erhoffen: anticipated profit voraussichtlicher Verdienst; 3. im Vor’aus tun od. erwŠähnen*, vor’wegnehmen; Ankunft beschleunigen; vor’auseilen (dat.); 4. jemandem od. einem Wunsch etc. zu’vorkommen; 5. einer Sache vorbauen, verhindern; 6. bsd. Wirtschaft vorzeitig bezahlen od. verbrauchen ©… Continue Reading „47. Anticipated“

46. Basler Lyrikpreis 2015 an José F. A. Oliver

Der Basler Lyrikpreis 2015 geht an den Dichter José F.A. Oliver. Er erhält den Preis für ein umfangreiches, beeindruckendes Werk, das traditionsbewusst und innovativ zugleich zwischen Sprachen und Kulturen pendelt. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 12. Internationalen Lyrikfestivals am Samstag, 24. Januar 2015… Continue Reading „46. Basler Lyrikpreis 2015 an José F. A. Oliver“

45. Open poems

open mike der blog befragte Simone Kornappel, die den open poems-Workshop des open mike leitete. Auszug: 3. Hat sich der Umgang mit Sprache und Lyrik in den vergangenen Jahren stark verändert, gibt es neue Themen, Ansätze,  Lösungen? Mich interessieren an Gedichten eher Probleme. Gedichte/Poetiken,… Continue Reading „45. Open poems“

39. Bremen & Kampala

For the purpose of enhancing their positioning as regards producing quality work, six upcoming Ugandan and German writers from the two cities of Kampala and Bremen are this month co-operating on a programme that seeks to open up dialogue among them as writers from… Continue Reading „39. Bremen & Kampala“

34. Poetopie

unter den Schuhsohlen knirscht der Streusand – im Kopf kommen die Gedanken ins Rutschen Hansjürgen Bulkowski

32. Poetica I

„Ich erleuchte mich durch Unermessliches“ heißt das Motto der „Poetica I“, die vom 26. bis 31. Januar als „Festival für Weltliteratur“ in Köln stattfindet. Die Zeile aus einem Gedicht von Giuseppe Ungaretti (übersetzt von Ingeborg Bachmann) meint die doppelte Chance von Lyrik: Orientierung in… Continue Reading „32. Poetica I“

30. Abendröthe

„Abendröthe“ nannte Friedrich Schlegel, der Exponent der sogenannten „Romantischen Schule“ (Heinrich Heine), einen Zyklus von 22 Gedichten. Er schrieb sie in Wien, wo er seit 1809 als Privat-Gelehrter und Dichter lebte. Im Freundeskreis Schuberts las man sich diese Gedichte wechselseitig vor, und der junge… Continue Reading „30. Abendröthe“

25. Die Bibliothek

Es ist wieder Saison: … eines ihrer Werke wurde auch erneut in der „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte“, eine Anthologie mit mehr als 900 Seiten, in der mehrere tausend Autoren ihre Spuren hinterlassen haben, aufgenommen. Das Buch ist seit 1998 der 17. Band mit verschiedenen Themenbereichen und… Continue Reading „25. Die Bibliothek“

24. Niedergang der Kritik

Die allgemeine Zeitungskrise hat auch die Feuilletons der überregionalen Blätter erfasst. Besonders deutlich lässt sich das am Beispiel der Literaturkritik beobachten, sagt der Chefredakteur des Online-Kulturmagazins „Perlentaucher“, Thierry Chervel. Thierry Chervel, Chefredakteur beim Online-Kulturmagazin „Perlentaucher„, kann diese Entwicklung mit Zahlen belegen. Sein Magazin wertet… Continue Reading „24. Niedergang der Kritik“

23. Scardanelli

indes lösen sich das (sehr deutsche) pathos von “wahn | sinn”, die bilder von verstörung und zerstörung wunderlich auf in diesen späten Hölderlin-gedichten. etwa in einem der “winter“-gedichte, wo das jahr eine “frage” darstellt. eine frage, deren “ton”, so der dichter, mit dem jahresende… Continue Reading „23. Scardanelli“

20. Zwischen Ann Cotten und Jerry Cotton

Unter den Ohrwürmern der modernen Dichtung ist Rainer Maria Rilkes erste „Duineser Elegie“ besonders hartnäckig. Auch wer kein Wort versteht, was es heißt, „nicht sehr verlässlich zu Hause“ zu sein „in der gedeuteten Welt“, dem fliegen bald Engel durchs Hirn, und hinter den Schläfen… Continue Reading „20. Zwischen Ann Cotten und Jerry Cotton“

19. Jochen Kelter

Jochen Kelter ist also kein gewöhnlicher deutsch-schweizerischer Autor kölscher Herkunft, mit Germanistikausbildung und alemannischem Bodenseeflair. Als Schriftsteller sowie in seiner Eigenschaft als Repräsentant seiner schreibenden Kolleginnen und Kollegen ist er Europäer und Weltbürger, Übersetzer und Vermittler, Herausgeber und Essayist. Er war und ist sich… Continue Reading „19. Jochen Kelter“

17. Neuer Ton?

Vielleicht ist es nur Einbildung, weil man schon so lange keine Gedichte mehr gelesen hat von Marcel Beyer: Aber es scheint, da schwinge ein neuer Ton mit in diesen Versen, die Worte würden sich zu lockeren Rhythmen fügen und entspannter sei der erzählerische Gestus… Continue Reading „17. Neuer Ton?“

12. Sächsische Dichterlust

Es ist ein Gedichtband für Leute, die ihre Freude haben am Spiel mit (klassischen) Formen und Inhalten, und an der sächsischen Dichterlust, die Dinge auch im Gedicht nicht so heikel und ernst zu nehmen. Nichts für die unheilbaren Romantiker, die in Gedichten Herzschmerz suchen.… Continue Reading „12. Sächsische Dichterlust“

11. Gesprächsbereiter Ketzer

Bresemanns Dichtung zeigt eine Gesprächsbereitschaft sondergleichen: „wir wollen jetzt mal ganz offen miteinander sein“. Die Grundlage dafür bietet vor allem das der Einsicht abgewonnene „outsourcen“, die Auslagerung, die Streichung von immer noch verbindlichen, aber zusehends kontraproduktiven und vereisten (religiösen und politischen) Leitbildern: „nun lass… Continue Reading „11. Gesprächsbereiter Ketzer“