Der Wind

Bolesław Leśmian

(* 22. Januar 1877[1] in Warschau; † 5. November 1937 ebenda)

Der Wind

Der Wind weiß gut, wie die Stimme taut …
Die Dämmerung schaukelt die Föhre.
Man sieht keine Welt, man hört keinen Laut,
Doch ich sehe etwas und höre …

Das Schicksal schickt mir ein Traumgesicht,
Es streckt die Hand aus den Tiefen!
Ich kenne die Qual, doch ich kenne nicht
Die fremden Stimmen, die riefen.

Sie singen ein trauervolles Lied,
Ich laufe hinaus in die Gasse
Und finde dort nichts, was man hört und sieht.
Und finde nichts, was ich fasse!

Der Nebel dunkelt im Birkenlaub.
Ich gehe zurück in mein Zimmer.
Ein Niemand ist für den Niemand taub!
Er hilft einem Niemand nimmer!

Deutsch von Karl Dedecius, aus: Polnische Poesie des 20. Jahrhunderts. Hrsg. u. übertragen von Karl Dedecius. München: dtv, 1968, S. 9

One Comment on “Der Wind

  1. Samotność

    Wiatr wie, jak trzeba nacichać…
    Za oknem — mrok się kołysze.
    Nie widać świata, nie słychać.
    Lecz ja coś widzę i słyszę…

    Ktoś z płaczem ku mnie z dna losu
    Bezradną wyciąga rękę!
    Nie znam obcego mi głosu.
    Ale znam dobrze tę mękę!

    Zaklina, błaga i woła,
    Więc w mrok wybiegam na drogę.
    I, nic nie widząc dokoła,
    Zrozumieć siebie nie mogę!

    W brzozie mgła sępi się wiotka.
    Sen pusty!… Wracam do domu…
    Nie! Nikt się z nikim nie spotka!
    Nikt nie pomoże nikomu!

    Quelle: https://pl.wikisource.org/wiki/Samotno%C5%9B%C4%87_(Le%C5%9Bmian)

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