Ohne die Indonesier

… renommierte Literaturverlage wie Hanser, Fischer, Beck winkten ab: zu exotisch, zu wenig gesponsert.

Denn die bei einem Ehrengast-Auftritt übliche Übersetzungsförderung kam zu spät – zu lange hatte die Regierung in Jakarta geglaubt, man könne deutsche Übersetzer und Übersetzerinnen nach indonesischen Tarifen honorieren. Noch im Januar 2015 sass Husni Syawie, der Vorsitzende des Verlegerverbandes, bei 36 Grad Hitze in seinem eiskalt klimatisierten Büro in Jakarta und wartete händeringend auf die Zusage der nötigen Mittel durch das Kulturministerium. Als sie kam, hatten deutsche Verlage ihr Programm längst ohne die Indonesier geplant. Goenawan Mohamad, der den Frankfurter Messeauftritt kuratierte, hatte zumindest eigene Gedichte und die Romane seiner Autorinnen Ayu Utami und Leila Chudori bei deutschen Verlagen untergebracht. / Cornelia Zetzsche, Neue Zürcher Zeitung

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