Gestorben: Geoffrey Hill

Es gibt Literaturschaffende, die der Ruhm nicht zu umarmen, sondern eher scheu zu umkreisen scheint. Substanz und Tiefe ihres Schaffens sind spürbar wie die Präsenz eines Bergmassivs; aber längst nicht allen Lesern ist es vergönnt, ins Innere der Materie vorzudringen, ihre Schichten auszuleuchten, ihre Goldadern freizulegen. Der am 30. Juni im Alter von 84 Jahren verstorbene britische Lyriker Geoffrey Hill zählte zu dieser Gattung von Autoren; das Wort «schwierig» schien untrennbar mit seinem Namen verbunden. Aber der «Guardian» scheute sich auch nicht, den Dichter anlässlich seiner 2013 erschienenen, 50 Schaffensjahre überspannenden Werkausgabe «Broken Hierarchies» als den «grössten lebenden Dichter englischer Sprache» zu bezeichnen. / Angela Schader, NZZ

 

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