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Veröffentlicht am 17. März 2020 von lyrikzeitung
Ferdinand Hardekopf
(* 15. Dezember 1876 in Varel; † 26. März 1954 in Zürich)
Spät
Der Mittag ist so karg erhellt.
Ein schwarzer See sinkt in sein Grab.
Dies ist das letzte Licht der Welt,
Das bleichste Glimmen, das es gab.
Aus Sümpfen schwankt Gestrüpp und Baum,
Die Birken-Nerven ästeln weh.
Die Zeit erblaßt, es krankt der Raum.
Es gilbt das Schilf im toten See.
Die Luft strömt grau ins Mündungs-All.
Der Rabe schreit. Der Wald schläft ein.
Mich trennt ein rascher Tränenfall
Vom Ende und der Flammenpein.
Aus: Almanach der Vergessenen. Hrsg. Klaus Schöffling u. Hans J. Schütz. München: Beck, 1985, S. 18.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Ferdinand Hardekopf
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Das Gedicht hat tiefe🙂
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