Neues vom Erdowahn

Wollte ich die Causa Erdoğan-Böhmermann seit der letzten Meldung vom April oder Mai nachtragen, es liefe auf 2 Stunden Recherche heraus. Muß nicht sein. Hier das Neuste:

Der Rechtsstreit um das Schmähgedicht von ZDF-Moderator Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geht in die nächste Runde: Nach der vom Landgericht Hamburg ausgesprochenen einstweiligen Verfügung gegen weite Teile des Gedichts wolle Erdogan nun den kompletten Text verbieten lassen, berichtete der „Spiegel“ an diesem Samstag. Erdogans Anwalt Michael-Hubertus von Sprenger habe am Mittwoch Klage beim Landgericht Hamburg eingereicht.

Mitte Mai hatte das Gericht eine einstweilige Verfügung erlassen, nach der ein Großteil des Werkes nicht weiterverbreitet werden darf. Erdogans Anwalt wolle nun im Hauptsacheverfahren ein Komplettverbot des Gedichts erwirken. Sprenger berufe sich dabei im Wesentlichen auf die Argumente, die er auch schon im Verfügungsverfahren vorgebracht habe, allerdings mit einer Ergänzung: „Böhmermann kann sich nicht auf Kunst berufen, wenn er selbst behauptet, das Kunstwerk stamme gar nicht von ihm“, sagt Sprenger dem Nachrichtenmagazin. / FAZ

Fein, Autorschaft vor Gericht, das gibt Arbeit für Literaturwissenschaftler. Wir berichten weiter. Wenn auch nicht lückenlos.

Böhmermann und Erdoğan in L&Poe

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