Gestorben

Am 27. Januar starb der katalanische Dichter Carles Hac Mor. Als »Infrapoet« (mit dieser Bezeichnung beugte er der zunehmenden Trivialisierung des Begriffs »Antipoet« vor) und Anarchist verweigerte er sich konsequent allen Konventionen und akademisch-bürgerlichen Vorstellungen. In über vierzig Bänden setze er auf das politisch subversive Potential der Sprache und unterwanderte zugleich die Sprachmechanismen als Abbild verfestigter Herrschaftsstrukturen.

Nonsense, Experiment, Verwendung von Umgangssprache und Jargons, von dialektalen und aus dem Gebrauch gekommenen Vokabeln und Redewendungen sowie zahlreiche Neologismen sind Charakteristika seiner Texte, die sich den gängigen Klassifizierungen weitgehend entziehen. Berühmt wurden die von ihm erfundenen Genres wie etwa das Eskalaborn, die Paraparemie und das Hyposeptimin.

Der 1940 in Lleida als Carles Hernández i Mor (seinen ersten Nachnamen ersetzte er durch »Hac«, die katalanische Bezeichnung für den Buchstaben »H«) geborene Dichter, Performance- und Konzeptkünstler hatte großen Einfluss auf die »parapoetische« Strömung der jüngeren katalanischen Literatur.

Er trug immer rote Socken.

Hier je ein Artikel der Tageszeitungen Ara und der digitalen Zeitschrift Núvol.

Textbeispiel folgt.

/ à.s.

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